9Z6 c o u
c o u
118». Derselbe ließ von der einzigen tochter Robert!, Vicomtevon Chalon , Hugonem II. dessen enckel Guido Dalmas oderDamas I. zeugte 2. söhne, Renaldum und Robertum. VonNenaldi nachkommen war Guido IV. Herr von Cousan laPerriere, der an. i?8?. Cron - Oberschencke, an. i;86. 8ou-verain stlaitre - ä'bötel äu koi, und an. 1401. Cron - Ober-Cammer-Herr worden. Sein söhn Hugo V. zeugte GuidonemV. der ohne erben starb, und Alisam, Frau von Cousan, diean Eustachium von Levis, Herrn von Villeneuve, vermähltwar. Von Roberto I. Guidvnis I. anderm söhne, stammte Er-hardus von Damas I. ab, welcher des Hertzogs Iohannis vonBurgund Cammer-Herr und Königlicher General-Lieutenantin Masconnois und Äuxerrois war. Sein enckel Johannes II.henrathete an. 1472. Annam, die tochter und erbm Christian!Herrn von Thianges. Carolus von Dalmas, Marquis vonThianges, Ritter der Königlichen orden, General - Lieute-nant in Breffe und Charolois, starb an. 16; 8. und verließJacobum, Grafen von Chalence, der an. 1641. in der schlachtbey Marsee unvermählt umkam, und Claudium Leonorum,der an. 169;. starb, und mit Gabriela, einer tochter Gabrie-lis Hertzogs von Mottemar, gezeuget: i.) Claudium Philister-tum, Marquis von Thianges, Grafen von Chalence, der alsGeneral-Lieutenant der Königlichen armeen, und Commendantzu St. Malo, an. 1708. gestorben, und keine kinder gelassen,s.) Dianam Gabrielam, eine gemahlin Philipp! Iulii Man-cini-Mazarini, Hertzogs von Revers, der an. 1715. gestorben,und ;.) Louisam Adelheidam, so an Ludovicum Sfvrza,Hertzog von Ognano, Grafen von Santa-Fiore, vermähltworden. , bist. äes §ranä8 Oistsiers.
Cousin, (Gilbert) lat.Lo§natu8, war zu Nozereth in derkrancbe-Lomts an. 150;. gebohren. Er war samulii8 beydem Erasmo, der ihn wegen seiner gefchicklichkeit gar hochhielt, wie er dann wiederum gelegenheit hatte, von Erasmoviel zu lernen. Auch brachte ihm derselbe ein Canonicat zuNozereth zuwege, und da er wegen des darüber entstandenenProcesses einige Verdrießlichkeiten hatte: offerirte ihm Eras-mus nebst andern anständigen Vortheilen sein eigen Haus.Wann er gestorben, ist ungewiß; dieses aber ist gewiß, daßer noch an. i?6z. gelebet hat. Er hat sehr viele schriften hin-terlassen , als : 8 ^M 3 XS 08 L kroioäise VabuIaR batinL8; 6sOrtkogiapbia 6c Lc^rnoloZia; l-enealoZiam Lomitum äs blastkäu; stenari blastovü Vitalst L 6eüa; und viele andere. In-sonderheit aber Hai er auch nora8 über den Lucianum geschrie-ben , von welchen einige haben vorgeben wollen, daß er sieaus des Petri Pithöi aävsrkarii8 ausgeschrieben, wiewol andreangemercket, daß diese um-s des Cousin noch eher als des Pi-chst aäverlaria heraus gekommen. , epist. 46. üb.
XXVII. 6c aübi. , in epitom. bibüotbec-e. 7
äs pls^in ücersr. n. 520. p. 2)2. O«
Cousin, (Johannes ' ein'berühmter Französischer mahlervon Soucy unweit Sens, welcher in der Geometrie, Per-spectiv-kunst und im gläser - mahlen vortreflich erfahren war,a>s worauf er sich gar sonderlich geleget hatte. Eines vonseinen besten stücken ist das gemählde von dem jüngsten gerich-te, welches sich in der facristey der IVlimmorum zu Bois cle Vin-cennes befindet. Er stund bey Hofe wohl, und war bey denKönigen Henrico II. Francisco II. und Carolo IX. wohl ge-litten. Er hat auch einige bücher von der Geometrie, Per-spectiv-kunst rc. hinterlassen. Wenn er gestorben, weiß mannicht; dieses aber ist gewiß, daß er noch an. i?8y. wiewol ineinem hohen alter, gelebet hat. FeM,-« , entrec. lur Ie8 viesäe8 keine. Lc.
Cousin, (Ludewig) war zu Paris an. 1627. gebohren, undschien zu dem geistlichen stände bestimmet zu seyn, wie er denn,nachdem er die Humaniora zu ende gebracht, würcklich dieTheologie studirt, und zu Paris in selbiger Facultat Laccalau-reu8 worden. Er begab sich aber hierauf in einen andernstand, und führte als Advocat unterschiedene fachen, bis an.I6;7. in welchem jähre er krestäent cle la Lour äe8 M0NN07L8wurde. Weil ihm sein amt viel zeit übrig ließ, wendete erdieselbe zu lesung der besten Griechischen und Lateinischen, undsonderlich Archen - scribenten und zu erlernung der Archen - ge-schichte an, wie man denn seiner wiffenschafft in dem letztem,die Französischen Übersetzungen des Eusebii Lselärisnsta, dieArchen-Historie des Socratis, Sozomeni und Theodoreli, wieauch der Constantinopolitanisthen geschicht-schreiber zu danckenhat, dergleichen er sich auch mit den besten Lateinischen Ast1 torici 8 von Carolo Ist. an bis auf unsere zeit zu thun vorgenom-men , davon schon 2. bände in 12. gedruckt, die übrigen aberzum druck fertig seyn sollen. Er fieng hierauf an das Jour-nal äe8 8avän8 zu schreiben, welches er auch von an. 1687. anbis auf 1702. beständig fortgeführet, durch seine gefchicklichkeitin der Französischen spräche, davon er bereits so viel proben ge-geben, erwarb er sich an. 1697. in der Französischen Academieeine stelle. In seinem lösten jähre fieng er erst an Hebräisch zulernen, um in lesung der heiligen Schrift desto besser fortkom-men zu können. Er starb an. 1706. im febr. nachdem er unter-schiedene leZara vermacht, und sonderlich seine bibliotheck derAbrey von St. Victor, nebst einem capital von 20000. pfundhinterlassen. Xav««, 1707. O« , bibl. äe8 au-
leurs eccies. clu XVII. üscls.
*Cousinot, (Wilhelmus) Herr von Montreuil, ein söhn
Petri, krocurcur-Oeneral des Parlements zu Paris, ivardtstselbst zu ansang des XV. Lrcuü gebohren. Er ward unter 0Königen Carolo VII. und Ludovico XI. in dienste genommm'und an. i44?. nebst dem Grafen von Vendome und Ertz-A'schoffvon Rheims nach Engelland geschickt, wegen eines wagestlllstandes Handlung zu pflegen. Als aber dieser von den Eng^ländern gebrochen ward, fand er sich an. 1448. bey der deiag ^rung von Rouen, und zeigte daselbst seine tapferkeit; dafürnach der eroberung zum Lailükvon Rouen ernennet ward.dem tode Caroli VII. ward er von dessen Nachfolger Ludovico ^ -ebenfalls in wichtigen angelegenheiten gebraucht, und starb end-lich ums jähr 1484. Man schreibet ihm eine chromck zu,che noch geschrieben aufbehalten wird. bist. äs stva-
1 e 8 VII. O« , bibl. krariq. .
Coufson, ein fluß in dem Hertzvgthum Orleans, der ^Ferte Seneterre und Chambor vorbey, unterhalb Blois in 0Loire fällt. ,
* Coustan, (Petrus) ein Benedictiner-Mönch aus dergregation von St. Maur. Es hat sich dieser (gleich andernlehrten seiner Congregation) beflissen, über die alten Ktrchen-vater zu arbeiten. St. Hilarius wurde ihm zu theil; er gab e»neue edition davon heraus, welche an. 169;. zu Paris msv'gedruckt worden. Er hat seit dem diese seine ausgäbe wtder ockarer Germon beschützen müssen, welcher ihm eines und b»andre deswegen in den weg geleget hat. Seine schutz-rede v
zum titul: Vinäicise manukcripwrum Loäicum , ä k.. k. 0
tbolouiTv Lermon impugnatorum, cuni üppenclice, in g -8an6ti Hilarii quiäam loci ab Lnon^mo obscurati L clepra^illullrantur 6c explicantur. An. 171 ?. hat er heraus grgebc 'Vinäiciaz veterum Loclicum conürmatas; Wieder ein ander 00^des nemlichen kater Germons; cle Vereribu8 ATreticis. eccLastieorum Oocüeuni corruptoribus. Coustan starb an. l?D« bibl. aulb. eccleualt. toni. VII. ÜLe. XVII. ^
* Couftou, (Nicolaus) von Lyon gebürtig, war eines vberühmtesten Mitglieder von der Academie der,Mahler-"Bildhauer-kunst zu Paris, und ehedessen ein schuler des Mnii Coysevox, den er auch zum Vetter gehabt. Man hal ^ ^seiner Hand viel unvergleichliche stucke, als unter andern -grcmpe hinter dem Haupt-altar in der Frauen-kirche zu ^insgemein 1 s vocu cle I.0UI8 XIII. genannt; eine stachPferd Ludovici XIV. eine andere marmorne statue von b»vico XV. welche beyde zu Lyon anzutreffen; nebst verM^nen andern wercken, zu Versailles, Marli, Trianon >e. , ^starb als Cantzler und keclor vorbemeldter Academie oei>may an. 17;;. nachdem er sein alter auf 7?. jähre gevra"
cte , juin 17;;. vol. I.
Coutance oder Constance, eine stadt in der Nieder- ni pmandie, welche mit einer LailliaZe, einem Hof- GertchlrBlßthum, so unter Rouen gehöret, versehen ist. Siean dem flnsse Burd 2. meilen von der sie, und ist die Hauchsvon einer kleinen landschafft Cvnstantin oder Coutancu»nannt, welche eine Grafschafft ist, die der Hertzog vonmandie, Robert, verpfändete, da er samt Godofreo" ^Bouillon einen zug in das gelobte land vornahm. Bow^eiinus und einige andere bilden sich ein, daß dieser ort der ^^Auguka Xomanäuorum sey, und den jetzigen nahmen Vv" eil-Kaysirn Constantino oder Constantio bekommen habe, an"net sie Ammianus MarceülNUs Lakra LonstanAa; anoerihalten sie für der Allen Briovcris., Es ist aber und blecke» ^noch gar ungewiß, und sind die völcker knmanäui und o»Brioveris selbst noch nicht erwiesen. Dem sey nun, S.wolle, so ist doch Coutance eine alte stadt, wie aus dencluckibu8 zu ersehen, welche in und um diesilbige gefunoe»den. Sie ist treflich groß und wohl bewohnt, hat ao»» ,^xjlmauren, inmassen selbige König Ludovicus XI. schleu"^^ sol-sich die einwohner vor seinen bruder Carl erklärten ; ch'/'-uer lches nach andern schon von Carolo VII. des Ludov«ct v» ^als erden ort den Engelländern aus den Händen ritz / (Menschehen seyn. Dieses verursachte, daß sie in den EngeUankriegen vi>'' msstehen muste. An. 1562. wurde sie von "genötten ^genommen, iraöerr. bilk. lib. i»' K
bist. üb. ^».xx. O« c?z-e»e, anrig. lie8 viü. 6e kraue, ic
6aII. Lbrist. * nc^avench
* Coutignac, (Arnaldus ein Edelmann aus N" l-machte sich im XIV. lseculo am Hofe der Königin legen?von Neapolis bekannt, welcher er in verschiedenen anp fiffHeiken gute dienste geleistet. Man sagt, er habe aucy ^ sichtennach dem Orient gethan, und eine sammlung vvno ^,hinterlassen; worauf er an. i;?4. gestorben. ^
bist. äcs koete» krovenqaux. O» bibl.
Couto, (Didacus ste) wurde zu Lisabon NN-. jch aEbohren, und mit den Prtntzen von Portugall rlAUoloNlN"zogen. Er erlernete die Philosophie unter dem B»»"äs Mart^ribua, der hernach Ertz - Bischoff zu ^.,,chen labNachdem er sich aber in weltlichen geschähen geb^ ^cheurasen, that er unterschiedene reisen nach Indien , um.thete sich zu Goa, woselbst er auch unterschiedliche<Zr h"hatte, und endlich daselbst den 10. dec. an. 1616. flar. pen» ^des Iohannis äs Barros Indische Historie continmre»^ sibrust'dieser die 4. ?. 6. und 7de äecaäcm gemacht, hat er shinzugefügt, wiewol nur allein die i2te zu Rouen M' ^rtigAdruckt worden. Er hat auch noch andere schriften m a"