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benten Livita« Lonleranorum und Vanum 8. Dicerii genennetwird, liegt nahe bey der gegend, da der fluß Garonne entsprin-get, gegen St. Bertrand äs Cominges zu , 12. oder 14. Mei-len von Toulouse, und fast eben so weit von Auch. Sie liegtüberaus lustig an dem ssusse Salat, wird unterschieden in laVilla und 1a Lite, und hat eine feine brücke über den fluß , inderen mitte ein vester thurm stehet. Es sind daselbst 2. kirchen,welche beyderstits für Cakhedral-kirchen gehalten werden; dieeine zu unser Lieben Frauen, welche in der Lirs, so eigentlichCoserans ist, sich befindet, und die andere in der stadt zu St. Li-zier; doch wird die erste für die rechte Cathedral-kirche gehal-ten. Die letztere wird von einem Bifchoffe so genennet, wel-cher der fünfte unter den Bischöffen dieses vrts soll gewesen seyn,und von welchem auch die gantze stadt den nahmen bekommen.Der erste Bischofs aber, der allhier das Evangelium geprediget,ist nach des Gregorii luroneMis bericht, Valerius gewesen.Das land Coserans liegt eigentlich in Comingeois, und führetden titul einer Vicomre.' Man berichtet, daß Johannes Arnol-dus von Spanien, von welchem das Haus Mvntespan herstam-met, selbiges unter dem titul einer Grafschafst besessen , wel-ches hernach auf die familie der Grafen von Carcassone gekom-men. Rogerius II. Graf von Carcassone, gab um das jähryyo. dieses land und Bischoffthum seinem jünger» söhne Bern-hards , unter dem titul einer ViLoimä. Im jähr 1257. be-kam Esquivar, Graf von Bigorre, die succeßion durch dentod Rogerii, Grafen von Paliers, welche endlich auf dasHaus Navarra fiel. ?/,». lib. IV. c. 19. lib.
IX. c. 20. O, biii. cle Learn. notit. Valcon.
L'ate/, dilt. ÜL D»nZueäoL. LeAe, liitl. clü Larcsls. llum.
6»II. O« villes äs Lränce. 0»ll.
* Eosilino, vor alters Cosilinas, oder Costlinum, war
vormals eine der ältesten städten im Königreiche Neapolis, inkrmcipÄw cirm, nicht weit von Atino, und vier Meilen vonSalerno gelegen, ist aber, wie viele andere mehr, in denkriegs-zeiten eingegangen. Sie hatte ein Bischoffthum undeine theils wegen der Messe und starrten Handels, theils we-gen des wunderthatigen brunnens sehr berühmte Vorstadt, Mar-cellianum oder Murcellum genannt, , irinerar. «7a/-
varisr. VIII. <7o/er«7, in aäxeucl. lsu rom. X.
It»I. 8.
* Eosimo, (Pietro äl) ein berühmter Italiänischer mahler.Er hiesse also, dieweil er Cosmi äi Roselli lehrjünger gewe-sen. Er stellte in seinen Mahlereyen insgemein LaLcb»n»lmvor, um gelegmheit zu haben, bey Vorstellung der darzu nöthi-gen Faunen, vatyren, Syivanen, waid-göttinnen rc. wunderli-che figuren und stellungen anzubringen. Auch hatte er seinefreude moickr» und seltzame geburten abzumahlen oder auch z»erdencken, und setzte also in einem leib öfters die widerwärtig-sten fachen zusammen, die er etwan an andern letbern fehl-hafft und widernatürlich gesehen hat. Dieser sein frucht-barer geist an abentheurlichen und seltzamen erfindungen mach-te ihm einen grossen zulauf der jugend, welche schaaren-weisihn besuchten , und um ihnen anleitung zu wunderlichen mas-quen und andern vermummungen bey balleten und carnava-len zu geben ersuchten. Er starb an. 1521. im 80. jähre sei-nes alters. Unter seinen erstndungen, die er bey dergleichenBacchanalischen lustbarkeiten gehabt, wird von einer erzehlet,die er kurtz vor seinem ende bey einem carnaval der stadt Flo-rentz ausführen lassen, und als ein Vorbote seines todes hatkönnen gehalten werden. Er liesse auf den abend einen durch-aus schwach bemahlten traur-wagen, mit meisten creutzen, tod-ten-gerivpen, und andern traur-zeichen ausgezieret, und durchvier büffel-ochsen gezogen auf den straffen erscheinen. Auf die-sem todten-gerüste saß ein mann mit einer sensen in der Hand,welcher auch auf das todtenhaffteste ausgerüstet war; beyseinen füssen lagen viele offene gräber herum, woraus die todten-cörper halber heraus zu sehen schienen rc. Eine menge schwartz-gekleideter leuthe, mit masquen, den todten-köpfen ähnlich,verlarfet, giengen rings herum mit schwachen brennenden fa-ckeln in der Hand, dieses traur-gerüste zu begleiten. Unterihnen war eine anzahl fänger, welche theils gedämpfte trom-peten bliefen, theils mit trauriger und wehklagender stimmetranr-und todten-lieder anstimmeten, und in diesem abscheuli-chen gepränge durch die stadt zogen rc. Dieses gräßliche tri-umph-gerüste setzte gleich anfangs die gantze stadt in grossenschrecken, bis sie gewahr wurden, daß es nur eine vermummungsey, da endlich die sinnreiche weis, wie alles vorgestellet undgeführet worden, den Italiänischen geistern überhaupt ge-fallen , und also von ihnen gutgeheißen worden, welches ande-re nationen als ein scheusal würden angesehen haben. /W/e»,
vit. kiäk.
* Costmo, (Andreas) ein Italiänischer mahler, welcherneue zierrathen bey der mahler-kunst erdacht, und sich darinnensehr geschickt gemachet hat. Er hat auch die art zu mahlen, wel-che dleItaliäner grastet, nennen, gewußt, und darinnen vielgearbeitet. Er lebte in dem XVI. ÜLLulo, und starb in einem al-ter von 64. jähren. Oe lV/e,, »biege äe I» vie cies feineres.
^ Coim, (Johannes) ein Engelländischer Bischofs, war zuNorwlch an. 1594. aebohren, und zu Cambridge in Cajus Lol-leäg. auferzogen. Zuerst ward er zu einer Prabende in Durr-hamm befördert, daraufLrclüäiaconus von Castriding in Aork,hernach Nicker ak keter-koule in Cambridge, und Vice-
c 0 s
Cantzler derselben Universität, und endlich Decami« von Peter-borough. Bey entstandenen Englischen unruhen muste er vPlünderung und raub leiden, weil er mächtig in der Köls-chen partey war. So lang Cromwel das regiment -folgte er dem Könige nach, und nahm theil an seinem ungn-t -gieng auch mit selbigem in Franckreich; da er aber, obswonsonst ein guter Protestant war, mit der Französischenmitten kirch keine gemeinsame pflegen wollte. DaiU>brachte er viel Papisten durch sein exemplarisch leben, venadiges predigen, und gelehrte conversation, von ihrer renMzu dem Resormirten glauben. Bey Wiederherstellung der -vniglichen regierung in Engelland, ward ihm im dec. an. l-> 'das Bischoffthum von Durrham conferiret, welches er 0in seinen tod, so zu Westmünster an. 1671. erfolget, verwa>- 'Er wendete sehr viel von seinem einkommen »ä pw« »und stiftete eine öffentliche bibliotheck zu Durrham, dasi>^seine sowol geschriebene als gedruckte wercke sich finden, ss ldruck ist von ihm heraus kommen: Devotion«; LciioDA.Hickory ok tne Lsnon ok Lettpturs: welche er zu Paris gWfdie Papisten verfertiget, und durch Vorsorge P. GulllUNS. VLonden an. 16;?. in 4. hat drucken lassen, koliclc. ficc-'
^nglio. Lburob-Kckor. krek»ce M
Overalls Lonvocgtion« boolr. kupplem. to Noiers-
vit» ß. Lobn. *
Eosingas, war ein Fürst der Cerrhenier, eines volcksThracien, (dessen jedoch bey den Leograpki« keine klare mew,')geschiehet; daher einige lieber die Cebrenier verstehen woum'und dabey, nach desselben landes gewohnheit, der göttinPriester. Als er sahe, daß seine Unterthanen ungehorsam w.,aufruhrssch waren, erdachte er folgende list. Er bandleitern an einander, und gab vor, daß er in Himmel ^und daselbst bey bemeldler göttin seine Unterthanen ihres MDhorsams wegen verklagen wollte. Als nun die Unterthanen»ses hörten, fürchteten sie sich heftig vor feinem vornehmen / §ten ihn dahero um Verzeihung, und verpflichteten sich mit ew-eyde, ins künftig gehorsamer zu seyn. Wo je die geschickte.7"-,ist, so mag wol dieses für das stärckste beweisthum dM'daß die Thracier tumme und albere schöpfen gewesen. ^lib. VlI. c. 22. * , ..
Cosio, ist ein alter und nahmhafter flecken im GraubuLnerischen Veltlein, nicht weit von Trahona gegen dem gevWgelegen. Es war vor zeiten der Haupt-flecken im unternund des Landvogts Wohnsitz, der nun zu Morbegnooberst dieses fleckens auf der spitze eines hohen Hügelsdas alte schloß der Viceclomiuorum , welche vor altemberühmt und mächtig gewesen sind. küstt. üb. ^
l>ag. i84- * ,j„e
Coslitt, oder Cöslin, eine stadt in Hinter-Pommerwmeile von der Ost-see, ist umher mit vielen teichen und fum^,,.umgeben, hat aber dabey einen guten und fruchtbarenSie gehört zu dem Dtifte Cammin, und haben die BssclEdiesem allhier ihre ordentliche residentz gehabt. Nicht we-- ^der stadt ist der Chollenberg, dahin man vor diesem wegen jMMarienbildes viele wallfahrten angestellet. Die Luther^lehre ist daselbst bereits an. 15;». angenommen worden.
komer. lib. VI. Toxogr. Lranci. L komer. ..«x
Gt. Cosmä- und Damiani-orden, florirte um da? cke>,1024. in dem gelobten lande, ist aber nunmehro, da dcesich daselbst ausgebreitet, gäntzlich erloschen. Die Ritterten der reget des heil. Basilii, und trugen ein rothes crE ^innen das bildnis gedachter Märtyrer zu sehen war.nehmste Pflicht war, die krancken Pilgrime zu warten, die»0^).gene zu erlösen, und die todten zu begraben. So»--»»- es» -egu. Ritter-orden, p. 94. . ge->
Eosmas, Ilierolol^micanus, sonst auch HaAiopoNnannt, war aus Italien gebürtig, und florirte um das MEr wurde von den Saracenischen see-räubern geMS ste»'nach Damascus geführet, woselbst ihn Iohannis DAvatter in fein Haus nahm, daß er seinen söhn unterricht'welches er auch mit erwünschtem fucceß verrichtete. Ap ha-be endlich Bischofs zu Majuma, im gelobten lande,einige.schriften hinterlassen, als: Damnos iz. ^
m kessivitAtsL, welche sich Lateinisch in der bibllotke^befinden rc. in vocs ßo. Damascen. ^
lert. I. äs libri« LcLlös OrTL. »n. 7?o- »-
n. i. Llsve. ^
Eosmas Inäicoxlenüe«, ein Mönch, UM das iA(t Gli-der vielleicht diesen nahmen von seiner beschreibung oervon seinen reisen erhalten. Er hat lang in Egvpt" ^i»>und seine bücher zu Alexandrien verfertiget, uuch^^iAschafft getrieben. Man hat von ihm Toxograpwaw
NLM, und einige stücke von seiner erklarung über hv
Sonst soll er auch über das Evangelium Luca unduvc ^ zrhe Lied, ingleichen eine Geographie und von der b>o-rnillfiri geschrieben haben. L'ave, bill. lirceiLna. -6rXc», lib.III.
* EÄsmas kragenfis, ein Dechant der kssche^Mezu ansang des XI. fieculi, schrieb eine j.Sl<lt
von anfange der Böhmen bis aus den erstenkaum, so von Frehero an. 1602. unter den A L ^ Haukeinicis, jedoch sehr unvollkommen; und hernaev