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Blßthümmer verwaltet, und unter Innocentko X. einen or-dentlichen XUNLIUM an Savoyischen Hof abgegeben , auch"ach der zeit bis an. iü88. das amt eines Inguibcoris im Nea-politanischen versehen, machte ihn Alexander Vil. z»m Cam-wermeister und zum Patriarchen von Alerandria und von An-«ochia. Clemens X. erhub ihn an. 1675. zur Cardinals - wür-de, gab ihm das Bißrhum von Loretto und von Recanati.An. 1688. ward er, da er messe hielt, von einem schlag - ffußvefallen, und starb bald darauf. Er war ein ehrlicher mann,«besucht sonderlich gelehrt. Nach Clementis X. tobe wäreer Papst worden, wenn ihm nicht die Französische partey, alseinem anhanger des Altieri, hinderlich gewesen wäre.tE. tom. I V. Iral. tom. I. Vli VII. VIII. IX. Nach-
richt im manuscript.
Crescentius Olumantanus, ein Römischer katricius,welcher den Papst Iohannem X V. nöthigte an. 98z. in Toscanienfliehen, nachdem er vorhero zu Rom grausam handthieret, undmh unter dem nahmen eines Bürgermeisters einer grossen ge-malt angemasset, auch des casteüs St. Angelo bemächtiget.Einige zeit hernach wurde der Papst von den Römern aus furchtvordem Kayser Ottone III. zurück beruffen, wiewol ihm den-noch Crescentius viel Händel machte, so, baß Johannes aufsveue genöthiget wurde, den Kayser zu hülffe zu ruffen; wor-über aber der Papst Johannes starb, nachdem der Kayser nach-stavenna gekommen war. Nach dieses Papsts tode wurde Gre-Mi„s V. erwehlet, welchem Crescentius Iohannem, so vonRossano gebürtig, und Bischoff zu Placenza war, unter demvahmen Johannis XVII. entgegen setzte. Allein Kayser OttoUI. kam seinem vetter Gregorio zu hülffe, und ließ den Gegen-vapst hinrichten; Crescentius aber, nachdem man ihn in seinervestung gefangen bekommen , wurde von der spitze eines thurnsauf die erde herab gestürtzet, und hernach, da man ihn von einerMe bis zur andern geschleppet, aufgehencket; wie solches Gla-ver Rudolphus erzehlet. Petrus Damianus aber, Leo Oitienüsvnd andere berichten die fache etwas anders: gestalt der erste inSt. Romualdi leben berichtet, daß der Kayser dein Crescentiolinier dieser bedingung, daß er ihm das castell St. Angelo ein-räumen sollte, das leben zu scheuchen versprochen; allein dieserverheissung ohngeachtet, ihm dennoch den köpf vor die füsse le-gen lassen. Die geschieht - schreibet dieser zeit erzehlen gemeinig-lich , dieses Crescentii Wittib hätte darauf zur rauche solches to-be» den Kayser durch vergiftete Handschuhe ums leben gebracht.
lib. I. bist. c. 4. ö/?,e-ch lib. II. cap. 18-vE,a«. epist. H.
bibi. ils8 Mtsur8 LLLlsf. tom. VIII. c. 2. p. 14. *
* Crescenzago, eine kleine stadt im Hertzoqthum Maylandam sogenannten canal äi Martegna gantz nahe bey MaylandSegen osten.
- * Crescter, eine kleine stadt in dem Fürstenthum Neufchatell« der Vchweitz, dem König in Preussen gehörig. Dieser ortweigerte sich an. 1707. gemeldtem Könige, als declarirtem sori-bevainen Printzen von Neufchatel, den eyd der treue zu leisten,wurde aber durch die dahin gesandte trouppen bald zur raisongebracht.
.* Crescimbeni, ( Johannes Marius) ein gelehrter und be-Mmter Jtaliäner, ward zu Macerata in der AnconitanifchenAlurck den 9. oct. an. 166;. gebohren, und in der taufe Jvh.Mria genennet, welchen nahmen er aber nach der Hand inven obigen verwandelte. Er stndirte anfangs bey den Jesui-!eu in seiner vatter-stadt, und hatte sonderlich unter anführung7,es gelehrten Caroli ä'Aguino in der ticht-und rede-kunst so gu-lm fvrtgang, daß er wegen einer wohlgerathenm Übersetzungzweyer bücher des Luciani in Italiänische verse schon im 1;.
seines alters zu Jesi in die Academie c!e' Oispossi auf-genommen wurde. In dem folgenden jähre» nemlich an. 1679..f'rde er auch voötor .furis, und erklärte sodann in seiner vat-„V''stiidt die Iniiituünnes, worauf er sich nach Rom verfugte,",,b allda die zeit theils auf die Rechtsgelehrsamkeit, theilsuss ^ Poesie und andere Humaniora wendete. Indessen wolltederjenige geschmack, so damals in den schritten der Jta-herrschete, von zeit zu zeit weniger gefallen, dahero er^slben nach anleilung der geschicktesten svwol alten, alsneuern scribenten zu Verbestern sich entschloß, und m aus-Moung dieses wichtigen Vorhabens solche Mittel wehlte, wo-^ seinen zweck am süglichsten erhalten konnte. Er fiengg'wlch an, den sommer über allezeit gegen abend nut eun-un». auserlesenen freunden vor die thore der stadt zu spatzieren,«v auf dem selbe Unterredungen von allerhand gelehrten dm-N.mil denselben anzustellen. Als sie nun auf einer wieseäff/ beysammen fassen, geschahe es, daß einer unter ihnen^rgnügen über diese angenehme und ergötzliche zusam-Nunfte die gesellschafft mit den alten schaftrn in ArcadlenvMlch, welches sonderlich dem Crescimbem dergestalt gefiel,b-LffV der Hand, als nemlich an. 1690. aus diesen letzt-t», mrwbenen Versammlungen eine ordentliche Acadenue errlch-Worden, solche die Academie äsgU ssroadi betitelte, wo-ein-ffch auch ein jedes Mitglied den nahmen emes schafers vone Aff ort in Arcadien erwehlte. Wie aber CresclMbenl denbd,n gründ hiezu geleget, also wurde er auch zum Lussoäestell- von derselbigen ernennet, und versähe diese
öws/8. jähre mit besonderm rühm, wie er denn auch das ver-fugen haue, daß sehr viele und zum theil berühmte statte
in Italien sichs vor eine ehre schätzten, ihre eigene Arademienals sogenannte colonien mit der Arcadische» in Rom z» ver-einigen , und ihre gcsetze und statuten von dieser letzter» anzu-nehmen. Nachdem er aber unter diesen mancherley beschäffki-gungen von der Rechtsgelehrsamkeit gantz abgekommen, trater in den geistlichen stand, und ward an. 170;. Limonicve,ingleichen an. i 7 »V- Ertz-Priester an der kirche zu Santa Ma-ria in Cosmedin, in welcher würde er auch endlich an. 1728°den 8. mertz mit tode abgieng. Er war im übrigen ein Mit-glied von den allermeisten Academien in Italien, wie auch vonder Gesellschafft der X-uurL Luriolbrum in Teutschland, undhinterließ: I/llloria äella volZgr koöl'12; Lommentarii intornoLila Ina ifforiL öcc. und la Lelle2?,a llells volgar koLÜa; wel-che schriften zu Venedig an. 17;,. in sechs wm>8 in 4. zusam-men wieder aufgeleget worden, ferner 1s Vice degli üiLalli >1-luüri lernte da diverü ssutori, davon er überhaupt vier theile andas licht gestellet; 1 e Xime degli ssroadi, in IX. tom>8; IsVross degli UrLsdi, in drey banden; Xütiris äegli ttrcsälmvrri; Lraallum Lsrmins; und anders mehr. Sein leben,welches Franc. Maria Mancurtt ausführlich beschrieben, ist inder oberwehnten Venetianischen edition seiner Issoria Ueil» volgarkoeka rom. VI. anzutreffen, ssää. 1729.
x. 876. mem. tom. XXXI.
* (trescimir I. ein enckel des Königs Paulunir und söhn desThiescimir, der nur einen kleinen theil des Königreichs Dalma-tien innen hatte. Er ward an dem Hofe des Cidomirs, Lsnnivon Croatien, seines groß - vatters mütterlicher feite, erzogen,der ihm, als er sterben wollte, seine herrfchafft übergab.Crescimir bediente sich der damals in Servien entstandenen Un-ruhen , Bosnien wiederum an sich zu bringen, da indessen seindruder Predemitz seines groß-vatters Paulunir länder wiederumzum gehorsam brachte. Nachdem also das Königreich Dal-matien wieder restituirt war, theilten diese beyde brüder selbigesunter sich , in dessen besitz die nachkommen des Crescimir ge-raume zeit geblieben. Er starb endlich an. 980. in hohem alter,und ihm fuccedirte sein söhn Stephanus. Drsrü-e, KiHoMOslmsti-e.
* Crescimir II. ein enckel des ersterwehnten von seinem söhn
Stephano, fuccedirte seinem vatter an. 994. Sein bruderSurigura machte ihm die herrfchafft streitig, daher er auf ei-ne weile die flucht nahm; er führte darauf mit den Vene«tianern krieg, hinterließ aber zuletzt die regierung seinem söhnDircislao. bissor. della Oulmst.
* Crescimir III. ein söhn Mirostlai, der zuerst den titul ei-nes Königs von Dalmatien wieder angenommen hatte, suc-cedirte seinem vatter an. ioiz. Er führte mit den Venetia-nern, und hernach mit dem Kayser von Constautinopel, Bastlio,schwere kriege; welcher letztere ihn auch an. ,024. überwand,und ihm hernach eine bedienung an seinem Hofe gab, seineländer aber mit der Kaystrlichen Crone vereinigte, s»ismil. Lorant.
* Crescimir IV. ein söhn Stephani II. Königs in Dalma-tien , und enckel Crescimir III. trat die regierung von Dalma-tien unter der dependentz der Griechischen Kayser an. ,059.an, welche er sehr wohl führte, endlich aber an. 107;. starb.
Or, Ikmii. 872201.
* LKL8LONI, völcker, wo den Männern die Polygamieerlaubt ist; wann ein mann stirbet, so setzet es einen grossenzanck unter seinen hinterlassenen weibern < welche ihren mannam meisten geliebet habe , nach einer genauen Untersuchungwird diejenige, so den preis der ehelichen liebe davon getragen,und dieselbe authentisch, und mit vielen exempeln bewiesenhat, mit ihren schönsten kleidern, so sie hat, ausgezieret, zudem grabe des verstorbenen manns geführet, und ihre näch-sten verwandten haben alsdenn die ehre, sie bey dem leichnamdes verstorbenen abzuthun, und neben ihren ehemals gelieb-testen zu begraben. Die Wahrheit dieser unglaublichen gewöhn,heit lasset man auf der treue einiger reise - beschreibungen be-ruhen.
Cresconius, Bischoff zu Todi, wurde von dem Papst Ana-stasio II. an. 497. an den Orientalischen Kayser Anastasium ge-schickt , nebst dem Germano von Capua, «im den Kayser dahinzu bringen, daß er von der protection der ketzer abstehen möchte.Der Kayser empfieng sie zwar sehr wohl, und behielt sie bis zuende des folgenden jahrs bey sich, bemüheten sich aber unterdes-sen durch einen ksiricium, Festum, berste begleitet hatte, denPapst dahin zubringen, daß er das Henoucum 2enoni8 unter-schreiben sollte: wodurch also des Creftonii und Grrmam an-gewandte muhe zernichtet wurde. colleäk.
canon. üb- II- lib. XVI. c. ;z.
Cresconius oder Lnsconius, ein Africanischer Bischoff.lebte unter der regierung des Leontü, welcher an. 60-den Kayftrlichen thron erhoben worden, da man Justinen,,«!den lungern ms elend vertrieben. Er hat zwey schriften , ^fertiget, die »ä lus gehören, nemlich «n krevig
rmm Lsnonum, und LoncorciiLM oder ibibrum (.rmonumbeyde zum oftern von gelehrten mannern sind edirt woffd^ Evhat auch m versen die kriege nud victorien JoyanMS Batricchwelchen der Kayser Lcontms nach Afticain wider dck Saracene»geschickt, beschrieben. an. 527. /«!
FeL«,. r>a» in hilf. ^uriz eccles. ^
Llti4 ' ' * Crx-