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Zweyter Theil. Bi - C.
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befasse, so stunde er denselben würdiglich vor, und setzte sichunter den Selgiuciden in grosses ansehen; dieses vermehrte sichbeständig unter etlichen Konigen nach einander, und gälte ihmendlich den titul eines Khowarezm - Schachs, das ist eines Kö-niges über die Khowarezmier, welcher seit dem immer in sei-ner familie geblieben ist, ob sie sich schon nach der Hand noch et-licher andern grossen provintzen meister gemacht hat; die vy-nallie, welche dieselbe aufgerichtet , führet auch davon dennahmen, und wird die Khowarezmische genannt. Cothb - Ed-din, ob er schon so grosse macht sich erworben hatte , bliebedoch den Selgiucidischen Sultanen beständig hold und getreu ,und leistete ihnen alle dünste. Dann zc>. jähr lang versähe ersein amt an dem Hofe zu Sangiar. Er war nemlich ein jährin dünsten , und das andre darauf wurde er von seinem söhnabgelöset. Er starb an. 1127. und hinterließ nebst seinem erst-gemeldten söhn Atzin, weicher ihm in seiner würde folgete, dennahmen eines weisen und mächtigen Herrn. , iübl.

Orient.

Eothmann, (Johannes) dieser gelehrte TKeolosus ist an.r59i. zu Herforden in Westphalen (allwo sein vatter LudolphusLanonicus war) gebohren worden. Er hielte sich drey jähre inder schule zu Osnabrück auf, und wurde an. 1615. auf die Uni-versität nach Giessen geschickt, woselbst er 4. jähr bliebe. An.r 6 iy. machte er sich nach Rostock, allwo er in einer disputationden 0 . Francum zu Franckfurt refutirte, woraus ein feder-kriegentsprungen ; er aber bekam an. 1625. krokellionem TKcologi-csm, und muste auf befehl Hertzog Johann Albrechts zu Meck-lenburg nach Wittenberg gehen, und daselbst den Oradum anneh-men. Von bannen gieng er nach Leipzig und Jena, und besprä-che sich allda mit den IKeoloUs. An. i6;o. hielte er mit demJesuiten Johann Gregor» eine Unterredung, welche er nachmalsin einer öffentlichen disputation wiederholet. Er starb als l<e-Äor vnivsrsitstis an. 1650. und hinterließ folgende schriften:Ocllruclio. kapatus fundamentä ; Oekensto necessaria deNatrimomo OompriviMorum; Inveäkiva contra Lbriecstem ;DnellumLuckarilricum; Traäatum de kr-edeilinatione ; ?er-Ixicillum ; Dilputationss variss. K-'üre, mcmoi. VNeol. pag.747. L disr. biogr. aci ann. l6;o. *

Cothmann, (Ernst I ward den 6 . dec. 1577. zu Lemgow inder Westfälischen Grafschafft Lippe, allwo fein vatter Bürger-meister war, gebohren, und anfangs auf die schule in seiner vat-ter - stadt, nachgehends aber auf das O^mnaiium zu Düsseldorffgethan, worauf er Helmstädt, Marpurg und andere Universitä-ten besuchte, und sonderlich zu Rostock an. 1584. den vocior-huterhielte. Er ward in kurtzem ein berühmter Consulent. An.2587. Hertzoglich-Mecklenburgischer Rath, und dastger geist-undweltlichen Gerichte Lllellor, endlich Hertzoglicher Eantzler, wo-bey er zugleich die lura auf der Universität profitirte, und seinerFaculrät Senior ward. Er hat seine ämter so fleißig und getreu-lich verwaltet, daß er auch die gnade seines Fürsten bis aus en-de seines lebens unverrückt behalten hat; und als Hertzog Ulrichan. r 6 oz. verstorben, und die regierung an seinen bruder Caro-lum gelanget, so ist er nicht nur bey seiner vorigen station geblie-ben , sondern auch seinem Nachfolger recommendiret worden,von welchem er hernach zum Eantzler gemachet, und gnädigstbestallt worden ist. Erstarb an. 1627. Seme schriften sind:

Helponla furis ; Oiiputationes ,juris; Lommentarium. in pri-mum librum Lodicis ; vilputationss Anilin. in compendiumredaätss, ökc. , decaä. I. memor. ^Lt. *

(sothon, wurde ein theil von dem Hafen zu Carthago genen-net, indem derselbe in z. theile unterschieden war, welche hiessenByrfa, Megara und Eothon. Strabo und Appianus habendenselben ziemlich genau beschrieben. Festus und Servius berich-ten , daß die Africaner alle Hafen, welche durch menschliche kunstoder hülffe zugerichtet worden, also genennet hätten. Bocharthält dafür, daß dieses Wort, weil es weder bey den Griechen nochden Römern im gebrauch gewesen, von dem Hebräischen worteüacam oder katkam herkomme, welches heißt schneiden, hauenund dergleichen bequeme Häfen verfertigen. Der Hafen von Adru-meto, einer andern Afrikanischen stadt, so von den Phöniciernauferbauet worden zwischen Carthago und den Syrten, wurdeauch Eothon genennet, wodurch Festi meynung bekräfftiget wird.Z'est«/. , in En. I. Kr-aL», Iil>. XVII. kun.

Drod. Kc. üb. III. Kür. äs bello Lkric. Lsc-ar-r. kllaleg. *Eothurno, (Bartholomäus de) ein Cardinal, gebürtig ausdem Genuesifchen gebiethe. Nachdem er das von seinen änli-chen eltern ererbte ansehnliche vermögen unter die armen ausge-theilt , trat er noch gantz jung in den Franciscaner-orden, undward darinnen ein nicht weniger berühmter Lehrer, als Predi-ger. Wegen solcher gaaben erlangte er das Ertz - Bißthum vonGenua, und den r6. sept. an. i; 78 . erhub ihn Urbanus VI. zuder Cardinals-würde. Nach etlichen jähren schöpfte dieser Papsteinen verdacht wider ihn, und tractirte ihn deswegen sehr hart.Wiewol ihn nun der König von Neapolis, Carolus von Duraz-zo , wiederum aussöhnte, so ward er doch bald hernach vonneuem beschuldigt, daß er anfchläge wider Urbani VI. leben ge-macht, und dannenhero, aufdessen befehl, den n. jan. an. i;8;.zu Luceria m verhafft genommen, auch endlich nach harter Pei-nigung , wormnen er alles gestanden , im dec. des gedachtenjahrs, zu Genua, nebst 4. andern mitschuldigen Cardinälen, indem meer ersauft. Er soll Summam Ilieolagicam, LostillamSermonum Sacrorum, Lommewtsris in Lawücs Lanticoruw,

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und andre dinge mehr, geschrieben habe», ---«ttiae- eieneN-

din. , elog. clsr. LigUium.

eloZ. Lard. ord. Istin. an. lVIinor.

('OTMXXV8 . war bey den Griechen und Römernart von schuhen oder stiefeln, welche wenigst bis an das v'bein giengen, und sowol von manns - als weibs-personen wten getragen werden. Um deren gestalt sind die Gelehrteneinig, man kan auch aus Mangel ohnfehlbarer Nachricht «'^gewisses sagen; die färbe war mehrentheils purpur-roth. ^wurden sonderlich getragen von denen, die auf der tragovie«^ ^ten, I daher cmtmrmis ein hoher ilylus oder redens-art henp-^und auf der jagd waren; jedoch mit diesem unterscheid, da» ^ne sehr hohe absätze hatten, diese aber nicht.cslceo c. , lik. VLXXXIII. VLXXXIV. *

. * Lottgnac, ein Französischer flecken in Provence ,dem flusse Argens, drey stunden von Brignole gegen nord-wen.Etliche OeoZrapbi nehmen es für das alte MaitawoniuM/ches andre nach Brignole setzen.

' (fotile, ein kleiner fluß inCalabria cicra in Neapolis/in den fluß Crate fällt. ^

Cotin, (Charles) war von Paris gebürtig, und hat stÄseine beydes in gebundener und ungebundener rede verü(Aschriften, sowol als durch die streitigkeiten, die er mit Untersdenen Französischen Gelehrten gehabt, bekannt gemacht-1656. erhielt er eine stelle in der Lcsdemis krancoils., eine > ^eine Zeitlang sehr beliebt und hoch geachtet. Seine ;-wurden häufig besucht, und er selbst war sehr werth im!>wiewol jedoch das erste nach den satyren des Boilea» Mnoch anderer Zeugnis nicht lange gewahret hat; dabeydoch den rühm giebet, daß in seinen predigten fonsten r»ck s ^gewesen , nur daß er wegen menge der fachen und gedanctt"'^er vorbrachte, gemeiniglich etwas dunckel gewesen. Erdem Uücel von Lnremburg und dem von Rohan beyselle, des Hertzogs Gaston von Orleans ältester tochter,Hertzogin von Rohan, freyen zutritt. Kurtz, man sahe w'einen geschickten und gelehrten menschen an, weil er aber ^seiner stoltzen und eingebildeten art nicht vertragen konnte/.Mman ihm seine geschicklichkeit in predigten, mit der er ain n^j,Prahlete, streitig machen wollte, so verfertigte er widerleau eine satyre, und darauf eine schrift unter dem titul:'

tigue clesinterellee für les Sstires äu tems , in welcher er

selben mit einer sehr unbescheidenen art einen Haussen ^ler vorwarf. Dieser nahm hierauf gelegenheit, ihn in sE^rchren,wo es sich nur wollte thun lassen,auf alle art und wem"zuziehen. Doch dieses hätte vielleicht feiner ehre noch nE' xc»abbruch gethan, wann er nicht in die Hände des Möllere/ 's hje,er sich auch zugleich mit gewagt hatte, gefallen wäre; oew cesser stellte ihn nun vollends in der comödü, les femmesgenannt, unter der Person des Tricotin, welchen nahmennach in Trissotin verwandelte, so lächerlich für, (wobey > fFein kleid des LKbe Cotins, so der gröste theil der zufchauernet, und Möllere listiger weise durch einen knx>i-r vewhatte, gebraucht ward,) daß die leuthe auf einmal aller"gehabte Hochachtung zu verlieren, und sogar seine beste«sich seiner deswegen zu schämen anfiengen, wodurch er oer>niedergeschlagen ward, daß er sich nach der zeit fast <iflmehr sehen ließ. Er verstarb an. 1682. Unter andernihm als einem Lbke und Prediger insonderheit sein allZw ^ Mund emsiger Umgang mit frauenzimmer getadelt, auf och «Mdoch selbst sehr viel zu gut zu thun pflegte. Er ha* Urisic"lieber Jeremiä und das Hohelied, wie auch nebst andern^unter dem nahmen IKeoclee einen philosophischen n-

'.paralleles des anciens <L des modernes ^1,

fes lom. I. 0t-r,r-7er de öor/e««, tow-beür. , «8:c. * yll^

Cotison, ein König der Dacier, fiel in Pannonienwurde von dem Römischen General-Lieutenant, EU o-'tulo, unter der regierung Augusti erleget. Abraham Mrichtet in seinem tractate von der Niederländischen wr«^ HAdas wort Cotison von dem Teutschen Worte GOttcs' " ^ rikkomme, weil des gedachten Königs in Dacien kmoervornehmsten des Reichs die leuthe gern bereden wolne« ,.2

Lazi/e , reponfesLeckres dk

aus dem geschlechte der götter entsprossen waren,alles gar zu ungewiß.

(fotitto, siehe Lotys oder Cotyttc». ,^

* (fotogno, eine kleine Italiänische stadt «m tha» ,und an dem fluß Taro, dem Hertzog von Parma gev ^

* Cotomero, eine von den kleinen Antillen in oe

nächtigen America. ^llcheii»^

, heißt in Indien der Richter der petM^stlEbrechen. In der Türckey werden diese leuthe Solwaw ^Persten Daroga genennet. Dieser Richter aber ran" ^ m

tobe verurthetlen , wann er nicht zuvor einen erm «^, aKönig abgeschickt, um zu vernehmen, wie er es rmdas leben verwircket , wolle gehalten haben. AI aefcbckl,,muß für alles rauben und stehlen, so in der stadt m«p.^gut seyn, weswegen er sich gewisse leuthe hält, gern"Häuser haben, und des nachts dreymal runden M .

UM o- um mitternavlit. und um 1 . ubr. - b -

Utrecht