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rien theil kam? womit ernachRomreisete. Als er nun nachverthanem gelbe daselbst gern wieder mit ehren weggewesen wä-re , wies er übermal falsche briefe von seinen eitern auf, dieihn zurücke beruften , traf aber unterwegens eine gewisse Damean, die mit ihrem manne streitigkeiten hatte / und deswegennach Rom zog; mit dieser reisete er zurück, beförderte ihrenvergleich durch seine freunde, und machte sich dergestalt bey ihrbeliebt, daß sie ihn mit nach Paris nahm, und ihm daselbst dieexercitien erlernen ließ, worauf er bey ihrem manne eine weileals Stallmeister diente, der ihn aber, als er erfuhr, wer erwar, von sich ließ, und ihm eine Lieutenants - stelle unter dem'Fürstenbergischen regiment verschaffte. Weil er aber seinenHauptmann erstach, muste er dienste unter den Teutschen su-chen , und ward zwar dereinst von einer partey Franzosen gefan-gen , entkam aber derselben durch die flucht, ehe er erkanntwurde, worauf er Rittmeister ward. Nach dem frieden bekamer erlaubnis seine freunde zu besuchen, und traf von ungefehrden obgemeldten einsiedler an, dem er das vorgestreckte geld wie-der bezahlte. Nach seiner Wiederkunft in Teutschland hätte erzwar gerne eines von den neuen regimentern gehabt, die derKayser gegen die Türcken warb, muste aber mit einer Officier-stelle unter dem Castelischen vorlieb nehmen. In solcher bedie-«ung wohnte er dem entsatz von Wien bey, und heurathete her-nach , mit bewilligung des Kayserlichen Hofes, die Wittwe desGrafen von Rimdurg, die ihm grosse güther und das von ihremmanne ererbte geheimnis gold zu machen, mitbrachte. Kurtzdarauf zogen ihn die Venetianer in ihre dienste, und gaben ihmein regiment dragoner, mit welchem er sich in Morea wohl ge-halten , daß er auch endlich ö/lsreelnü äs Lsmp, und nach Ko-nigsmarcks tod einer von den commandirenden Generalen ward.Allein an. 1688. ward er im acht und dreißigsten jähre seines al-ters durch einen canonen-schuß gelobtet. vie äs Lour-
don. tom. XXI. p. 142.
* Courcelles, (Petrus äe) ein Franzose, gebürtig vonCardes in Touraine, lebte an. 1561. zu Paris, und war in derHebräischen, Griechischen und Lateinischen spräche wohl erfah-ren. Er hat la Lkecorique Lrsngoile und 1a Lslomaekie geschrie-ben , auch das Hohe Lied Salomonis, und die Klaglieder Je-remiä in Französische verse übersetzt.
* Courcillon, (die Herren von) haben im XII. üeeulo
ihre guther in Poitou gehabt. Die Herrschafft Courcillon kamLurch die Heurath der letzten erbin der ältesten linie an das ge-schlecht der Grafen von Sancerre. Jacobus von Courcillonstarb vordem jähr i?6;. Sein söhn Jacobus, Herr von Dan-geau, ward vom Könige Henrico IV. in verschiedenen Verrich-tungen gebraucht, und zeugte Jacobum, dessen söhn Ludovicusvon Courcillon, Ritter, Marquis von Dangeau rc. ein vatterPhilippi und Ludovici war, von welchen beyden besondere arti-ckul folgen. Philippus zeugte mit seiner ersten gemahlin Fran-cisca, einer tochter X. Morin, Mariam Annam Johannam,eine gemahlin Honorati Caroli von Albert, Hertzogs von Luy-nes , und mit der andern Sophia Maria, einer tochter Ferdi-nand! Caroli, Grafen zu Löwenstein - Wertheim, die wegenihrer schönheit und tugend berühmt, und bey des Dauphins ge-mahlin Lilie ä'konneur war, Philippum Egonem, Marquisvon Courcillon, der bey Malplaquet ein bein verlohr, an. 1710.Brigadier, an. 1712. Gouverneur von Touraine ward, und vonFrancisca, einer tochter Leonori Eliä von Pompadour, eine einigetochter verliesse. , memoir. rom. II. x. 54.
* Courcillon, (Phil. Herr von) Marquis von Dangeau,Graf von Mesle und Cuiray rc. ein söhn Ludovici, Marquisvon Dangeau, that in seiner jugend kriegs - dienste, ward an.1666. Gouverneur von Touraine, und der stadt und demschlösse Tours, gieng an. 1672. mit dem König nach Holland,und ward zu ende dieses iahrs als außerordentlicher Ambassador
. an die Churfürsten zu Mayntz, Trier und Pfaltz, auch hernachan den Modenesischen Hof gesendet, wo er die Heurath desHertzogs von Porck mit der Printzeßin Maria zum stände brach-te. Er diente hierauf weiter im kriege, und erwarb sich, nach-dem er zumal die Catholische religion angenommen, des Königsgewogenheit dermaßen, daß ihm derselbe durch ein Lrever zualler zeit, und allenthalben einen freyen zutritt bey ihm verstat-tete, auch an. 1630. zumNenin des Dauphins verordnete.An. 1685. ward er Lkevalisr ä'konneur bey des Dauphins ge-mahlin , welche stelle er auch hernach bey der Hertzogin vonBurgund bediente. An. 1688. ward er Ritter von dem ordendes H. Geistes. An. 169;. Groß-Meister des ordens von Xü-tre-llame äs Nont Carmel und St. Lazari, und an. 1696.Staats - und Kriegs-Rath. Er ward auch ein Mitglied derFranzösischen Academie, und der Academie der wissenschafften,und starb an. 1720. im 84. jähre seines alters. Er hat ein tag-reMer von des Königs Verrichtungen, und eine abbildung vondesselben eigenschafften in manuscript hinterlassen. Man be-schreibt ihn durchgehends als einen sehr tugendhafften und ver-ständigen mann. Äemoires äe c^aA, rom. II. x. 2l. flnna-Ie5 äs ls Lour L äe ksris, tom. II. p. ) 22.
* Courcillon, (Ludovicus) so unter dem nahmen des Abtsvon Dangeau bekannt, war ein bruder Philippi, Marquis vonDangeau, und ward an. 1667. als außerordentlicher Abge-sandter nach Polen gesendet. Nach seiner zurückkunft bekannteer sich zur Cathonschen religion, ward an. 1680. Abt von Fon-taine-Daniel, und an. 1710. von Clermonk, war auch Prior
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von Gournay und von St. Arnoul , und ern NtttglledFranzösischen Academie, und der Academie der k'covrm «Padua. Er ward von Jnnocentio Xll. zum Cammer-I",cker ernennt, hat aber diese würde niemals in besitz genommund ist än. 172;. in dem achtzigsten jähre seines alters Mben. Er besaß viel wissenschafft, und ließ sich die befördern vder gelehrsamkeit auf mancherley weise sehr angelegen nrwie denn auch alle freytage bey ihm eine znfammenkunsl" ,verschiedenen Gelehrten gehalten ward.. Übrigens aber gn.man ihm schuld, daß er allzuviel zeit und geld auf sein vergigen gewendet, daher ihm der König auch niemals ein .geben wollen. Seine schriften sind: Dialognes für 1'exmeo.äs Oisu , 1u kroviäence <L In Xeligion; Lllnis äe 6rr>wrkre; les Principes äe Ll'-ckon ; 6eogrspkis tnüorigue '
welche alle ziemlich rar sind, weil er nur wenig exempiarndie er seinen guten freunden ausgetheilet, drucken lassen. "nnles äs In Lour <L äe knris, tom. II. x. Z2). Gel. SkttN
gen, 172;. p. 4?o. ^
Courcy, eine gewisse familie in Jrrland, welche vondencktichen jähren Herdas Privilegium hat, daß diejenlsse,'von derselben herstammen, sich in gegenwart ihrer KoN'S^wenn diese in Jrrland sind, bedecken dürfen. Diese ftevdsoll einer von ihren vorfahren, ein Freyherr von Kinsale,langt haben; unter welchem Könige aber, und zu welcherist ungewiß. Oe kill. ä'Lnglec. tom. I. p. 777 - .L
Courouk, wird in Persien dasjenige verbot genennet, nAwelchem sich keine manns-person auf dem Wege, den desnigs weider paßiren, befinden darf. Denn wenn eine man!'per>on eine von des Königs weibs-personen anflehet, kostetsolches das leben. Es wird solches verbot auch bisweilen a §gewisse, waaren erstrecket, welche man alsdann niemand -dem Könige verkaussen darf. voiage rom. il. ^
* Court, (Carolus Cato äe ) ward zu Pont-äe-Van^Franckreich von Carolo äs Court und Anna äe Saumasse-'^mertz an. 16,-4. gebohren. Er legte sich zu Lyon mit grE^ernst auf die erlernung der sprachen und anmuthigen nE'tschafften, welche er zu Paris rühmlich fortsetzte. Daraus
er eine reise nach Rom , woselbst er sich die schätze der Vam^scheu bidliotheck wohl zu nutze machte , auch sonst >nMahlerey, bau-kunst und so weiters übte. Nach diesemer entschlossen, nach Griechenland, ja gar bis nach CEL,gehen, ward aber von seinem vatter zurück nach Pari"rüsten, und ihm daselbst die Unterweisung des HeriM- .Manie, eines natürlichen sohns Ludovici XIV. anvertra«.Diesen begleitete er hernach in seinem ersten feldzug vorlippsburg, und starb in dem feldlager vor Vtgnamönt, den jaug. an. 1694. an einem hitzigen fieber. Der Abt Genest''an. 1696. in 8. zu Paris sein leben drucken lassen. .
* Court, (Benedictus ls) lat. Lurrius, ein Französier
Rechtsgelehrter, war von St. Symphvrien-Is-Chateau, e.
klemen stadt im Lyonischen, gebürtig, und lebte im XVs- -
eulo. Man hat von ihm: Lnckiriäion ssuris ucriusgue ^norum ; ingleichen Xortorum lik. XXX. in guibus contlNarborum IMori», Le. wie auch einen Lateinischen und ge'I^aten, dabey aber dennoch schertzhafften Lommsnrarium " ^des Martial ä'Auvergne flrrers ä'umour, welcher auch 'in der letzten Amsterdamer aussage von an. 17; 1. den 6»" ^ten Lrrecs beygefüget worden. eo/a»r« , kill. lirer. äetom. II. ,
* Courtarvel, (Hubertvon) Marquis vonPezsverneur von den schlössern 1 a Muette und Madrid, wie auw ^Reimes, wurde an. 17)4. im jul. von dem König w
reich zum General-Lieutenant der armem ernennet, n«"^ ^er sich bey Parma und Colorno ungemein wohl verhaltem ^lein ben 19. sept. des besagten jahrs wurde er in dem trem^^Guastalla gefährlich verwundet, und gab den 2;. nov-ma seinen geist auf. Er war 52. jähr alt, und hatte1722. den 22. nov. mit Lydia, einer tochter Jacobr 2."von Beringhen, Grafen von Chateauneuf, verhrurkill. Zeneal. tom. IX. p. 228. . _
* Courtche, also nennet man in Persien eine gewisse.von regulirten trouppen. Sie bestehet fast aus lauter cav -und ist niemals minder als ;oooo. mann starck. "mv . hat,dem grossen, welcher sie nach der Hand eingeschra-Asind sie bis auf 80000. gestiegen. Das Wort Courim
met von einem andern, welches verjagen oder zerstreu»'^igtet. Es ist noch heutiges tages das beste volck'in Persien hat. Die soldaten,' so darunter gesteckermüssen alle gebohrne entweder Turcomannen oderseyn, welche schon von ihren stamm-vättern her ern . yciUrisch, starck und erhärtet volck, auch sparsam undselbe gewohnt sind unter sich zu leben, ohne mit and»' -^ate»viel gemeinschafft zu haben. Dieses waren die alten 0 ^0Saracenischen kastore« oder Hirten, die in den mersii^und Persischen Historien so bekannt sind, und d^^,standReich öfters so nahe zu seinem Untergang, und dm» ^er-st) öftere Veränderung gebracht haben, und ihm du"^ »ver-gangene lieculum immer fürchterlich gewesen sind. , AaN"den sonsten auch Kestl-bachS oder Rothköpfe genennu^Cheik-Sophy, der erste König des Königlichen A'azersisiUches im XVII. und am ansang des XVIII. tzculi den -othron behauptet, gab ihnen nach seinen siegen au> zeE