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Zweyter Theil. Bi - C.
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fer umgeben. v?Ko«»ar>e ^«§/o,r. Eigentlich heißet es Crik-

lade. Ids krefeut 8tate ok OrestLrittsia an. 172;. p. 472.

Crell, (Nicolaus) .1- v. DoKor und Cantzler bey Christia-no I. Churfürsten zu Sachsen, welcher ihn schon als Chur-Printz nach Hofe gezogen, und zu seinem Rath gemacht. Erwar von natur ein geschickter mann, hatte sich auch auf schu-len und Universitäten sehr geubet, und weil er eine tiefere ein-sieht als andere zu haben meynte, pflegte er auch öfters überdie grillen der scholastischen Philosophie zu spotten, und diekkilofopkos selbiger zeit, da er noch als lVIsMer legen« inLeipzig lebte, nur nociones tecuncls« zu nennen. Als er Cantz-ler war, machte er sich im gantzen lande sehr verhaßt, inmas-sen er es mit den Calvinisten hielte, und sich nicht an die kor-rnnlaln OoucoräikL binden ließ. Er wurde daher den 17. nov.1991. so bald Churfürst Christian die äugen zugethan, gesang-lich auf den Königstein gebracht, indem man ihn beschuldigte,er hätte i.) seine ehre, auch treu und Pflicht gegen den Chur-fürsten und das land vergessen, und sich in religions-sachen ge«menget, r.) den Churfürsten und die landschafft in einandergeflochten, daß es leichtlich Unglück und mißtrauen verursachenkönnen, weil er gerathen: man sollte dem Adel die jagten ent-ziehen , womit doch derselbe bestehen worden; ;.) eine schädli-che correspondentz mit dem König in Franckrcich zu des Kay-sers präjuditz für sich, ohne der andern Räthe wissen, gera-then und eingerichtet. Über dieses gaben ihn noch die Priesterübel an, wie er sie verfolget, und damit GOttes augapfel an-getastet hätte rc. Sein Proceß währte gantzer io. jähre, in-dem er sich mit rsmeäiis fuipsutivis sehr geschickt zu helffen wuß-te. Endlich aber wurde aus der Böhmischen Appellations-Cammer von Prag ein urtheil eingeholet, welches ihm dasschwerdt zuerkannte, und wiewol er auch hierwider an den Kay-ser immeämte appelstren wollte, so wurde ihm doch solchesweiter nicht verstattet, sondern am 9. oct. an. i6cn. inDreß-den die execution an ihm vollstrecket, sein leichnam aber aufdem kirchhof bey der Lieben Frauen - kirche begraben, und ihmfolgendes epirspdium gesetzt: L veo , pro juüitis, Lkriüis-iws Ü. D. 6. Oux L LlsÄor 8sxoiuse, luxplicio äs kostepscr« <L guietis publicre turbslore secunäum lege« üimto,katre kstrise Lsefare justs vinäicsuts in xosuse msmorism,LuäsciL terrorsm stgus fcelerstis in exemplum, stom. XIII.die Obrigkeit trägt das schwerdt nicht umsonst, Time veum,stonom Ls-ssrem^ Arnolds ketzer-hist.

* Crell, (Ludovicus Christianus) ein kkiloloplw«, warzu Neustadt im Fürstenthnm Coburg, allwo sein vatter, N.Heinrich Crell, das amt eines ksstori« und Superintendentenverwaltete, den 28. may an. 1671. gebohren. Nachdem ererstlich die stadt-schule in Meinungen , und das Lymnsilumzu Zeitz einige jähre besucht, begab er sich an. 1690. nach Leip-zig , hörte allda sowol in Humsnioribus, als auch in der Phi-losophie und Theologie die berühmteste Lehrer, und nahm dar-auf an. 169;. den titul eines Magillri an. Als er sich nundurch eine bisputation gewöhnlicher Massen habilitirt, undhiernächst den studirenden mit unterschiedenen colleZüs He-drsicis , Orrecis, orstoriis UNd äifputstoriis eifrigst gedienet,wurde er an. 1696. zum Loureötore an der dasigen Nicolai-schule bestellet, und an. 1697. zu einem Mitglied in das kleineFürsten-Lollsgium aufgenommen. An. 1699. erhielt er dasRectorat bey vorgedachter schule, ingleichen die würde einesLstestoris in der philosophischen Facultät, an. 1708. aber diekrofellionem kkilolopkise extrsoräinsrism, und an. 1714. dieoräiusriam ?kilosopdi-e prim-e L rstionslis, wobey ihn auchnoch die theologische Facultät zum Licsntisro ernennete, nach-dem sie ihm den grsäum eines Lsccalaurei schon an. 1695.ertheilet hatte. Er starb in diesen ämtern den 19. nov. an.17;;. nachdem er vier mal Ilecsuus, und zweymal kro-Lsucel-Isrius in der philosophischen Facultät gewesen. Seine schrif-ten bestehen meistens aus philologisch-und philosophischen Dis-sertationen , und handeln äs Livis innoceutis in MLNU8 do-stium sä nervum rraäitione; äs 8cxtAla Lsconics; äs kro-viäenris I)si circa llegss conüituenäos; äs so, quoä inLnscreonte venustum sc äelicsrum est; U. s. W. Ausser die-sen hat er auch viele, besonders aber Lateinische csrmina ver-fertigt , welche von den kennern Hoch gehalten werden. Er hin-terließ drey söhne, der älteste war Heinrich Christian, welcherals XeÄor der stadt-schule zu Franckfurt an der Oder den 14.jan. an. i?;6. mit tode abgegangen; der mittlere aber, nah.mens Christoph Ludwig, war als Loctor und krofeildr ^uri«oräinsrius zu Wittenberg, und der jüngste, Johann Friedrich,als lVleäicinss voüor und krolelloi anf eben derselben Acade-mie noch an. 17)8. am leben, supplem.

tom. I. lecst. 2.

Crellius, (Ichannes ) ein berühmter Lehrer unter den So-cinianern, wurde an. 1990. den 26. jul. zu Helmetzheim inFrancken gebohren, woselbst sein vatter, Johannes Crellius,damals Prediger war, der nachmals nach Winterhausen beruf-fen wurde. Er war von natur mit einem treflichen ingsuiobegabt» welches durch die studien mehr und mehr excoliret wur-de , die er erstlich 10. jähr zu Hause, und hernach zu Nürnbergin der schule tractirte. Selbige setzte er mit grossem fleisse zuStollberg, und dann zu Marienburg in Meissen fort, vondan-nen er endlich von ftmem Wohlthäter Johanne Klingio, 8ecre-mrio der Republtck Nürnberg, zurück beruffen, und an. räo6.

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nach Altorff geschicket wurde. Daselbst bediente er sichgrossem eifer der unterrichtung seiner krokeilorum, sondemmdes Soneri, von welchem er auch einigen vorschmack dercinianischenirrthümmer soll bekommen haben. Johannes HEiinus, Inspektor slnmnorum daselbst, war auch einer von den-jenigen , dessen information sich Crellius, sonderlich inbediente. Unter seinen commilironibus war Georgius Rlwterus, der nachmals ein berühmter Zurecoalultus und LE-lisriu« der Republick Nürnberg worden , von welchem glEfalls gemeldet wird, daß er dem Crellio die SociniamsaMlehr-sätze mit beygebracht, oder ihn doch darinnen bestätigenOb auch gleich Crellius sich bereits bemühete, noch andereseiner meynung zu ziehen, blieb dennoch solches alles vervorgen, so, daß er vor andern in consideration kam, an des HEsini stelle Inspe<ckor alumnorum zu Altorff zu werden. 2ve>aber andere nach diesem dienste strebten, brachten ste ihn vmden Lurstoribus LcsäemiW in den verdacht, als wenn er 7mit den Reformirten hielte. Doch fügte es sich, daß zuselbigen zeit von der anbätung Christi nach der menschlichen n«tur disputiret wurde. Da dann Crellius diese anbätung behEtete, aber gantz aus einer andern absieht, als es die LutherischTKeoloZi thaten; wodurch er dann von dem ihm aufgedlirreten verdachte sich los machte, die erwehnte infpection aber r>e°'allen andern bedienungen ausschlug, damit er nicht durch 1"'ehe glaudens-bekänntnisse sich dürste binden lassen, welche/',ner meynung zuwider wären. Endlich als er eine groli^freyheit suchte sich heraus zu lassen, entschloß er sich nach Elen zu gehen, reisete derowegen den i. nov. an. 1612. vo>>Nürnberg weg, und kam den iz. dec. zu Racau an, woMer auch hernach beständig geblieben. Denn nachdem erden Socmianern daselbst offenbaret, wurde er von ihnen,derlich von ihren Predigern Valentins Smalcio und JobEStoinio, wohl aufgenommen. Bald darauf nahm ihn AWoywode von Podolien, Jacobus Sicninius, zu sich, wodnra-er gelegenheit bekam, vor sich seine studien zu continuiE'Erledigte zugleich privatim in Teutscher, Lateinischer "7Polnischer spräche, bis er auf Smalcii gutachten auch an. ^'7publice zu predigen anfieng. An. 1616. wurde ihm auf e''zeitlang das Rectorat in Racau anvertrauet, weil der bisher ^kector Paulus Crokerus eine reise thun wollte. Ob nun gic^derselbe nicht wieder kam, so wurde dennoch dieses amt/"'1622. Martins Ruaro aufgetragen, Crellius aber zum kiccEdienste befördert. Da er noch Xsüor war, sieng er an, E!,tractat wider Grotium, äs 8atislaÄiorie, zu schreiben,er doch erstlich, da er bereits Prediger war, an. 162;. zu U,cau heraus gab. Auch befand er sich im anfange seinesctorats nebst dem Johanne Stoinio bey einer bisputation, ^che sie mit einem Italiänischen Carmeliter-Mönche, nahE-Johannes Maria, an. 1616. den i;. jul. hielten. Im Egen, nachdem Smalcins gestorben, und Christophorus LEniecius an seine stelle gekommen, wurde ihm Crellius adEL

Ilyrnccn zugevracyk, uno I,l enouch an. 16;;. den n« ^zu Racau gestorben. Er hat viele schriften hinterlassen,..^che in der Libliotkeca Lrstrum kolonorum, <zui IlnitstU rxellantui, an. i6;6. zusammen gedruckt worden. Unter vk'selbigen sind nebst den vielen exegericis über unterschiede"^blische bücher < sonderlich berühmt seine Ltkics Liiüotelic» ^Lkriitisns; Lider äs veo LLttridutis sjus xrLÜxu«libris Volclrelü äs vera keligione; äs Lno Öeo ksrre U,^II. TraÄstus äs 8xiritu 8snöto, gui üäslibu« ästurciss pro Keligionis Libsrtste; eine Teutsche verflon des M«,Testaments, rc. Viä. vira ^odsnni« Lrellü, welches vd".,,k. lVl. O. das ist, 5oackimo kallorio Pleä. Ooät. verfern».^und in der Lidliotkecs Lratnim kolonorum den schrifte" _Crellii vorgesetzet ist. bibl. Lmitrin.p. -19.

* Crellius 8xinovius, (Christoph) ein söhnJohannAw ,ein Prediger unter den Socmianern in Preussen «ndzuletzt muste er sich in Schlesien im exilio aufhalten, ^22. dec. an. 1680. und schrieb villert. äs Virtucs Lnrn»,

6smili, welche seines vatters Ethic zu Amsterdam/^,in 4. gedruckt vorangesetzt ist: Xsrrsnonsm äs Lollogu-o,.^cirovisnü inter Xom. Ostdol. L Ilnitsr. dsbito. ^

bibl. Pmitrin. p. 16;.

* Crellius, (Joachim) aus der insul Rügen, n>ar/°?ji,

ces L Hifforisrum Lrolsffor auf der Universität zu Dorp' .Liefland, und starb den 14. febr. an. 1699. Er ließtiones Logic, äs Xstur. Hiüor. <L moä. rs<Ie tr»<cksnaiäium kikoricum; äs Lemp. Lc. , äigr. ^

* Crellius, (Paulus) war zu Eisleben an.

febr. gebohren, und starb an. 1979. den 24. may a>s 7und krofeilor LdcologiL zu Wittenberg. Man hcck von l,

Hsrmonism gustuor Lvsngelistsrum, Wittenberg

und i6iz. in 8. Opus Loncoräsmisrum, Franckf. ^

fol. Irsckstum äs ^uüiücstione Lc. f-ralick/'

* Crellius, (Wolfgang) krofeilor Tdeologi«zll ssr

an der Oder, war ein söhn Wolfgangi Crellii, der "IM /^je-kellor Norslium zu Wittenberg, nachmals aber knttozgen gewesen, und an. 199;. gestorben. Er pfleg" n/ ^ s.gang oder Evvdium zu nennen, und gieng an.julii mit tode ab. nor. Le»ä. Lrimcof.