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Crempe, eine stadt an dem fluß Crempe, in der landschafftStormarn, in Holstein, dem König in Dänemarck gehörig,
1. meile von Glückstadt. Graf Gedhard I. von Holstein und
Stormarn, Graf Adolphs V. söhn, hat ihr im XIII. ftesulodas wapen und stadt-recht verliehen; und Johann von Ran-tzau hat es im Lüdeckischen kriege mit wällen und graben de-vestiget. Eine halbe meile von der stadt liegt die Gteinbur-ger-schantze, welche diejenigen, so von Hamburg nach Jtze-hoe reisen wollen, paßiren müssen, wenn sie nicht einen gros-sen nmweg nehmen wolle». Holstein, chronick, x. ;8-
Crempe , ein ffuß im Holsteinischen , der von dem dorfeSuderau herkommt, mitten durch die stadt Crempe gehet, undbey dem dorfe Bosfleth in die Stoer fället.
Crems, lat. Lrsmefm eine Landes-Fürstliche stadt in Unter-Oesterreich , weilen oberhalb Wien an der Donau, wodas kleine wasser Crems in dieselbe läuft. Sie ist wegen der
2. Märckte, so auf Jacobi und Simon-Judä-tag jährlich 14.tagelang allezeit gehalten werden, vornemlich berühmt. 2 «/.topoZr. Hustr.
* Creinseck, ein schloß in Ober-Oesterreich, dem klosterCrems-Münster gegen über, in einer sehr angenehmen gegendgelegen. Ehemals gehörte es einer familie, nahmens Roth;an. 14^7. aber gelangte es an Andream von Grienthal, da der-selbe Barbaram Rothin henrathete. Von denen zu Grienthalhat es endlich der Abt zu Crems-Münster, Anton Wolfardt, deran. i6iz. erwehlet worden, und an. 1659. als Bischoff zuWien gestorben, käuflich an das kloster Crems-Münster gebracht.VonHoheneck, beschr. von Ober-Oester. tom. I. x. 55-
Creinsser, eine zierlich undgantz gleichförmige stadt in Mäh-ren am flusse Morawa, zwischen Olmütz und Hradisch gele-gen , hat ein geistlich Stift und herrliches schloß, aüwo dreBlschvffe von Olmütz zu refldiren pflegen. Dieses schloß hatan. 169?. Bischoff Carolus, Freyherr von Lichtenstein, sehrmagnific aufgeführt. wxogr. Lolism. Lc.
Crems-Münster, lat. Lremifsrmm , ein städtgen in Ober-Oesterreich , welches 4. meilen von Lintz, und fast eben so weitvon Gurck, an dem lincken ufer eines kleinen flusses, Crembsgenannt, gelegen ist. Es befindet sich daselbst ein berühmtesBenedictiner-kloster, welches Taßilo II. Hertzog von Bayern,an. 777. gestiftet. Zu ansang des X. Lculi haben es die Un-garn gantzlich verwüstet. An. 10^0. nachdem es der KayserHenricus 111 . wieder aufführen lassen, ist es von neuen einge-weyhet, aber bald darauf in die asche gelegt, und hernach zumdritten mal an. 1082. consecrirt worden. Nachgehends habendie Kayser Henricus IV. Fridericus I. und Rudolphus I. in-gleichen der König von Böhmen, Ottocarus, und andre Für-sten sich sehr freygebig gegen dasselbe erwiesen. An. 1480. hatsowok das städtgen, als das kloster, abermal durch feuer gros-sen schaden gelitten. In den nachfolgenden zeiten haben dieAebte stattliche gebäude aufgeführet, worzu noch eine sehr guteschule gekommen, welche ihren Ursprung Georgio Lechnero zudancken, der an. iz?8. gestorben. Antonius Wolfhard, Kay-serlicher Hof-Cammer-Präsident, der an. 16^9. als BischoffzuWien verstorben, hat die schlösset Cremseck, Schornstein, undBerenstein, nebst ihren dazu gehörigen dörfern an dieses klostergebracht. rer. Laie. lib. V. sansl. Loic.
!ib. V. 5 r'«ro» , nun. Lrsmifgn. iid. I. II. L V.
x. 14.
* Cremmia, (Marcia) eine Römerin, des im I. siesulo
berühmten Ilillurici A. Cremntii Cordä tochter, war den stu-dien, sonderlich der Historie sehr ergeben, und hat ihr dadurcheinen unsterblichen rühm zuwege gebracht, daß sie nach demtobe ihres vatters feine Üiüorism Lellorum ftomsnorum LHerum ^ugusti, welche lang verborgen gewesen, aus taglichtgebracht, kolybiü. k. III. Üb. I. c. i. x>. 4^2.
* Crenms , (Thomas) ein kbiloloZus, war aus derMarck Brandenburg gebürtig, wiewol ihn einige unrecht voreinen Ungar ausgegeben, und hieß mit seinem eigentlichen nah-men Thomas Theodorus Crusius, den er aber, als er sich inHolland niederließ, aus unbekannten Ursachen in den obigenverwandelte. Er besuchte verschiedene Teutfche Universitäten,da er sich vornemlich auf die Theologie und Morgenländischesprachen legte, diente auch selbst zu Giessen an. 1669. den stü-rmenden mit einigen philosophischen sollet, und ward hier-auf erstlich Prediger zu Blumenlage, ohnweit Zelle im Lüne-burgischen, nach diesem aber XeÄor zu Eperies in Ober-Un-garn, welche stelle er doch auch bald wieder aufgegeben.Hierauf reisete er an unterschiedliche orte, und hielt sich eini-ge zeit zu Rotterdam in Holland auf, da er denn die jugend,so die schulen allbereit verlassen, in den wissenschafften unter-richtete , bis er endlich sich nach Leiden wendete, und daselbstnach einem aufenthalt von zo. jähren, und in einem 8«. jähri-gen alter den 29. mertz an. 1728. mit tode abgieng. Er hatunter dem nahmen Dorotheus Sicurus, worunter er durchVersetzung der buchstaben seinen rechten nahmen, TheodornsCrusius , versteckt, zwey schriften, als äs kmäsmin ftscleim-IklLS, UNd Origins fllksilmi in Xom-ma A krotest-mtiumLcclelüs; unter dem nahmen Th. Creuii aber flmim»äverlic>-NL8 kiiiIoIog>La8 L HiliorlL 38 , in 19. theilen; ingleichen einesammlung vieler auserlesener tractaten, die von andern smko-ribu8 verfertiget worden, unter dem titul: ksicisuli ftliler-trttionum Histc>nco-^ritie:o-xmio1oglLarum, in bänden;
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ferner eine andere collectiv» unter aufschrist: V-niowm^u-
ckorum Lonlilia 18: üuäiorum msttioäi, mit seinen anmernU"
gen in 2. voluminibu8; ftxersicscions8 IV. äs libris
rum optimis ; OillertM. LpiliollLSM äs Iiri§ulLribu8 fenpw-
rum; lliilLltstinnes III. äs kuribu8 librsriiz; Lonüäerstion
ralftonis Llirist!; und anders mehr heraus gegeben ; alliierdiesen aber auch noch unterschiedene fremde wercke mit semwanmerckungen und vorreden wiederum auflegen lassen, ss« ^bilknria bibliotliesge kLbrisisnX, k. IV. K V. /.evk«,van bsrosmäs sn Zslesräs msnnen, k. II. n. ro.
Creon, ein König von Theben, Menöcei söhn und JE,bruder, lebte um das jähr der welt ;8zc>. und bestieg vertw"dene mal als Vormund seiner minderjährigen vettern dendänischen thron; er ließ die Antigonam und Agriam nmbr»gen; die eine, daß sie ihre kinder, die andere, daß sie "IV,bräutigam umgebracht hatte, welches dem Theseo sograula»vorkam, daß er auf anhalten des Thebanischen frauemimmer»'dem Creonti Cron und leben raubte. Wiewol andere orHäupten, Creon hätte nicht wollen geschehen lassen, daß w«die in dem krieg zwischen Eteocle und Poiynice getödtete G",chen begraben sollte, und aus dieser Ursache habe Adrastus reTheseum um hülffe ersuchet, von dem Creon wäre überivu"den, und also die begräbnissen der erschlagenen befördertden. Statius gedruckt seiner zum öftern in Ibebmä.
Lrris. L Loeot. * ^
Creon, ein König von Corinthus, welchen die Medea «emseiner tochter Creusa, die an den Jason verlobet worden, «Vdem er die Medeam von sich gestoffen, ums leben brach"'siehe Lreusa. g,
Creon, em ärckon oder kr^wr zu Athen, und der er"unter denen, welche nur ein jähr lang regierten. Denn da>der vorher jähr die regierung gesühret, so wurde,dem Eririas entweder gestorben oder abgesetzt worden, we>"iin der XXIII. 01 >mp. L. n. 68- geschehen, das regiment 10lichem nur ein jähr gelassen. kVA/r«, lih. I. in ckro^
* Creophylus, ein guter freund, oder wie andere ssEein tochtermann des Homeri, dem dieser sein geticht von der ^obernng Oechaliens zugeschrieben. Wiewol CallimachusPausanias den Creophylum selbst für den Urheber dieses vlichtes angeben. , XIV. IV. 2.
, war bey den Römern und Griechen eine avon schuhen, die kein oberleder hatten, sondern nur über ,fuß mit bändern zusammen gebunden wurden. Es trugenche nur die weibs-perfonen wegen der commodität,Lkiloloxki, weil es negligeant ließ, andere leuthe aber ne> ^sich damit auf der gaffe nicht sehen. Manche kkilosoxkifen sie unten mit einem meßingenen blech beschlagen, W chlanger halten sollten, oder daß man sie auf der gaffekonnte. äö crLpiäis vst. lib. LI.XXX*
VLXXXIX.
LXLkvIffvIll. Bey den alten Griechen war es imA,brauch, daß vielmal die eltern, welche ihre kinder entweder"gen armuth nicht ernehren konnten, oder sie in unchreu vew :men hatten, dieselben wegsetzten, da sie dann von andern a ^genommen und erzogen wurden. Damit sie aber solcheder zeit, wenn sie in glücklichen zustand kamen, oder auchsie es wissen lassen dürften, kennen möchten, so legten sie vm"'.dene fachen darzu, als ringe, kleine silberne degen, kleider, Mlen und dergleichen Hausrath, die hiessen auf Griechisch ^lat. Lrexunäis. Die reichen legten aus der nrsa tviel silberwerck dazu, daß man den kindern davor untery^geben konnte. , 6s xuerperio P3§. 82.
lik. VXL.
Crequi. Das geschlecht derer von Crequi ist eines ver ^testen und vornehmsten in Franckreich. Den nahmen b"von der Herrschafft Crequi in Artois, an der grentze vo»cardie, und vor den urheber der familie hält man nEArnolphum, Herrn von Crequi, zugenannt den altenbärtigen, weil er wider die gewohnheit derselbigen ze» . ^grossen bart getragen. Er lebte zu den zeiten des Kön>flroli 8ilnplisi8, büßte auch vor denselben an. 897. in der w^s-wider Heribertum von Vermandois das leben ein, w" -zn-sende Odoacrum, welcher Arnolphum II. zeugete, so srräugige zngenannt wurde, weil er ein äuge verlohren- Mvor Arnolphum I. Grafen von Flandern, föchte. SemBalduinus I. gewesen seyn, welcher sich in verschiedene"benheiten hervor gethan, und Balduinum II. hinterlajjen.ser war ein vatter Arnolphi III. zugenannt des kahlen,unter seinen 7. söhnen Ramelinus I. succedirte; dieser"-^,;980. und zeugte Balduinum III. der wegen seiner kam ^1,und weil er sich in der belagerung Valenciennes an.^stender den Kayser Henricum II. wohl gehalten hatte,
Baron von Artois gemacht. Seine gemahlin waräs Louvain, Frau von Bierdak, mit welcher er ^ vonund Henricum zeugte, von welchem letztem die Hs^n si""'Bierbak herstammeten, die schon vorlängst ausgeN" M-Burchardus, Herr von Crequi, hatte zu seinem n«A ^ vonmelinum II. und dieser Gerhardum, der Goddft hieltet,Bouillon auf der creutzfahrt nach dem heiligen anvemund nach seiner zurückkunft sich verheurathete, auch r ModofrARudolphum zeugete, einen vatter Balduini lV. urio^^,
Herrn von Bove, der eine posteritat gehabt. Bald"M" an-