Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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933
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irichrn die freyheit, scharlach-roche sammete müßen zu tragen,wie er selbsten eine trüge, und die man Tag oder eine crone^ftsse. Diese Kesil-bachs oder Courtches bleiben sowol inmedens-als in kriegs-zeiten beständig unter ihren gezelten, und«ehren sich von dem vieh, das sie selbsten auferstehen und ver-kaufen. Abas der grosse fürchtete sich vor ihrer macht,und verminderte, wie gemeldt, ihre zahl, liesse ihren Generalenthaupten, und zerstreuete sie brigaden-weise durch das gantzepersische Reich. Diese völcker sind mit pfeil und bogen, einemguten pferd, säbel und dolchen versehen, neben dem führen sienoch eine lantzen , eine axt unter dem dicken scheuchet, welchean der fattel-gurt angemacht ist. Zu ihres leibs beschützungvagen sie einen schild, den sie an dem rücken anhängen, und?Me bickelhaube, davon etliche stücke von geflochtenem stahl-dratMen auf den feiten über die Wangen herunter hangen. Et-«chc ihrer regimenter haben auch feuer - röhr, welche aber invorn treffen zu fusse dienen, ob sie schon auf dem marsch sichauch der pferde bedienen; sie schlagen sich immer besonders,unter dem commando ihrer eigenen Ossiciers. Ihr General»ersset Courrschi Baschi, d. i. das Haupt der Courtschi, undvlefer muß immer aus ihren Mitteln genommen werden, dannbe unter keinem fremden dienste thun wollen. Diese Court-che und die übrigen regulirten trouppen , welche in den pro«putzen stehen, haben ihren sold an liegendem lande, und ihretvhne folgen hierin» den vättern als in einer erbschafft, es wärebann, daß sie nicht lust hatten, die kriegs-dienste fortzuführen, inwelchem fall es dem König wieder heimfallet, und andern gege-ben wird. So sie sind beruffen worden, müssen sie sich 12. stün-den nach dem gegebenen zeichen bey der armee einfinden, und allelahr einmal vor einem Hof-Depulirten die general - Musterungbusiiren, rc. , vo^sges 6üc. rom. II. PSA. 227.

^.ssourte - Cuisse, (Johann) oder Lrevi Loxs, war vonAlans gebürtig, und ward an. i; 88 . voLIor IKsoloZi» zu Pa-kts , auch an. 1)95. von dieser Universität an Benedictum XII.Und Bonifacium IX. gesendet, um diese beyde zu bewegen, daßne von ihrem recht zum Päpstlichen stuhl abstehen möchten.Er schrieb wider die gültigkeit der bullen des Benedicti, undbewies, daß man allen beyden vermeynten Päpsten keinen ge-horsam zu leisten schuldig sey, durch welche fchriften er sich dieMe eines Königlichen Almoseniers erwarb, und in abweftn-M des Cantzlers Gerson dessen amt vertrat, auch an. 1420.bas Paristsche Bißthum erhielt, welches er aber, weil derAonig in Engelland, der damals Paris innen hatte, nichtwn ihm zufrieden war, verließ, und sich nach Genf wendete,wo er gleichfalls an. 1422. Bischofs ward , wiewol man nicht>«gen kan, wie lange er nach dieser zeit gelebt. Seine vor-Ukhmste lchrift äs kläs, cie Lssleüs, cle 8ummo kontiüssALonsilio, hat clu Pin zu den oxsribus des Gersons dru-ckn lassen. OttLsrlonisng.

, Eourtenav, eine kleine stadt in Gatinois, zwischen Montar-W und Sens, welche berühmt ist, daß eine familie aus dem Kö-«Mlchen Französischen Hause davon den nahmen geführet.

-Courtenay, dasgeschlechte. Die Herren von Courtenay<>«ken unter den Königen aus dem Capetingischen stamme inZkunckreich nicht in geringem ansehen, und besassen nicht allein"'Nrtenay, Montargis, Chateau - Renard, Champignelles,^«niay, Charny und Chantecoq; sondern hatten sich auch durchLkk öftere züge ins gelobte land im Orient berühmt gemacht.

letzte nun von dieser familie, Reginaldus,starb ohne Männ-er erden, und seine crb-tochter Elisabeth wurde an. n;o. anWrnm von Franckreich, den siebenden und letzten söhn deshg wgs Ludovici VI. Lriistl, verheurathet, welchem sie ihrestn/k. Hcrrschafften zubrachte, nnd mir ihm;, söhne und 6.

. ^ugete. Die söhne waren i.) Petrus II. Herr vongurtenay, welcher sticcedirte; 2.) Robert von Courtenay,kvw k>on Champignelles; ;.) Philippus, welcher ohne nach-I.'"wen gestorben; 4.) Wilhelmus von Courtenay, Herr von"wy; Johannes von Courtenay, Herr von Zerre.

Hktrus li. von Courtenay, Graf von Revers , Aurerre undtinn« , Marggraf von Namur, wurde Kayftr zu Constan-ze °^rl, und vermählte sich an. n84. mit Agnes, Gräfin vonei»- §, Auxerre und Tonnere, mit welcher er Mathilden,<Ä,.j gkmahlin Herväi IV. Herrn von Donzy, und hernachqe,'g!wnem IV. Grafen von Forets zeugete. Zu seiner andern«tzaMm hatte er an. nyz. Jolantam, Gräfin von Namur,svh^kllnl V. Grafen von Hennegau, tochter, welche ihm ;.livv„sUnd g. töchter gebohren. Die söhne waren i.) Phl-^^vus , Marggraf von Namur, Herr von Courtenay, der an.Ijch° -unverheurathet gestorben; 2.) Petrus trat m den getst-; ;.) Nobertus wurde Kayftr zu Constanttnopel,1228. ohne erben ; 4.) Henrrcus, Marggrafzu. . "ach seinem bruder Philippo, starb an. 1229. ohne krn-de ö""d;.)Balduinus, so an. 1217. gebohren. Dieser wur-zu Constantinopel, und vermahlte sich mit Maria vonr„ra,"ue, einer tochter Iohannis von Brienne, Königs zu Je-Mli^?"d Kayftrs zu Constantinopel, mit welcher er zeugteVvn ixbum, Herrn von Courtenay , der den titul eines Kayftrsce vn« c!.'""ntinopel geführet, und von seiner gemahlin Beatri-Sici,,,^"wu, einer tochter Caroli I. Komas von Neapolis und§arn,,.^ klne tochter Catharinam hinterlassen, die an. i;c>i. anden, """ von Franckreich, Grafen von Valois, vermahlet wor-""b an. 1 ;v8. gestorben, womit diese iinie ausgegangen.

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RobertuS von Courtenay, Herr von Champignelles, rc. derandere söhn Petri I. von Franckreich, heurathete Mathilden,Philippi, Herrn von Melun kur Zerre und Gelles in Berry,tochter, und zeugete mit ihr i.) Petrum von Courtenay, Herrnvon Conches und Melun, der von seiner gemahlin Petcoiiellaäs Joigny, Frauen von Chateau - Renard, eine tochter Amisciam hinterließ, die an. 1262. an Nobertum, Grafen von Ar-tois, verheurathet wurde; 2.) Philippum, Herrn von Cham-plgneües, der im ledigen stände starb ; Rndolphnm, Herr»von Jlliers und Grafen von Chietti im Königreiche Neapolis;4.) Robertum, Herrn von Damville, Bischoff von Orleans;;.) Johannem, Ertz-Bischoff von Rheims; 6.) Wilhelmum,welcher das geschlechte fortgepflantzet, und 2.töchter. Wilhelmus,Herr von Champignelles, hatte z. söhne und 2. töchter. Nober»tus war Ertz-Bisthoffzu Rheims; Petrus starb unverheurathet,und Johannes sticcedirte ihm. Dieser vermählte sich an. 1290.mit Johanna von Sancerre, Frauen von St. Brisson, dieihm gebohren, i.) Johannem II. seinen Nachfolger; 2.) Phi-lippum, Herrn von Ferts-Loupiere; Robertum; 4.) Wil-helmum, Lanonicum zu Rheims; Stephanum, erwehltenErtz - Bischoff zu Rheims; 6.) Petrum, Herrn von Autry.Johannes II. von Courtenay, Herr von Champignelles, St.Brisson und Bleneau, zeugte mit Margaretha äs St. Verain,Frauen von Bleneau, Johannem III. und Petrum II. welcherihm sirccedirte. Dieser hinterließ Petrum III. Herrn von Cham.pignelles, und Johannem, Herrn von Bleneau. Petrus hattezwar einen söhn Johannem IV. mit welchem aber die linie derHerren von Champignelles verloschen.

Hingegen hat des Petri bruder, Johannes II. Courtenay,Herr von Bleneau, die linie von Bleneau angefangen, und sindunter seinen söhnen zu mercken Johannes III. welcher ihm succe«diret, und Petrus von Courtenay, welcher den neben-jweig vonFerts-Loupiere aufgerichtet. Johanni III. folgte sein söhn Jo-hannes IV., diesem Franciftus, der an dem Hofe Ludovici XII.erzogen worden, und an. i;6i. starb, etliche söhne hinterlassen-de, darunter Caspar der Nachfolger war, welcher 2. söhne hatte,Franciscum, der in Ungarn starb , und Edmundum, welcherdie erbschafft bekam, und an. 1640. dieses zeitliche gesegnete,hinterlassende einen söhn, Casparum II. von Courtenay,Herrn von Bleneau, der an. 16;;. ohne rechtmäßige erben mittode abgieng, und seinen Vetter Ludovicum zum erben ein-setzte.

Petrus von Courtenay, Herr von Ferts-Loupiere und Chevil.lon, war der dritte söhn Iohannis II. von Courtenay, Herrnvon Bleneau, und ein urheber der neben-linie von Ferts - Sou-piere. Er hatte 6. söhne, darunter Hector ihm folgte, und Jo-hannes den neben-ast von Chevillon, und Ludovicus den vonBöntin ansieng. Allein Hector hatte wenig nachkommen, in.dem seine beyde söhne, Renatus und Philippus ohne erbenstürben; sowol auch Ludovicus, dessen söhn Franciftus nue2. töchter nach sich ließ.

Hingegen feines bruders Iohannis von Courtenay, Herrnvon Chevillon, posterität hat desto länger gedauret. Ihm folg-te sein anderer söhn Wilhelmus, und als derselbe an. 1592. starb,succedirte ihm sein vierter söhn Johannes II. der an. 16)9. die-ses zeitliche gesegnete. Sein Nachfolger war Ludovicus, Printzvon Courtenay, Graf von Cesi, Herr von Chevillon und Ble-neau, der sich an. 16; 8. mit Lucrctia Christina, Philippi vonHarlay, Grafen von Cest tochter, vermählte, und verschiedenekinder mit ihr zeugte, darunter Ludovicus Carolus, Printz vonCourtenay, rc. succedirte. Er war den 2;. may an. 1640. ge-bohren, und vermählte sich an. 1669. mit Maria äs Lamet,Antonii Francisci äs Lamet, Marquis von Bussy ältesten toch-ter , welche ihm 2. söhne gebohren.

Carolus von Courtenay, der ;te söhn Iohannis II. von Cour-tenay , Herrn von Bleneau, führte den titul eines Herrn vonArrablay , welcher aber mit seinem söhne Francifto wiederumverloschen, der nur eine tochter Gilbertam nach sich ließ, diean Franciscum von Chamigny, Herrn von Briare, verheu-rathet wurde.

Wilhelmus äs Courtenay,Herr von Tanlay, der 4K söhn Pe,tri I. von Franckreich, Herrn von Courtenay, hatte unter an-dern kindern Nobertum I. dieser Johannem, und dieser wiede-rum Robertum II. welcher ein vatter Philippi war, dieser deSStephani, der nur eine töchter hinterließ.

Petrus von Courtenay, Herr von Eives und Changy, warein natürlicher söhn Iohannis IV. von Courtenay, Lerrn vonChampignelles, und

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aber im XVII. steculo ausgestorben.

Weil nun die linie der Herren von Chevillon , welche nochübrig, durch Petrum von Franckreich von Königlichem qe,blüte herstammet, so haben sie unter Henrici IV. regierungsich sehr bemühet, in ihre vorige würde wiederum versetzt zuwerden, und deswegen an. 1607. zu Paris ein buch herausgegeben, unter dem titul: äs 8tirxs L Origine vomus äs Lour-tsrisy, guL cosxit L Luäoviso drslla kujus nomims lexrakrimsorum , 8ermocin?6o; sui inleiü sunt luppllcesIflbelli stegii sä bans rem oblsti, uns cum renrLlentLtio-ns furis rnerlwrum prrelentis instsmire. Jedoch sind die vonChevillon noch nicht für Printzen vorn aeblüt erkennet wor-den , ob sie gleich solch suchen nach Ludwigs XIV. tode noch-mals wiederholet. Von den alten Herren von Courtenay

stam-

> zeugte Johannem, Herrn von Esves, Ehestelcher verschiedene nachkommen hatte, die