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der zu dem geld-geitz noch zu dem ehr-geitz inclinirte, also blieber vor seine persön allezeit in einem sehr mittel-mäßigen zustande.Den grösten rühm erwarb er sich durch seine Poesie, worinnener, und zwar nach allen arten derselben , nur die dramatischeausgenommen, wenig seines gleichen hatte. Er war reich anvortreflichen einfallen, dabey von einem »«gemeinen juäicio,und wegen seines nicht weniger, als wegen gelehrter aus-führung seiner Materien , hoch zu schätzen. Seine sogenannteMiürelles sind ziemlich frey geschrieben; hingegen sind die ge-tichte, so er nach zurück gelegter jugend verfertigt, in diesemstück anders beschaffen. Er starb den 28. iul. an. 1667. zu Wal-lingford House, und ward aus des Hertzogs von BuckinghamUnkosten, von bannen, mit einer vornehmen begleitung nachder Westmünster-Abtey gebracht, auch daselbst mit einem stattli-chen monument, nahe denjenigen , so man den zwey be-rühmten Poeten, Chaucer und Spencer, aufgerichtet, öffent-lich beehret.
Cowper und Couper , ist der nähme zweyer örter in Schott-land. Der eine liegt in der Grafschafft Fife , an dem fluß Edin,und hat die ehre, daß man allda die Gerichts-täge der gantzen pro-vintz hält. Der andere liegt in der landschafft Angus,an den gren-zen von Gowree. äelic. äs I'Lcolls x. 120a. r 21;.
Cowper, (Lord) in Engelland. Die familie der CowperShat vor alters ihren sitz zu Ratlingcourt in der Grafschafft Kentgehabt. Voll bannen war gebürtig der Ritter Wilhelm Cow,per, welcher anfangs zum Baronet von Schottland, und her-nach den 4. wart. an. 1642. zum Baronet von Engelland ge-macht ward. Er bediente eine Zeitlang das amt eines Einneh-mers von den imposten, so die ausländer zu Londen entrichtenmusten, und erlangte endlich den besitz des castells zu Hereford.Wegen der treue, so er vor den Kömg Carolum l. sehen ließ,ward er gefangen gesetzt, kam aber nach ausgestandenen viel-fältigen Verdrießlichkeiten wieder auf freyen fuß, und starb nichtnur in guter ruhe, sondern auch mit dem rühm eines sehrgutthätigen, redlichen und frommen Mannes. Mit Martha,einer tochter Iacobi Masters von Longdale in Kent, zeugte er6 . söhne und i. tochter. Der andere und der dritte söhn, nah-mens Eduard und Wilhelm, wurden Ritter. Der älteste aber,Johannes, ward zugleich mit seinem vatter gefangen genom-men, und starb in solchem zustande, nachdem ihm Martha,eine tochter Georg« Hewkley von London, Wilhelmum geboh-ren. Dieser succedirte seinem groß-vatter, und hinterließ vonSara, einer tochter Samuel Hoüeds von Londen, 2. söhne,wovon der jüngste, nahmens Spencer, durch seine wiffenschafftin den Rechten sich hervor that, und das ihm Heimgefallene ca-stell von Hertford in einen guten stand setzte. Der älteste söhn,Wilhelm, von dem der folgende artickul handelt, heuratheteanfangs Judith, eine einzige tochter und erbin RobertiBooth, Kauffmanns von Londen, und nach deren tobe Ma-riam, eine tochter Johann Claverings von Chopwell in Aorks«hire, welche letztere ihm an. 1707. Saram, und an. 1709. Wil-helmum , gebvhren. II. x. i; 5.
* Cowper, (William ) ein söhn Williams, von dem oben
nachzusehen, legte sich von jugend an auf die Rechtsgelehr-samkeit, und erlangte darinnen, wie auch wegen seiner sonder-baren klughett und beredtsamkeit, einen solchen rühm, daßihn sowol der König Wilhelmus III. als auch die KöniginAnna, zu einem ihrer Räthe machten. Unter des erstemLegierung ward er an. 169;. als ein Deputirter ins Unter-Haus erwehlet. Hier machte er sich bey dem Proceß gegenden Ritter Fienwick bey Hoft bekannt, und ward bald dar-aus Königlicher Advocat. Die Königin Anna machte ihnan. 170;. zum Groß-Siegel-Bewahrer, und an. 1706. zu ei-nem der Commissarien, welche die Vereinigung von Schottlandund Engelland abhandeln musten. An. 1706. ward er zumLord Cowper von Wingham, und an. 1707- zum Cantzlervon Engelland gemacht. Weil er allezeit vor die Protestanti-sche religion geneigt gewesen, und sich die absichle» des letztenMiiiüerii der Königin Anna nicht wollte gefallen lassen, leg-te er einige zeit vor derselben tob seine bedienung nieder,nahm aber solche unter des Königs Georg« I. regierung wie-der an, war bey den Processen gegen den Grafen von Oxford ,und gegen den Grafen von Winton Lord High-Steward vonEngelländ, ward geheimer Rath , Lord-Lieutenant von derGrafschafft Hereford, und an. 1718. Vicomte Fordwich undGraf Cowper. Einige zeit vor seinem absterben, welches an.172;. erfolgte, entzog er sich den öffentlichen Verrichtungen ,wie man sagt, weil er sich mit dem Grafen von Sunder-land nicht vertragen können. Ob gleich in der Ltl-mtis eineschlimme abbildung von ihm zu finden ; so wird ihm dochvon andern das zeugnis gegeben, daß er ein verständiger, be-redter , und in den Rechten wohl erfahrner mann, dabeyaber auch redlich und von allem eigennutz entfernet ge.Wesen. ä« /tez-re /. tom. I. II. ,
tom. I.
* Copis, sMichael) ein treflicher Flamändischer mahler vonMecheln. Er gienge nach Rom, wo er unter dem berühmtenRaphael gemahlet hat; er hat viele risse mit sich zurück ge-bracht , die er von den berühmtesten Italiänischen meistern ge-nommen und deren er sich glücklich und mit verstand beyVerfertigung seiner eigenen stücken zu gebrauchen gewußt. Er
starb zu Antwerpen an. 1592. seines alterS 9;. jähr.
enttetien lur les keintres.
Covaeo, lat. Lo^scum , ein ort in der Dioeces von Oviedoin Spanien, velcher wegen des dastlbst an. io;o. gehaltenenLoncilü berühmt ist, auf welchem alle Aebte, Prälaten an»Fürsten sich versammleten, und wegen einrichtung der kircyenzucht und Verbesserung der policcy unter Ferdinando I. oder demgrossen, Könige von Casttlien Miteinander berathschlagn'''
tom. XI. an. io;o.
* Covason, ein ziemlich starcker fluß in der Persianischen land^schafft Comania. Er fleußt südwärts aus dem gebürge, «st'"'mer trübe, gehet sachte fort, und fällt endlich in das Caspßststmeer. Tavermers Persische reise-beschreibung, III. n. ^
Coyet , (Petrus Julius) Schwedischer Staats-Minister»»(ter den Königen Carolo Gustavs und Carolo XI. Er war Eeiner alten familie in Brabant entsprossen, von wannen st»"vorfahren nebst unterschiedlichen andern der religion wegen er»wichen , und nach Schweden unter dem Könige Erico XIV. w-re zuflucht genommen. Seiner vorfahren einer, Julius CoMso Ritter von dem güldenen Vließ und General gewesen, 'stwegen einer victorie berühmt, so er an. rz;;. Wider die Mob'''in Africa bey Gouletta erhalten. Da dieses Petri Julii vattt»'Julius Coyet, von dem Könige Carolo IX. in Schweden v'wCzaar Michael Federowitz als General-Feld-Zeugmeister w»'überlassen worden, welchem er auch im kriege wider die Post''viel nützliche dienste geleistet, wurde dieser Petrus Julius n»"°lerwcile in Moscau an. 1618. gebvhren. Nach des vatters aosterben trat er bey der Königin Christina in dienste, und verwgtete bey ihr die charge eines geheimen Cabinets - 8ecrewM'Der Kvnig Carl Gustav schickte ihn an. 1654. nach EmstW"als außerordentlichen Abgesandten, um Cromweln zumtectorat zu gratuliren , der ihn zum Ritter des blauen Host''bandes declarirte. Er hat diesen orden zeit seines lebens ge»^gen, nach seinem tobe aber wollte ihn König Carl II. nichtigrück nehmen. An. 1658- ward er zugleich mit dem M'wSchatzmeister Steno Bielcken als Ambassador nach Da" jmarck geschickt, und brachte durch seine Vorsichtigkeit die rm«Huen unter Schwedische botmäßigkeit, da er aber zu st»»>Könige verreiset war, und unterdessen der krieg mit DarieM«^von neuen angieng, ward Steno Bielcke, wie auch Cov'vHaushaltung verarrestiret. Er hat Samuel Pufendorffew »dessen bruder Esaiä Pufendorffen fortgeholffen; der erstere wseines sohns Hofmeister, und der letzte sein 8ecretsrws. 2 ^1662. ward Coyet nach Holland verschicket, an. 1664. nach^»gelland, und an. 1667. wieder nach Holland, woselbst er G 'vor seinem absterben an dem Bredaischen frieden mit arber«'§doch ehe er vollends geschlossen wurde, noch selbiges j«M"
11. jun. starb. Was der Konig Carl Gustav vor ein vertrag,zu ihm gehabt, ist daraus zu schließen, daß er r. tage vornem absterben an ihn mit eigener Hand geschrieben , »»-?(?.des Reichs Wohlfahrt nach seinem tobe anbefohlen.in Klitoris Lsroli Luüsvi. ssücilegium contra ^
, rkestri Lurop. tom. X. cHorn-wE liier.xr-elst. sä I-surenb. Lr^cism snligusm. Nemoires äe 2 ^
, nretsce äs ls trsänäion äu Oroit äs ls d'
L äs« Lens äe Air. kutenäorss. Beers leben der Ko»^Schweden.
Coyet, (Friedrich) ei» bruder des vorigen, war äussererer §
licher Rath von Indien und Gouverneur von FornE. .^diese insul an. 1662. von dem Chinesischen see-raubereingenommen wurde, wollte man ihn beschuldigen, dav e'1dinge nicht recht gethan hätte, aber die General-Staaten.''^,chen ihn los, und er selbst hat sich in einer absonderlichen st"das verwahrlosete Formvsa genannt, gnugsam vertheidige'' ^
* Coxpel, (Antvnius) vornehmster mahler des KöM^jzFranckreich, war an. 1661. gebvhren, und ein ssb»,,,Aol»'Coypel , vireölori« der Französischen Mahler-Academre zu pelstSein vatter muste ihn auf befehl des IVIr. Colbert, der an ,jungen Antonio eine grosse fähigkeit zu dieser kunst ver»
mit sich nach Italien nehmen; worauf er sich naw stückein der Lombardey aufhielte, allenthalben aber die vender treflichßen künstler aufsuchte, um sie nachzuahmen,seiner zuruckkunft ward er von Hertzog Philippo von uMeinem bruder Ludovici XIV. zum Hof-mahler unter eu«'»pension angenommen, und an. 1714. zum v-'/cw . Mrisischen Mahler-und Bildhauer-Academie erwehlet ^ sor-gende jähr aber von dem Könige geadelt, und S»^per»nehmsten mahler ernennet. Er verfertigte nebst V«'' Hiflsunvergleichlichen stücken die abrisse der Medaillen Z» Mrie Ludovici XIV. schrieb auch ein buch lkr ls ^'A"aelehrHAHertzog Regenten, in tvelchem er mehr als gemernr» ^ pei"keit gezeiget, und starb endlich den 7. januarii an.
6i. jähr seines alters. ass
* ssoysevox, (Antvnius) ein berühmter bildhauer/ sol"1640. zu Lyon gebvhren. Er legte sich von jugeno '/Ichem fleiß auf die btldhauer-kunst, daß er N»''^istrrn^jähre seines alters bey dm grosten und vornehmst'
Paris zu arbeiten sich getrauen durfte, u»d nach -^bgeE,von dem Cardinal von Furstenberg nach Teutsche» ^wurde, wo er vor denselben viele stücke von bcsorw- .
menheit verfertigte. Nach seiner Wiederkunft m «