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Zweyter Theil. Bi - C.
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Eanget seyn, wenn er nicht wäre taub und dannschero ge-lungen worden, sich diesen bedienungen zu entziehen. Er""am also ein Canonicat in der kirche zu Toledo, darinnen er8clioIMLU8 wurde, und starb daselbst im ausgange desan. 1602. im acht und siebenzigsten jähre seines alters. Sei-U'chriften anlangend, hat er äe .jure stegni Lusttälüci ge-Meben, ausser daß er feinem bruder die vääss Xelolutiones^fertigen helssen. >L HM. scripr. Ullpän.

Ze leript. stee. XVII. e!o§. K-rra», bibliotli.

g. Covarruvias , ( Didacus) Bischoff zu Segovien, und^'asident im Rathe von Castilien, war zu Toledo den 2;. jul.

gebohren. Sein vatter hieß Alphonsus äs Covar-ryvras, von einer landschafft in der viosees Burgos, davonr'ese familie den nahmen führet. Er studirte nebst seinem bru-7,^ Antonio die Rechtsgelehrsamkeit zu Salamanca, und lehr-2 daselbst das kKirchen - Recht. Hierauf wurde er Richter zuKargos , und endlich ein Rath in dem Ober-Gerichte von Gra-Ma. Der Kayser Carolus V. ernennete ihn zum Ertz-BischoffM St. Domingo in der insulHispaniola, welches er aber aus-Mug. Hingegen bekam er an. 1559-von Philippo II. demKö-?tge in Spanien, das Bischoffthum Ciudad Rodrigo, und wur-er an. 1560. den 28. april daselbst eingeweyhet. Einige zeit^rauf gab man ihm commißion die Universität Salamanca zuAormiren, und nachmals muste er dem Loncilio zu TridentM beywohnen, woselbst er grossen rühm erlanget hat. Wie er,enn an den äsersäs der reformation nebst dem Hugone Buon-«?wpagno, der hernach unter dem nahmen Gregorius XIII.Mpst worden, arbeitete, der auch nachmals eine grosse Hochach-tung gegen den Covarruvias bezeuget. Nachdem er an. 1-164.Merum nach Spanien gekommen , ernennete ihn der KönigM.lippus II. zum Bischoff von Segovia, und an. 1572. zum^wsidenten des Raths von Castilien ; endlich wurde er auchMn Bischoff von Cuenca denominiret, starb aber, ehe er dieses^sschoffthum in besitz nehmen konnte, zu Madrid den 27. sept.M. 1^77. Er war in allen wissenschafften, sonderlich aber in^ Rechtsgelehrsamkeit, so wohl versiret, daß man ihn auchArtolum üLspÄliisum genennet hat. Seine schriften sind inM.ch volum. in fol. zusammen gedruckt. ^ , äntig. Uisp.

L bibl. Uisp. äe Icript. stee. XVII.

-ckvr/«,, Oranä. äs Näär. Le.

Coubels , lat. Oyukällä, ein Holländisches fort auf derM Amboine, einer von den Moluckischen.

. * Louches, lat. Loleks, eine stadt in dem Hertzogthum Cha-b°'vis , allwo an. 1469. Claudius äs Montagu und Herr vonLuches ein LollsZium Lsnorlieorum vor einen Probst und fünf^voiÜL08 anlegte. äonLt. 8 eIg.I.l;i. sä eum ib.s,* Coucy, lat. Locyscum . ein flecken nebst einem schloß in^äs krsnss, zwischen Soiffons und Fere.

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s. Eoucv, ein berühmtes geschlecht in Franckreich, so vor die-

in /.»nNsn» n?ni?a-n. lind Irinen nakmen von

Nam^anIII , Radulphus ll. der an. 1250. in der schlacht bey^ geblieben ; und weil derselbe keine erben hinterlassen,skxx ^"ne brüder ohne erben gestorben, heurathete seine schwe-»iit ^elheit Arnoldum III. Grafen von Guines, und zeugte«lsy demselben Enguerran V. Herrn von Cvucy, von welchem^dere stamm dieses geschlechts fortgepflantzet worden;der Ech merckwürdig sind: Enguerran VI., Enguerran VII.

v/r wichtige bedienungen gehabt, und bey dem Könige Ca-?avon wohl gestanden. Er hatte zwey gemahlinnen,^rrd Jsabella war, Eduardi III. Königs in Engel-

4 dqs vn» er, die andere gleichfalls Jsabella, Johannis I. Her-Kzeuo7? Lothringen,, tochter; hat aber mit beyden nur töchter-'üe st/ davon die älteste, Maria, nach ihres manns Henri-Aerko?^ tobe, Coucy nebst andern an. 1400. an Ludovicum,UM „ D.-Orleans, verkauffet hat. Aus den andern zweigenMoss-.,.'cknechts sind auch unterschiedene berühmte leuthe ent-Retz,E Rudolphus äs Coucy, der an. i;8?. Bischoff zuunv an. 14c;. zu Noyon wurde; Gerhard äs Coucy,Bischoff zu Amienswar, und Enguerran, ders-r ,"ölschoff zu Lyon war. bik. äe Loricy.

M. 14- äe8 lVläikillullr. äs klcsrä. < 7 ^a«oE ^'^27,lid. VIII. c.7. L« <7Le»e, bist. äs Vrcvx ; äe Lliä-7 ^ bitt. äe kläre. D«

Le.

(Enguerran III. von) mit dem zunahmen der7"lgnss> der schlacht bey Bovines an. 1214. that er PhilippooAmaii^Mwnste, und das folgende jähr begleitete er denNa„d, g^n König Ludovicum VIII. auf seinem zug nach En->Ml,q»^ward aber an. 1216. von dem Papst Honorio III. inödster, ' weil er die landschafften der kirche von Laon ver-den vscannm derselben gefangen genommen hatte,r>» "er x/^^er als an. 1218. von dem bann wieder befreyet. Un-Ludovici Laneii verband er sich mit Henrico III.d^^heok^d und Petro von Bretagne, wie sie vorgaben, wi-8 Eönia Grafen von Champagne, in der that aber nur

" alten.ie cronezu bringen. Ja man findet so gar inÄKcV» wcken, daß man unserm Enguerran von Coucy"vr.Lenn«/,. Theil.

die crone angeboten, und ihn auf den thron zu erheben ver-sprochen. Aber die Königin Blanca zerstreuete durch ihre klug-heit diese partey gar bald, und Coucy muste, da er mit demKönige ausgesöhnet ward, demselben wider den gedachten Gra-fen von Champagne, der König in Navarra worden war, undwider Hugonem, Grafen äs la Marche, der sich mit Hen-rico III. In Engelland verbunden, dienste leisten. Er starban. 124;. Er hat sich zu dreyen malen vermählet, aber nur vonder letzter« gemahlin einen söhn Radulphum II. gezeugt, derohne erben verstorben. 2)« <A>e«e, bist. äe lä Nallon äs Loue/.

Ltc.

Coucy, (Enguerran IV. äs) Herr von Coucy, war derjägerey auf eine so ausserordentliche art ergeben, daß er auchnicht leiden konnte, daß ein andrer nebst ihm dergleichen ergö-tzung hatte; wie denn erzehlet wird, daß er drey junge Edelleu-the aufhencken lassen, weil er sie m seinem geholtze mit Pfeilenschießend angetroffen. Der Konig Ludovicus 8-mÄus wollte ihndieser unmenschlichen that halben gebührend abstrafen, alleinseine freunde legten eine vorbitte für ihn em, und erhielten end-lich noch sein leben, jedoch mit dieser bedingung , daß er zweycapellen stiften, und iosoo. pfund zu auferbauung des Hospi-tals zu Pontoise geben sollte. ^2er«)-, bist. äs 8. Louis.

to«ete, IM. äe Loue^.

Coucy , (Enguerran VII. von) Graf von Soissons undBetfort, war einer der angesehensten Herren in dem Königreich.Er muste nebst andern geißeln nach Engelland gehen, um dengefangenen König Johannem zu erlöset!. Daselbst machte ersich bey dem König Eduardo III. so angenehm, daß ihm dersel-be die Grafschafften Betfort und Soissons, und seine tochter zurehe gab. Als er bey seiner Wiederkunft in Franckreich sahe, daßder krieg von neuem angehen würde, wendete er sich, um nichtwider seinen schwieger-vatter dienen zu dürfen, nach Italien,und ergriff da Papsts Gregor« XI. partey Wider BarnabamVisconti, kam aber doch endlich wieder nach Franckreich, da erbey gelegenheit eines zwischenEngelland und Franckreichgemach-ten stillstands mit einer grossen menge des damals müßigenkriegs-volcks von beyden nationen gegen den Rhein zog, umsich wegen seiner mutter Heurath - guth satisfaction zu schaffen,welche Leopoldi I. Hertzogs von Oesterreich tochter gewesen,und wegen ihrer aussteuer auf die Vorder - Oesterreichische lan-de , als das Elsaß und Ergöw sollte seyn verwiesen worden.Das Elsaß wurde dermalen jämmerlich von diesen leuthen ver-heeret, und Hertzog Leopoldus von Oesterreich samt denenihm zu hülffe gekommenen Grafen und Herren börste sich vordieser grossen macht nicht im selbe sehen lassen, sondern enthieltesich zu Breysach. Da aber dieser Hausse weiters hin in dasErgöw und die Schweitz zogen , und sich wegen Mangel Pro-viants an mehrere orte zertheilen musten, wurden sie von denland-leuthen da und dort, sonderlich aber bey Frauenbrunndurch einen nächtlichen Überfall tapfer geklopfet. Und weil sieauch keinen besten ort hatten mögen in ihre gewalt bringen , sozogen sie mit viel kleinerer anzahl, als sie kommen waren, wiede-rum zurück, litten auch im Elsaß und den Lothringischen gedür«gen nicht wenigen schaden» Als hernach dieser Enguerran En-gelland nicht zum frieden bringen konnte, nahm er öffentlichseines Königs partey, der auch mit seinen diensten so wohl zu-frieden war, daß er ihn zum Connetable machen wollte, wel-ches er aber nicht annahm, sondern den Olivier äe Elision , alsden allergeschicktesten , dazu vorschlug. Gleichwol ward erGouverneur von Picardie, und Carolus VI. brauchte ihn z«verschiedenen Verrichtungen in Bretagne und Savoyen. Endlichmuste er auf bitte Philippi des kühnen, Hertzogs in Burgund,seinen söhn Johannem auf einem zuge wider die ungläubigen be-gleiten , welcher aber so übel gelung, daß die Christliche armeean. 1196. bey Nicopoli geschlagen, und er mit vielen vorneh-men Herren gefangen ward, auch das folgende jähr starb. Erhat sich nach dem tobe der Englischen Printzeßin noch mit derJsabella aus Lothringen vermählet, verließ aber von beydengemahlinnen nur töchter, und ist das männliche geschlecht derervon Coucy mir ihm ausgegangen. vol. I. c. ;o?.

;2z. 324. vol. II. c. 17. D« bist. äs Is, Äläilori äs

Loucx. ip. 6ce.*

Coucy, (Renaldus oder Radulphus) Herr von Coucy,lebte unter Philippi Augusti regierung, und erwarb sich durchseine tapferkeit und geschicklichkeit einen grossen nahmen, in-massen er einer von den tapfersten krieges - Helden und berühmte-sten Poeten zu seiner zeit war. Als er den gedachten König aufseiner reise ins gelobte land begleitete, starb er an einer wunde,die er in der belagerung der stadt Acre an. 1191. empfangen. Erbefahl, da er seinen tod fühlte, sein Hertz einer gewissen Dame,die er geliebet, nach Franckreich zu bringen. Es ward abervon dem manne derselben aufgefangen , und ihr zu essen gege-ben , worüber sie sich nachgehends zu tode gehungert.

äes sneienskost. kräng. L« LVsr« ä« KM. kräng.

Coucy, (Thomas von) Herr von Marie, war einer vonden besten und erfahrensten Kriegs-Officierern in Franckreich,unter der regierung Ludovici VI. Allein eben dieses, wie auchsein grosses vermögen und seine vornehme freundschafft, verlei-teten ihn, daß er, ungeachtet der scharfen Königlichen Verord-nungen , die einkünfte von den ansehnlichsten geistlichen 8ens-Keiis in der Picardie sich zueignete, auch noch darzu gar grossegrausamkeiten hierdey ausübte. Balderic, Bischoff von Laon,

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