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vermahlet. Carolas Nicolaus cls Bonne-Crequk, Marquis steRagny, der andere söhn Francisci und bruder Francisci Ema-nuelis , hat durch seine tapferkeit in verschiedenen gelegenheitenbey den Französischen kriegen wider Teutschland, Spanienund Holland sich bekannt gemacht, und an einer blessur den28. nov. an. 1674. seinen geisi aufgegeben.
Crequi, (Carolus II. ci«) Herr von Canaples, war derandere söhn Caroli I. MarschaW cle Crequi. Er wurde IUe-Iti's äe Lamp bey dem regimenc der garde, und legte bey un-terschiedenen begebenheiten proben seiner tapferkeit ab; als beyder belagernng der stadt Rochelle und in den Savoyischen krie-gen, woselbst er auch znChambcri an einer bey belagernng die-ser stadt empfangenen blessur den r;. may an. iSzo. starb.Mit seiner gemahlin Anna cle Roure, einer tochter Claudii,Herrn von Bonneval und Combalet, hat er gezeuget CarolumIII. Hertzog von Crequi; Alphonsum, Grafen von Canaples,der unverheurathet gestorben; und Franciscum, Marquis äsMarines, Marschall von Franckreich, rc.
Crequi, (Carolus III. Hertzog von ) Pair von Franckreich,Printz von Poix, Ritter der Königlichen orden, Ober - Cam-mer-Herr des KönigS, Gouverneur zu Paris, rc. wurde vondem Könige an. >6;;. zum Hertzog und Pair, an. 1661. zumRitter seiner orden, und an. ,074. zum Gouverneur von Pa-ris gemacht. Er war auch Abgesandter am Römischen Hofebey Papste Alexandro VII. und weil er von der.Päpstl. leib-wa-che der Corsen war angefallen worden , welche auch etlicheschüsse nach der carosse, wvrinnen seine gemahlin gewesen,und nach seinem fenster gethan, so kam es zwischen dem Kö-nige in Franckreich und dem Papste zu grosser weitläuftigkeit,wie denn unter andern der König in Franckreich Avignon ein-ziehen , und die prätension des Hertzogs von Parma auf dasFürstenthum Castro wiederum hervor suchen ließ. Jedoch wur-de endlich an. 1664. durch die zu Pisa gemachte tr ictaten die-se fache beygeleget, und muste der Papst die Corsen abschaf-fen, und ihnen eine schand-säule zu Rom aufrichten lassen.Dieser Hertzog von Crequi vermählte sich mit Armande vonSt. Gelais und Lusignan, Aegidii, Herrn von Lansac undMarquis von Balon, tochter und erbin, mit welcher er Mag-dalenam gezeuget, so an. 167;. an Carolum Hollandum vonTremouille, Hertzog von Thouars, vermählet worden. Esstarb Carolus von Crequi den 8. febr. an. 1037. kM. Oe-
Crequi, (Franciscusäs) Marquis äs Marinas, Marschallvon Franckreich, Gouverneur zu Metz, rc. ein söhn Caroli II.und bruder Caroli III. hat viele proben seiner tapferkeit undklugheit abgeleget, und sich nicht allein durch die Waffen, son-dern auch durch seinen Umgang mit Gelehrten, und durch sei-ne wissenschafft von guten sowoj geist-als weltlichen büchern be-rühmt gemacht. An. i6z?. wurde er General-Lieutenant derKöniglichen armeen, an. i66r. General der galeeren, und an.1668. Marschall von Franckreich. An. 167z. eröfnete er diecampagne mit eroberung der stadt Dinant, und wurde hieraufmit seiner reuterey nach Teutschland dem Turenne zu hülstegeschickt, muste aber wegen erhaltenen berichts, daß die Alliir-ten nach der Mosel giengen, wieder zurücke kehren; da er sichder schlösser Ronnestein, Esche und Willicke bemächtigte, unddie vestungs-wercke niederwerffen ließ; worauf er den 7. jul. wie-der nach der Saar gieng. AIs darnach zu ansang des augustidie Wirrten Trier berennet hatten, wollte er selbige stadt ent-setzen , und schlug eine stunde von der Kontzer-brücke sein lager
auf, woselbst er von den Alliirten, unter anführung des Her-tzogs George Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg, den n.
aug. angegriffen und geschlagen ward. Hierauf übernahm erdas commando in Trier, und wollte diese stadt durchaus nichtübergeben; doch dessen ohngeachtet accordirte die garnison,und überlieferte den Alliirten den z. sept. diesen ort; da dannder Marschall ä- Crequi mit z. oder 400. mann in die Haupt-kirche und ferner auf den thurm sich retirirte, woselbst er ge-fangen wurde, die capitulation aber nicht unterschreiben wollte.An. 1676. überfiel er die besatzung in Conde, bekam das Gou-vernement von Lothringen und der daselbst befindlichen troup-pen, gleichwie es der verstorbene Marschall cle Rochefort ge-habt hatte, eroberte auch noch in demselbigen jähre die stadtBouillon. An. 1677. ward er nach Lothringen beruffen, dieKayserlichen daselbst zu beobachten, welchen er auch ihre an-schlüge zu nichte machte, und sie nöthigte über den Rhein wie-derum zu gehen. Er erlegte ihrer auch bey 700. in dem ge-fechte bey dem Kochersberg, und nahm zu ansang des no-vembris Freyburg ein. Gleichfalls eroberte er an. 1673. dieKehler-schantze bey Straßburg, und hatte mit dieser stadt un-terschiedene Händel. An. 1679. kam er in das Clevische, be-sochte unweit Minden wider die Brandenburgischen einen Vor-theil , that sich auch noch in andern begebenheiten hervor, undstarb endlich den 4. febr. an. 1637. Mit seiner gemahlin Ca-tharina von Rouge, Jacobi, Herrn von Plefiis-Belliere toch-ter , hat er gezeuget Franciscum Iosephum, Marquis von Cre-qui, General-Lieutenant der Königlichen armee und Jnspectorder Infanterie, welcher sich an. 168z. mit Anna Charlotte, Lu-dovici Maria, Hertzogs von Aumont tochter vermählet, undden i?. aug. an. 170». in der schlacht bey Luzzara in Italiensein leben eingebüßet ; und Nicolanm von Crequi, Grafen vonBlanchefort, MraLnai äe Lsmx, der an. 1669. gebohren,
und den r6. mertz an. 1696. gestorben. Valckmiers ver-wirrtes Europa; rc.
Cres , einer von den Cureten und erster König in Creta,fieng an zu regieren um das jähr der welk 2097. und vonhat dieses Königreich den nahmen. Er bauete die stadt Gnoi-sus, wie auch einen tempel der Cybele. in ckron.
Crescens , des H. Apostels Pauli scbüler, welcher nach ei-niger meynung das Evangelium zu Mayntz und Vienne mFranckreich soll geprediget haben, in welcher erster« stadt er aumzum Bischoffe verordnet worden, bis er endlich unter Nerone,oder wie andere wollen, unter Trajano die Märtyrer-crone er-langet. Es wollen zwar einige aus dem 4. capit. der 2. Epm"Pauli an Timotheum, woselbst stehet, daß Paulus Creften-tem in Galatien geschickt, behaupten, daß er nach Gallien Ekommen, indem sie durch Galatien Gallien verstehen.wie aber dieses noch sehr zweiselhafftia, und im gegentheil Mgewiß ist, daß man das bekannte Malische Galatien versteht»müsse, als an welcher landschafft einwohner der Apostel auwseinen send-brief an die Galater geschrieben hat; also brauch^auch das übrige, welches man gemeiniglich von dem Crescemte vorgiedt, noch stärckern beweis. in esml.
tfrol. Ilom. sck ä. 27. znn. ^l,lo in 6. -erste.
ttar-o«. an. nc>. 6sII. tom. I. p- 7??'
lib. II. snnsl. Lojor. in vits 8. ölH'"
mi. rle Lpisc. 6erm. , in onomsitico-
in tbestro cle eonverstone gentium. re»
rum ölngunt. lib. II. c. 2. *
Crescens, ein Cynischer kbilosoplmn, welcher an. ^lebte, und die Christen so vieler bösen dinge beschuldigte, oavder H. Justinus seine zweyte schutz-schrift zu derselben Verthei-digung machte, und sie den Kaysern und den gesamten RaMzuschrieb. Weil er aber darinnen dem Crescens seine lasier, »vdaß er sonderlich dem bauch ergeben, derb genug vorrückte, »nihn einen muthwilligen Verfälscher und verderber der Weltwc ^heit, krsevsriLstorem kkilolophire, schalte; so verursachter"fer eine heftige Verfolgung wider Iustinum, daß er an.am iz. april den marter-tod litte. in ckron. *
* Crescentiis , ( Petrus äe) oder LrelLsminenlis gcnannwar aus Bologna , florirte an. 1230. und schrieb cle Mncu.turs, so hin und wieder im XV. ÜLcuIo und zuin fol. aufgeleget, auch in verschiedene sprachen übersetzt w»den. Von Bmgheim, INLUN. lvpvgr. bibl. Locllej- .
Crescentmo, ein kleiner bevestigter ort in der Margg^schafft Zvrea am Po, der vestung Verua gegen über gelegn -fast in der mitte zwischen Turin und Casal. Printz Tho>".zusamt dem Marchese cli Leganez haben sie an. 16^9. belagc .und mit accord eingenommen. Die Spanier hielten den §besetzt, bis ihn der Printz an. 1642. wiederum an Savov §gebracht. An. 1652. hat ihn der Mayländische Gouvermabermal erobert, aber der Savoyische General, Graf von -0nie, hat ihm solchen noch in selbigem jähr wieder abgemmen. An. 170;. als Verua von der Französischen arnieelagert war, hat der Hertzog von Savoyen allhier ein vorw.^hafftes lager geschlagen , um die communication mit denlagerten zu unterhalten. Tke-ur. Lnrox. *
Crescentio , (Marcellus) Bischofs zu Marsino indewM^nigreiche Neapolis, dabey kroceckor des Cistercienser-onkund I.sgsw 8 perpLtuu 8 zu Bononien , war aus einem desehnlichsten geschlechter in Rom entsprossen , und legteseiner jugend auf die studien, sonderlich aber auf diegelehrsamkeit. Clemens VII. machte ihn, nachdem er iw^^nige andere ämter bedienet, zum Bischofs von Marsico; vlus lll. aber setzte ihm an. 1542. den Cardinals-Hut am,auf er noch unterschiedliche andere bedienungen erhielte- -'„j-liuö III. ernennte ihn zu seinem Legaten, auf dem Trwe> ^schen Loncilio zu präsidiren, welches er auch in der n-14. und i;ten seßion that. Wie diese letzten an.de gebracht waren , fiel der Cardinal zu Trident in eme r ^heit, welche ihm durch ein sonderbares schrecken M chkgezogen worden. Denn da er den 26. mertz die gavtze 'Ab-gesessen, dem Papste dasjenige, was vorgegangen wMlich zu berichten, soll ihm vorgekommen seyn, als sah"entsetzlichen Hund mit feurigen äugen, worauf erzu sich geruffen, welche aber nichts dergleichen sehe>".Nichts desto weniger fieng der Cardinal an zu rasenmassen kranck zu werden, daß er gäntzlich an seiner "'snesung zweifelte, ohngeachtet ihm die Aertzte und seineversicherten, daß es keine gefahr mit ihm hatte. Von o» ^-ll-
verficyerlen, oay es reine gezayr mu lym yauc. -c,-.---er nach Verona gebracht, woselbst er gleich, da er sterm' ^hete, schrie: gebt doch achtung auf den Hund, der aut vc ^ st-sitzet; welches den 1. jnl. an. 1552. gefchehen.crs. Ls-v-tti A 57>o««ls». in snnsl. bist- „ Kc-
lib. XXIII. lib. V. VIII. L IX.
* Crescentio, (Alexander) ein Cardinal im ^^stndstammte aus einem alten Römischen geschlecht httf, Petruwein söhn Johann Baptistä, welcher den Card"'^,^s, ah-Paulum zum bruder halte, und der Annä äe M / ssapu^'I6oz. gebohren. Er hielt sein Noviciat bey ^ gcsymfnern , weil aber derselben strenge lebens-art ss'^azjo» rs,.heit nachtheilig war, begab er sich in die AE."„schledGSamasco. Nachdem er unter Urbano Vül. Ziß-