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that ihm deswegen gar nachdrückliche Vorstellungen, und ließendlich gar den bann wider ihn ergehen. Allein Coucy warddarüber so erbittert, daß er diesen Prälaten in seiner Bischöff-lichen Wohnung mit einem dolch erstach, ihm den finger, wor-an er den Bischoffs-ring trug, abschnitte, und die stadt Laon,auch insonderheit die kirche zu unser lieben Frauen, mit feuevanstecken ließ. Der Papst schickte wegen dieser that einen ab-dnderlichen Legaten in Franckreich, und der abgedachte Königieß den Coucy nicht nur seines Adelstandes verlustig erklären,andern auch im bildnis exequiren. Er war aber mehr bedachtich zu rächen, als zu demüthigen, überrumpelte demnach dielädte Crecy und Laon, ingleichen Nogent nebst andern schlös-ern, und legte garnison hinein. Endlich zog der König or-^ »entlieh wider ihn zu selbe, und belagerte ihn in seinem schloßCoucy. Wiewol er sich nun als ein verzweifelter mensch darin-nen wehrte, so ward er dennoch in einem ausfall verwundetund gefangen. Seine wunde und sein innerlicher Verdruß ver,ursachten, daß er zu Laon in dem gefängnis starb. Der AbtSuger schreibt, daß er, da er seinen köpf aufheben wollen, umdas heilige Abendmahl zu empfangen , sich den hals verdrehethabe, und also gestorben sey. , bist. äs Lrrmee,
rom. II. p. 77.
* Coudre, eine stadt in der Savoyischen provintz Chablais,ohnweit dem Genfer-see. Sie hat den titul eines Marggraf-thuins.
Coudreßn, ist ein an dem Neuenburger-see gelegenes Ber-uerisches stabilem, iw'das amt Wifflispurg gehörig. Ist imkrieg an. i?;6. an Bern gekommen. *
Coventry, lat. Lovemrck, eine stadt in der GrafschafftWarwick , an dem kleinen flusse Sherburn, welcher sich nichtweit von dar in den fluß Avon ergieffet. Bemeldte stadt hatden nahmen Coventry von einem Convente oder kloster bekom-men , welches dafelbst von einem Dänischen Könige gestiftetworden. Dieses kloster nebst dem von Liechfield dahin versetztenBifchösslichen sitze, hat dieser stadt grossen reichthum zuwege ge-bracht. Ob sie aber schon anjetzo weder kloster noch Bißthummehr hat, sondern dieses eingegangen, und der stadt nichtsmehr als das recht darzu noch übrig ist; so ist sie doch nochimmer ein sehr wohlhabender ort wegen der Handlung, die siein der dasigen gegcnd herum treibet. Sie liegt so bequem, undist so zierlich gebauet, daß sie weit mehr, als eine andere der-gleichen im lande liegende stadt besuchet wird. Sie gehörte vordiesem dem Grafen von Ehester, hernach bekam sie der Grafvon Cornwall, Johann von Eltham, welches den bürgernmehr Vortheil als Verlust brachte. Denn König Henricus VII.that noch einige nahe dabey liegende dörfer hinzu, und machteWann daraus eine besondere Reichs - Grafschafft, die vonWarwick unterschieden war. Solcher gestalt nun geschahe es,daß Coventry, ungeachtet es innerhalb den Warwickischen gren-tzen lag, dennoch von solcher Grafschafft nicht dependirte. Indem ersten jähre der Normannischen eroberung wurde dieser ortgleicher gestalt eine Graffchafft in der Person Edwini eines Sach-sen , mit welchem aber dieser titul zugleich starb , und bis zu desKönigs Jacobi I. zeiten begraben lag, da George Villiers, desletztem Hertzogs von Buckingham vatter, zum Hertzoge vonBuckingham und Grafen von Coventry an. 162z. gemacht wur-de. Aus dieser stadt waren Gualterus und Wilhelmus von Co-ventry gebürtig.
* Coventry, ein altes nunmehro Gräfliches geschlecht in En-gelland,welches aus der Grafschafft Warwick ursprünglich. Wil-helmus Coventry von Coventry war an. 1445. Lord-Major vonLonden , und stammte von ihm Thomas Coventry, ein vatterThomä und Waltheri. Thomas ward von Jacobo I. zum Rit-ter, und unter Carolo I. zum Lord Groß-Siegelverwahrer, auchan. 1628. zum Lord Coventry von Ailesborough in der Graf-schafft Worcester gemacht, erwarb sich durch seine geschicklichkeitund redlichkeit einen grossen rühm, schrieb in dem Englischenvon Cantzley-bedienung und einige Parlements-reden, war abersonst von keinem besondern geist , und starb an. 16; 9.
Seine kinder waren: 1.) Thomas. 2.) Elisabeth, eine gemahlinIohannis Hare. ;.) Johannes. 4.) Henricus. 5.) Wilhelmus,von welchen dreyen ein artickul folget. 6.) Francifcus. 7.1 An-na, eine gemahlin Wilhelmi Savile von Thornhil. 8.) Maria,die an Henricum Fridericum Thynne von Lonylete. 9.) Mar-garetha, die an Antonium Grafen von Shtapsbury, rc>.) Do-rothea , die an Johannem Packington von Westwood vermäh-let worden. Thomas starb an. 1662. und verließ Georgiumund Thomam. Georgius zeugete mit Margaretha, einer toch-1er Iohannis , Grafen von Thanet, Margaretham , eine ge-mahlin dl. Grafen von Wiltshire, und Johannem, welcher an.1687. vermählt starb. Ihm fuccedirte feines vatters bruder,Thomas, welcher an. 1697. von Wilhelms III. zum VicomteDmhurst in Glocester, und zum Grasen von Coventry in War-wlck gemacht ward. Seine söhne waren Thomas und Gilbertus.Thomä söhn, Thomas-, den er mit Anna Somersit, einer roch-ier Henri«, Hertzogs von Beaufort, gezeuget, starb in der lu-gend, und also erbte ihn Gilbertus, der an. 1719. ohne männli-che erben verschied; woranfihm Wilhelmns Coventry, ein en-ckel des obgedachten Waltheri, in seinen würden folgte. Dieserwar Lukos tkorulorum in der Grafschafft Worcester, und unterGeorgio I. und Georgw n. mitglied des geheimen Raths , undzeugete mit Wen drey söhne. Ni-e c-wx. rom. I.
* Coventry, (Henricus, Johannes und Wilhelmus )wren drey brüder, die sich in Engelland unter Caroli H. rMfru Hauf besondere weife hervor gethan. Ihr vatter war ThomCoventry. Henricus Coventry ward an. 1667. zu den krauAnach Breda, als Gevollmächtigter , an. 1671. aber als amivrdentlicher Ambassador nach Schweden gesandt, und nacy»ner Wiederkunft zum Staats-8esretsrio gemacht, welches»er bis an. 1679. verwaltet. Er hat dem Konig allemal i"heilsame rathschläge gegeben , auch ihn, ob er gleich deine snicht gefolget, doch in dem Parlement allemal zu entschuldig Igesucht. Der Hertzog von Aorck, zu dessen entfernung.adem Reich er dem Könige gerathen, ist sein unversöhnlich,feind gewesen. Johannes war Ritter vorn Bade, und ein »'glied des Unter-Hauses, jn welchem er von des Königs «es,Händeln dereinst mit solcher freyheit geredet, daß ihn der K.o>»an. 1670. des abends auf der gaffen anfallen, und die naie"schneiden ließ, welche ihm gleichwol hernach sehr geschicktder angeheilet worden. Das Unter - Haus empfand dieses vfahren so übel, daß es durch eine besondere bill die, so es^werckstelliget gehabt, aus dem Reich verbannte, und deMUnig die gewalt benahm , ihnen gnade widerfahren zu lauWilhelmus war anfangs bey dem Hertzoge von Aorck 8ecr«
' - und kam an. 1668. in des Königs dienste, der ihm
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aufsieht über feine einkünfte anvertraute. Er befaß eine ^ungemeine geschicklichkeit, und man glaubte, daß er dernehmste Minister werben würde; allein, weil er auf keines!zu bewegen war, sich gegen des Hofs ablichten gefällig zugen , und sich mit dem Hertzog von Buckingham so arg uo ^worffen hatte, daß sie einander zum duell heraus forderteni 'hward ihm der Hof verboten: dahero er auch nach der zelt'man ihm gleich sehr wichtige ehren - stellen angetragen/ Achannehmen wollte, sondern sich in dem Unter - Haufe mitsem eifer den Unternehmungen des Mmstsrü widersetzte. ^starb den rz. junii an. 1686. an dem pvdagra immageu^die lUeäiLi vor einen stein gehalten. Von seinen sthrifles ^sonderlich: Tke Lkarsicker ok a «immer, darinnen er voll «religion, gouvernement und auswärtigen affairen schr ^schreibt, nicht unbekannt. Er war ein sehr tugendhafter^,redlicher mann, und besaß dabey eine grosse beredtsa«« yauch eine vollkommene erkänntnis der Englischen gefetzf ,der Staats - Verfassung. 0/ ^ ^
tom. III. kick. des derniere8 revolution8.
Covet, (Iacobus) ein gelehrter Franzose, ward zu ^ris um das jähr 1546. gebohren. Wegen der Reform« ^religion, die er angenommen, kam er nach Basel, und w ^an. i;88- Prediger der Französischen kirche daselbst.seine geschicklichkeit, klugheit, wohlredenheit, und eiser ^die reine lehre kam er in groß ansehen, und wurde vonschiedlichen Fürsten verlanget. Er starb den i8- jan.nes alters zwey und sechzig jähr zu Basel, und hinterließkinder. Von demselben hat man im druck: Tracks äs l»deckinstion; de,juiliiic:uions. Sein tractat de ObruUfkuckione ist F. Socini werck de Lkricko Lervstors einverund aus folgendem anlas verfertiget : Covet traf zu^jstjF. Socinum in feiner Herberg an, und fiel die rede aui ^^ii,aenugthuung. Als sie hierüber nicht konnten eins x»übergab Socinus demselben seine meynung in einerfchrift, welche Covet mit sich nach Franckfurt nahm, d«^des folgenden tags abreisete: und sandte ihm hernach en'^„sftändliche Widerlegung vorgemeldter schrift: worauf ^ jnin antwort sein so bekanntes werck de ,s. 6. Lervacor ' ^welchem er zuerst seine besondere neue meynung von »niigrhuung Christi mit allen seinen gründen erofner/., A-gefertigel. Sonst hatte auch Covet zu Basel mit einem ^ pjescaille, welcher die verworffene meynung C. Auberu,vor GOttes Richterstuhl gültige gerechtigkeit ein m demschen befindliche qualität sey , verfochten, viel zu «hufe«^§ßsuchte ihn davon abzuführen. epckspck. «Nli-^ .
kleine Basier - chronick. prüfst, in libr. de 8er .
* Covesnon, vor zeiten Lerra genannt, ein kleiner sBretagne. Er lauft bey Fougene, Antrain rc. voroev ^ Mvon bannen durch Pont-Orfon in Normandie, undendlich in den canal bey der kleinen insul St. ^
* Cougha, eine stadt jenseit der aquinoctial- ume/^jchl
mehr gegen füden als Gongom gelegen; nach de«
Edrißi liegt sie von dieser letzter» zwanzig tag - ibisI
wird das holtz gefunden, welches die Araber «u Gil-das ist, schlangen-holtz nennen, und in Portugie «m, ,
che ?slo de Lobra gcheissen wird. Einige wolle ^„edieses holtz ziehe die schlangen an sich, und o
das gift, andere aber sagen, es habe die tugend o«,verjagen. O'tckvi-e/or, bibl. Orient. ^ 0 »».
Covilhaon , ist eine kleine stadt in Portufl^ejlprovintz Bcira, aber um deswillen merckwurowre jurisdictwn sich über dreyhundert und sechzig ^^flecken erstrecket, dergleichen von keiner andern l >-von Lisabon selbst nicht kan gefagt werden, c-Iice8 de korwZzl. defeript. I.«lrt.
LOVIXI8, war bey den alten Römern u^gemern ein bedeckter wagen, auf welchem ste ««