Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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921
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In V'OK, oder die gold-kufte von Guinea, wird

^genannt wegen des vielen goldes, so man daselbst «»trift,erstrecket sich von dem Osboäe tres xuncss, wo die Qua-briste aufhöret, bis an den fluß Volta, und hat in der längeMmhr i;o. meilen. Diese küste erstrecket sich auch tief insxM, und begreift viel Königreiche und Herrfthafften,als Asbin,Commendo, Fetu , Accara, rc. Die Portugiesen habendiesem viel considecable vestungen hierselbst gehabt, als St.Uvrgio äella Mina, und andere, aber die Holländer hakenselbige weggenommen, und besitzen dieselbe auch das L>rrMiau, Aßine, Cvrmentin und andere. Die Engelländer haben,77^0 Corfo und Eniacham, die Dänen aber Friedrichsburgvo Utistiansburg. reist. äs Ouiuse. beschr.

Fetu. 6ocit/,->), Lo^e»-, reist. äu ftovsums ä'issvnuv , cöts

Or, pLi8 äs Ouinse.

b.*Eoster, (Johannes) es muß dieser mit einem andern Io-vanne Coster nicht vermischet werden, welcher Lanonicusi<s-gewesen. Dieser aber war von Alosten und PredigerAOudenarde. Er starb an. r;8o. und schrieb ein buch, ge-.MNt: Iniiitutio äs Lxitu Lgvpti <L kugs Lsbyionis. Poster?nus hat ihn mit dem erst-gemeldten confundirt; viäs iiium^ ^pparatu sacro. , bibl. lcript. 8oc. ßesu.

, bibiiorss. Leigic. , äs lcript., ftscuii

^'1. <Lc.

Costerus, (Franciscus) ein Jesuit, war an. izzo. zu MechelnWvhren, und kam an. 1^2. nach Rom, von bannen ihn Jgna-ius Lojola an. rz;6. nach Cöln schickte, um daselbst das neue^ninLüum der;. Cronen genannt, vor seinen orden einzuneh-men und darinnen zu dociren. Er erhielt auch seinen zweck, undW durch seine berchtsamkeit, wie auch durch andere rühmlicheAnschafften, nicht wenig zuhörer an sich. Nachgehends ist er»M allein zweymal in den Niederlanden und einmal an demAeine Provincial gewesen, sondern hat auch dreymal der gene-U'versammlung zu Rom beygewohnet. Er starb an. 1619. zuUnstet , und hinterließ Locliiricl. Lonrrov. äs ftellg. LxoioZ.sso so ; UrsCaurunr pisrum Iirliit.; 8ciroiia Latirolica sä Li-sM?rum t-OLL , auie in Loirtrov. rapi lolent ; wie auch Unter-Medene streit-schristen wider Franciscum Gomarum, Caspar^revlnchovium rc. bibl. 80c. st.

j. Costerus , ( Johann ) Prior der Lsnonicorum sseguisriumhN St. Martins-thal zu Löven, woselbst er auch gebohren. ErAmbrosii wercke in ;. valuminibn«, ingleichen die wercketz^ncentii I^srinenüs mit einem kleinen Oommerrtsrio , und an-h/st heraus gegeben. Auch wird ihm der Lommemarius überz^Hohelied Salomonis, der aus den schriften des AmbrosiiMnimen gezogen, und andere wercke beygeleget. Er starb zuv ven den 9> mertz an. i;;9- ?oAevr«. in appsr. bibl.

8- äs lcr. s^c. XVI. As.

»h.x^sterus, (Laurentius) ein Holländer von Harlem gebürtig,-i-fUrm feine landsleuthe die erfindung der buchdrucker - kunstschreiben, indem sie berichten, daß er an. 142«. die ersten cbs-»iid ^ ^er buchstaben von hag-eichess-holtze, so dann von bley,endlich aus ertz verfertiget habe, worauf er bedacht gewesen,d^Mju dienliche schwärtze zu erfinden, deren sich die buch-djM-Mb "och bis auf den heutigen tag bedienen, so, daß an. 1444.Hain- "st i" ihrer Vollkommenheit gelangt sey. Dieser erfindungüb^en wurde ihm von seinen lands-leuthen folgende inscriptionTtz >0tne Haus-thüre gesetzet: MemoriL iscrum. ssvpogrspkisOmni um Lonlervatrix. nunc primum invenra circa1440.; welche noch heuriges tages daselbst gelesen wirb.Käs?"" "der die fach recht einsehen will, so findet sich,daß alles,den abgesonderten buchstaben dieses Costers allhier ge-^, auf gar schwachen gründ gebauer sey, und auf einesa»f„7? stein-alten manns von geringen ansehen, seine aussageWas Coster je gedruckt hat, und sonderlich seintk»l davon die exemplare annoch an mehrern orte» vorhan-' ist offenbar in tafeln eingegraben, und gar nicht mitder" 1"Diammengefügten buchstaben ausgedruckt, hiemit vonck,^/Men und wahren buchdrucker-kunst noch weit entfernet,ütz, lu Latavia. iri tlmatro Ilollauä.

i»typogr. c.p. 27. feg. Hilioirs äs l'imxrimeris L äs

ter Astes, (Gautter von) Ritter, Herr von Calprenede, un-XVzzMem nahmen er am meisten bekannt lst, hat sich in demL«r ^„u!o.durch verschiedene schriften h«vor^ gethan. Er

>^von Äo vurcy verimievene ^ -

5 °uivl>a-^"igon in der vioscss Cahors gebürtig, studirte zugliche» ' eam an. 16; 2. als Cadct unter bas regiment der Ko-

an. iszr. ais ^avee ... ^

z bey welchem er nachgehends Ossicicr worden.

Z. US Königlicher Cammcr-Iuncker, und starb an.ssfv bekan.!,^ einigen theatralischen stücken hat man von ihm/oen, "ss eomanen, so insgesamt aus etlichen banden be-die Lsftanära, die Lleopatra , und den kbars-welchem letztem er nur sieben -theile selbst verftr-ssevon Airn von seiner gemahlin, Magdalena von Lyee,i>a,lNUl,v^ss'^an äsLwet, und äu Coudray, gemeldet, daßSlMetwnvE^^ weitste ihrem mann Mitgift vergeben, ent--»iks ^ gek^k " Ware, ist ohne gründ, indem sie an. 1663. zuknX Herr ^ Dieses Herrn von Calprenede bruder, Iohan-r«,° von Toulgon, that in Italien kriegs-dienste, undiUrn m H^tzogin Christina von Savoyen um das jähr^3. iali--.'Uverneur von Roms Lslvo verordnet, und intwe jemcs alters in -er citadeüe dieser stadt von einer

misse in die luft gesprengt. Antonius von Costes, Herr vonMaurival , ein vetter der beyden vorhergehenden, war an.i6o;. zu Sarlat gebohren, ward Rath bey dem Präsidial da-selbst, und erwarb sich durch seine wissenschafft in den Rechten,und in andern stucken der gelehrsamkeit, ingleichen durch seineMüdigkeit grossen rühm; that auch dem König an. 165;. einenguten dienst, indem er den Cvmmendanten, den der Printzvon Conde in Sarlat gelegt hatte, gefangen nahm, und diestadt den Königlichen volckem übergab. Er starb an. 1639.

* Costes, (Antonius) ein vetter Iohannis und Gautiers Co-stes, Herr zu Maurival, ward gebohren zu Sarlat an. 160;.und wurde dorten Rath bey dem Präsidial-Gericht, da er zuvorzu Paris und Toulouse studirt hatte. Er wurde in seinemlande sowol seiner grossen studien wegen, als um seiner aufrich-tigkeit und liebe gegen den armen willen, und andern tugendenwegen sehr beliebt. Er starb an. 1689. im 84. jähre seines al-ters, da er lange zeit 8snior und vecalins unter seinen mit-collegen gewesen. An. 1652. haben ihn die einwohner seinervatter-stadt erwehlet, um in einer gewissen fache die allgemei-nen Verwirrungen des innerlichen krieges in Franckreich betref-fend , wo sie einen klugen mann nöthig hatten, ihr Haupt undführer zu seyn. Maurival zöge bald darauf mit ;oo. mannzu seid, um sich mit den Herren Biron und St. Abrs zuvereinigen, und die trouppen der Printzen von dem einbrachin die provintz Dordogne abzuhalten. Dieser anschlag miß-lung ihm aber, und die stadt Sarlat wurde gegen ende desjahrs belagert, und die armee unter anführung des GrafenMarchins nähme sie ein, den bürgern aber wurde den i.jan. an. i6zz. eine capitulation gestattet. Dieses Unglück erhebtenur die Verdienste Maurivals; er hatte nemiich seine bürgernicht bereden können, die stadt länger als acht tage zu halten,und darum wollte er auch die capitulation nicht unterschrei-ben , welche seiner meynung nach vorgeeilet war. Dessen ohn-geachtet verträumten ihm die feinde die Waffen der bürger, wel-che der feind nöthig fände laut capitulation zu entwaffnen.Dieses zeichen der Hochachtung, welche die hohen Officiers derfeindlichen armee gegen ihm bezeugten , zog ihm auch dasvertrauen der untern Officiers zu, so daß er mit ihnen um-gienge, und einige darunter auf seine feite brachte, und da ernach der Hand eine neue hnlffe von 400. mann durch den HerrnCandale von dem regiment Champagne erhalten, fiele er in dasBißthum ein, wo der Herr äs Chavagnac sich aushielte, nahmihn gefangen, und brachte die stadt also wieder unter des Kö-nigs gehorsam, und zwar den 2;. may an. 16;;. Die stadtverordnete ihn den nemlichen tag, dem König und der König-lichen mutier die freudige botschafft dessen zu überbringen,welche ihm viele ehre anthaten.

Costnitz oder Coftantz, lat. Lonftantia , eine stadt inSchwaben, hart an der Schweitzerischen grentze, zwischen demBoden-see und Celler-see, in einem winckei am Rhein, da er ausdem ober-in den unter-see läuffet, in einer sehr angenehmen undfruchtbaren gegend. Vor ihren erbauer wird Constantius, desKaysers Constantini N. vatter, gehalten, welcher diese stadtauf Rhätischen bvden zu mehrer sicherheit der Römischen besa-tzung wider die einfülle der Alemannier, bevestiget, und an.299. nach sich Constantiam genennet. Es ist auch in der Dom-kirche daselbst in St. Blasii capelle eine in marmor eingehaueneRömische jedoch gestümmelte aufschrift zu sehen, darinnen seinergedacht wird. Dessen söhn Constantinus ül. soll, wie Bucellinusvorgiebet, ihr ein creutz zu ihrem wapen verliehen haben; wel-ches zeichen sie unter allen städten, nach seiner meynung, am er-sten geführet. Es melden zwar einige, daß schon vor dem Con-stantio, zu den zelten des Kaysers Severi, um das jähr 169. andiesem orte im Rhein ein schloß und vestung gestanden, welchedurch einen Römischen Landpfleger im Turgöw erbauet, undvon den Römern (Xttellum »guarum genennet worden. Alleines ist ohne gründ, wie nicht weniger ungewiß, ob Costnitz desAntonini Viroäuium oder des Ptvlemäi Oaunoäumm sey, wel-ches von einigen behauptet, von andern aber billich verworffenwird. Adrianus Iunius muthmasset, daß sie anfangs ösru-äes ober kkruäopvlis, von einem benachbarten Alemannischenvolcke, gcheissen, welches aber so wenig ausgemacht, als ob sievorhero Vslsria oder Turx-ajorum Lugulla genennet worden ,ehe sie den nahmen Lonftsmia bekommen. Im V. lXculo zuden zeiten der Kayser Valentiniani und Martrani wurde diesestadt von den Alemanniern verheeret, und hernach von demAttila vollends zerstöret, worauf sie in solche abnähme gera-then, daß. sie zu einem dorse geworden. Denn nachdem der Frän-ckische König Clodoväus I. die Alemannier überwunden, habendie zerstörten Teutschen städte nicht wieder dürfen bevestigetwerben. In welchem zustande Costnitz bis auf die zeiten desKönigs Dagobert: geblieben, welcher (oder wie andere meynenNotarius) das Bißthum von Wrndisch oder Vinäonissahieher verleget, und in den alten schriften wird Costnitz Villarsgia Dagobert! genennet. Nachdem nun das Bißthum all-hier aufgerichtet worden, ist dieser ort wiederum ins aufnehmeneiner stadt gekommen, und mit mauren umfasset worden; wie-wol ungewiß ist , durch wen und zu welcher zeit solches gesche-hen. Bucellinus halt zwar dafür, daß Costnitz von Constantiizeiten an immerfort sey eine stadt geblieben - allein StumpfiuSerweiset, -aß dergleichen meynung irrig sey. Jedoch weil man