Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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stammet auch die Englische familie derer von Courtney her,welche zuweilen auch Courtenay genennet wird. siehe Court-ney. genesl. 6s1I. k. I. tsb. 21. sec>.

Courtenay , (Josselimrs äe) Graf von Edessa , welcher sichdurch seine tugend und sonderbare tapferkeit berühmt gemachthat. Als er einsmals halb todt und gantz zerschlagen von denruinen einer vestung, die er an. n;i. nahe bey Aleppo in Sy-rien angefallen , war weggebracht worden, lag er gantz ent-kräfftet und fast ohne alle Hoffnung wieder zu genesen auf sei-nem bethe , als er die post bekam , daß der Sultan von Iro-nien, um sich des Vortheils seiner schwachheit zu bedienen, Crois-son belagert hätte; da er dann gleich seinem söhne, demPrintzen Iosselin, ordregab, dem feinde ohne Verzug entge-gen zu gehen. Allein da dieser eine verzagte antwort von sichhören ließ, daß er nicht vor rathsam hielte, eine stärckerepartey als die seine wäre, anzugreissen, stund er selbst vonseinem bethe auf, ließ sich in einer sanfte tragen, und mar-schiere also mit seinen trouppen dem Sultane entgegen, wel-cher , als er hiervon post bekommen, die belagerung aufhub,und sich zurücke zog. Nachdem nun diese zeitung eingelauf-sen, ließ der tapfere Graf sich mit seiner sänfte mitten unter derarmee auf die erde setzen , danckte GOtt für eine so grosse gna-de , und gab alsdann seinen geist auf, wiewol mehr wegenÜbermäßiger freude als gewalt seiner schmertzen. Darauf brach-te die armee, welche ohne schlacht den sieg erhalten, den todtencörper in der sänfte zurücke, und bestattete ihn in der stabtEdessa. 8a»«r. leeret, üäel. Lruc. lib. III. k. vl. c. r;. Ä/«r«r-, kill. äes Lroilsä. liv. III.

Courtet, (Wilhelm) gebürtig von Serignan, ohnweit Ve-ziers, begab sich in den Dominicaner-orden, und zwar in denConvent von Aldi, eben da der ?. Michael den orden zu verbes-sern anfieng. Wie seine 8uper!ores seine gottesfurcht und wis-senschafft ersahen , schickten sie ihn nach Toulouse, um denUoviriis daselbst vorzustehen, und die Theologie zu lehren.Er wurde auch hierauf Prior von dem Hause zu Avignon,weil aber sein eifer die Heyden zu bekehren allzugroß war, gienger in Spanien, um daselbst geleqenheit nach Japan zu finden.Er machte sich also nebst 22. andern von seinem orden und ih-rem Superior nach den Philippinischen insuln auf den weg,und ward, wie er nach Manille kam, zum keöwre Tkeolo-xiT verordnet, in welchem amte er sich zu seiner mißion ge-schickt machte , die er auch mit 2. seines ordens an. 16; 6. mijunio antrat, und den 16. julii in Japan ankam. Weil mansie bald anfangs entdeckt, wurden sie ins gefängnis geführt,wo sie ein jähr lang unter den grausamsten martern aushiel-ten , endlich aber auf befehl des Kayfers zum tode verdammetwurden, da denn der ?. Courtet, nachdem man ihn vorher aufeine grausame weise gemartert, seinen köpf lassen muste.

tom. I. lib. II. c. 60. Oiar. Oo»ir».i6;7. äeke , vies äes Lsints äs 1 'oräre äe 8. llominig. tom. III.

* Courtilz, (Gratianus von) Herr von Sandras, war an.-644. zu Montargis gebohren, und ist wegen einer grossen men-ge schritten bekannt, die er, wiewol insgesamt, ohne Vorsehungseines nahmens verfertiget, und die zwar angenehm geschrieben,aber mit grosser behutfamkeit zu lesen sind, weil sie unter einerziemlichen Wahrscheinlichkeit meist ungegründete erzehlungen ent-halten , und auch die wahrhassten geschichte unter vielen ro-manischen umständen verstecket sind. Er hatte als Capitain imkrieg gedient, und gieng an. i6g;. nach Holland, wo er dennahmen Montfort annahm, und wider den Französischen Hof1 s Lonäuice äe Is krsnes äexuis Is xsix cie XimeZue schrieb,aber auch sogleich das jähr darauf diese schrift widerlegte, undzugleich Älemoires eontensns plulieurs Lvenemens srriveslou» I.0UIS XIV. heraus gab. Hierauf verfertigte er Is Lon-äuice cie Älsrs; les Xouvesux Interets äes krinces äe I'kuro-ps; IsVie clu Vieomte äe lurenne, so unter dem nahmentiu Buisson erschien, und Is Vie äe 1 'ÄmirsI äe Loligni, undÄlsmoires äe Älr. 1 e L. äe ll. oder Lomte äe Xockekort. Umeben diese zeit machte er auch den Älcrcure Uilioriyue undrolitigue, welchen er aber, weil der krieg angieng, und er sichvor Franckreich allzu parteyisch erwiese, nicht länger, als bisan. 1688. fortsetzte. An. 1689. gab er Hilioire äe Is Luerreäe Hollsnäe, äepuis I'sn 1672. eil 1677. heraus, womit er sichin Holland so viele Verdrießlichkeiten erweckte, daß er nachFranckreich zurück kehren muste, wo er bis an. 1694. blieb,Und nach seiner Wiederkunft, le leltsmenc kolitigue äe Älr.Lolkerc; rLIite äes nouvelles äes Lours äe Kkurope; Äle-moires äe ^esn Lspcilte äe 1s kontsins, ä'Ärcsgnsn, äuÄlsrguis äe Äloncbrun, und äe Älsäsme äs krelne; fernerles kntretiens äe Älr. Lolkerc «vec ösvin; les Alemoires äuÄlsrguis v... so unter dem nahmen 1s Luerrc ä'Llpsgnebekannt sind; Änrisles äe Is Lour L äs ksris , und nach sei-ner Wiederkunft in Franckreich an. 1698. die Älemoires äs^voräso heraus gab. Er ward hierauf entweder wegen dergedachten Limsles, oder wegen einer andern wider eine Personvon hohem ränge verfertigten schrift in die Bastille gefetzt, woer 9. iayr lang, und zwar die ersten drey jähre aufs allergenau-ste bewahret ward; nachdem man ihm aber etwas mehr frey-Heit vergönnt, sich mit dem Irländischen Hertzoge von Tyr-connel bekannt machte, der ihm die umstände, so ihm von derEnglischen Historie unter Caroli I. und Cromweln bekannt wa-ren, erzehlte, woraus er die Älemoires äu Duo äs 1>coimel

verfertigte. Während seiner gefangenschafft schrieb er auch r

les Lnecäotes ä'Änglecerre ; Älemoires xour servil s l'tuiro»ä'Äbrsksm äe ksbert; Älemoires ä'un komme äe suerre;und Älemoires äe Älr. L. An. 1711. ward er wieder aus freye»fuß gestellt, starb aber das jähr darauf den 6. may, und verliesnoch viel dergleichen Älemoires in manuscript. Nach seiner»tode ist von ihm das leben des Ritters von Rohan und ve»Marschalls äe Is Feuillade heraus gekommen. Ausser ve»angeführten schriften hat man auch von ihm Intrigue» Lwou-reutes äe Is krsnce ; Is Lslsncerie ssns lsgon Lc.bibl. kill. P. 980. , mem. tom. II.

Courtin, (Antonrus äe) wurde an. 1622. gebohren. Sei»vatter, Antonius Courtin, war Königlicher Rath in Fran»'reich, und hatte auch sonsten ansehnliche stellen bekleidet. Na»'dem er seine üuäis absolviret hatte, begab er sich an. r°4'-mit dem Herrn Chanut, damals Französischen Residenten ocvder Königin Christina, nach Schweden , und führte sich Uselbst so wohl auf, daß ihn die Königin zum 8ecretsire verausfertigung ihrer ordren machte, in welcher qualität er auwden Pfaltzgrafen Carl Gustav begleitete, als derselbige vonKönigin nach Teutschland geschickt wurde, die SchwedEarmee daselbst zu commandiren. Da er nun zurücke »aASchweden kam, trat er seine Verrichtung wiederum bey ve''Königin an, und wurde von derselbigen an. iü;i. geadelt,kam auch zugleich eine Herrschafft in Schweden , welche na»seinem nahmen Courtin genennet wurde. Hierauf als v»Veränderung mit der Königin Christin« vorgieng, kehrte ^wieder zurücke nach Franckreich; doch einige jähre daraufrief ihn der König Carl Gustav wieder zu sich, zu welchen^'sich nach Polen begab, und in 2. feld-schlachten bey seiner PAson befand. Dieser König schickte ihn als ausserordentlEAbgesandten nach Franckreich, in welcher station er auch v'kaufden tod besagten Königs verblieb; und weil er seine E»ten an dem Französischen Hofe dadurch bekannt gemacht, bEte es der Französische Staats-Minister Colbert dahin, daßPer König in Franckreich in seine dienste nahm, und ihnGeneral-Residenten in den Nordischen Reichen declarirte. Wfe Verrichtung führte er mit nicht weniger geschicklichkeit als v'

vorhergehende, bis es seine gesundhett nicht länger leiden Ete, da er dann im privat-stande seine zeit mit Verfertigung nu?licher bücher zubrachte. Er starb zu Paris an. 168;. Unters'nen schriften ist sonderlich berühmt die Französische übersetzn"?des Hugonis Grotii, äe ^ure Lelli L kscis. Über dem n»er noch andere geschrieben, als: äe ls Livilics; äu koimneur; äe Is ksrefte; äe Is Zsloulie; Le. Älemoirss äe b»r,r tom. III. p. 194.

* Court - Majeur, eine stadt in dem Hcrtzogthum AMwoselbst die Römer einen hohen Gerichts-sitz gehabt, dE „denn auch der nähme dieses orts herstammet, und so vmsoll, als das Lateinische Luris Älsjor. Es entspringet bey v ^sem flecken ein dach, welcher ei« theil deS anfangs desflusses ist. .

CourMey oder Courtenay, eine alte Englische familie,che von den alten Herren von Courtenay aus Franckreichstammet, gestalt denn einer aus diesem Hause mit 28«^'Lcmqueüore nach Engelland übergekommen. Im XIII- ircwar Robert Courtney Baron von Olehampton, zeugtehannem, dieser Hugonem I. und dessen söhn war HU" „welcher nach abgang der familie von Rivers, als nächsterverwandter, an. 1;;;. Graf von Devonshire ward. u>seinen söhnen folgte ihm Hugo III. der nebst seinem jünger»"der Thoma dem König Eduarde III. gute dienste that, u«o jFunter den ersten Rittern vom Hosenbande war. Dieses Hug»söhne starben alle vor dem vatter, daher ihm sein enckeldus I. folgte, der unter Richards II. die Englische flotte c»mandirte. Dessen söhne Hugo IV. und Eduard habenrico V. zur sie gedienet , und Hugonis IV. söhn ,

I. hielt es anfänglich mit Henrico VI. trat aber hernMhe«des Hertzogs von Aorck feite. In den streitigkeitenden Häusern Aorck und Lancaster, darinnen die übrigedieses Thoma I. des letztern partey hielte, verlohr sie me^^^liche würde von Devonshire auf eine zeitlang, u»vdi I. linie starb darüber gar aus. Allein sein bruder ^ ^

Kniivtnk'N nnn Nkiiintnn V'lli!

Courtney von Bauntvn hatte das geschlecht fortgep»»'"^eund dessen enckel Eduardus II. kriegte von Henricodiestr familie entzogene güther wieder, ward auchzum Grafen von Devonshire gemacht, welche wnrvk ^doch seinem söhne Wilhelms, wegen einiges verdaUM»nahm, und ihn ins gefängnis warf. Und ob gleich ,von Henrico VIII. wieder losgelassen ward, starb ecehe er die verlohrne ehre wieder erlangen konnte, wem,nach seinem söhn Henrico zu theil ward, der Elmar»zeugte. Jedoch waren diese beyde, wie hernach m "artickuln gewiesen werden soll, unglücklich,. und star» ^serdus an. i;;6. ohne erben. Doch soll noch eine nruefamilie übrig und wohl begüthert seyn.

Älsgn. Lritsnn. k. II. c. n. Lsronsge or

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Courtney, (Henricus) Marggrafvon Ereterum Zcv-von Devonshire in Engelland. Er war mit deiuot»rico VIII. ziemlich nahe verwandt, indem seine uu»rina eine rechter -es Königs Eduardi IV. gewesen-