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Königliche Haus im feuer umgekommen. üb. VH.
Metern, lab. 20. feg.
Creusa, eine tochter Priami und der Hecubä, war eine ge-mahlin des Aeneä, welcher mit ihr den Ascanium gezeuget.Sie soll bey dem untergange der stadt Troja, da Aeneas seinenvatter auf den schultern weggetragen, und seinen söhn an derHand geführet, seyn verlohren worden, weil sie von dem rechtenWege abgekommen, wie Virgilius berichtet. Andere abermeynen, sie wäre selbst von dem Aenea umgebracht worden,üb. II. lüneiä.
Creusa, eine tochter Erechthei, eines Königes der Athenien-ser, und gemahlt» des Luthus, welcher, nachdem er ausThessalien verjaget worden, in den Peloponnesum kam. Erzeugte mit ihr den Achäus und Iyn. Üb. I. c. 7.
äs IIe§. Htben. üb. II. s. 1;. 14.
Creuse, lat. Lross, ein fluß in Franckreich, welcher in derlandschafft Marche entspringet, und sich unterhalb Chastelleraudin die Vienne ergeust. li/aAö» äsksr. üum. 6»II.
Creussen, ein städtlein und amt in dem MarggrafthumCulmbach, 5. meilen von Bareuth mittagwärts gelegen, unddem Marggrafen von Bareuth gehörig. Man verfertigt alldaviel töpfer-arbeit, sonderlich aber schöne trinck - gefässe.
topvßr. krsnc.
Creutz, (heiligen) ein Cistercienser-kloster in Oesterreich,4. meilen von Wien gelegen, so der heilige Leopoldus an. 1154.gestiftet, aüwo vor zelten bis zoo. Geistliche gewöhnet. Die Kö-nige aus Hungarn und Böheim, die Hertzoge aus Oesterreichund Bayern haben diesem Stifte viel gutes gethan. Durchdie Türcken-kriege hat es viel erlitten, sich aber allezeit wiedererholet.
Creutz, (heiligen) vor zeiten ein Cistercienser-kloster inHungarn, im Funfkircher Vißthum, von der Pontigniacen-ftr linie, so an. 1201. oder wie andere wollen, an. 1244. ge-stiftet worden.
* Creutz, (heiligen) weiland ein Fürstliches und adelichesJungfer-kloster in Meisten, unfern der stadt Meisten, nördlichan der Elbe, von der zu nächst unter dem schlösse gelegenenWasserburg an. 1267. besserer bequemlichkeit halben dahin trans-feriret, letztlich aber an. 1670. dem Churfürstlich - Sächsischenschul - amte daselbst zugeschlagen, nachdem den darinnen nochbefindlichen kloster-jungfern anderweit Provision verschaffet wor-den. Rnauths xroär. MlbiiL, x. 149.
Creutz, lat. Lrux oder Lrilium, eine Königliche freystadtin Croatien, liegt an dem fuß des gebürges, und sind vormalsdie Land-tage der Slavonischen und Croatischen Stände allhiergehalten worden, welche auch nach Königs Ludovici tobe an.1526. anhero deruffen worden. Sie wird in die ober - und un-ter-stadt eingetheilet, welche mit einander zu vereinigen in denUngarischen Land-tagen an. 1659. und 171;. geschlossen worden.Es wird von diesem orte eine von den Croatischen Gespanschafftendie Creutzer-Gespanschafft, lat. Lomitsw8 drillend oder kllien-s>8, genennet, welche zwischen der Sau und Drau, dem Wa-rasdiner und Sagorienser Comitat, dem Hertzogthnm Steyer-marck und der Grafschaffe Cilley lieget, greis. äiLtss
Loson. an. 1715. gre.127. iniscell. äes. III. k. I. x.y.
Creutz, eine alte adeliche familie in Meisten, welche sichauch in Preussen, Schweden, rc. ausgebreitet. Ulrich vonCreutz wird in der fundation des klosters Marienstern bey Camentzan. 1264. als zeuge angeführet. Dietrich von Creutz hat an.1455. von dem Bischofs zu Naumburg das schloß und dorf He-ckewalde, wie auch Brachau und Gersdorff vor 1500. Rhei-nische gülden an sich gekausset. Melchior, st. II. v. war Chur-Sächsischer Rath und virsökor der an. 15 ?9- in Meisten vonHertzog Heinrichen zu Sachsen vorgenommenen religions - än-derung. Wolf befand sich an. 1547- als Chur - SächsischerObrister zu Wittenberg, als dieser ort an den Kayser Carl V.übergieng, welche charge auch Hildebrand von Creutz auf Bel-tzig oder Pöltzig, der an. 1^90. verstorben, bekleidet. WolfHeinrich auf Kriebenstein bey Waldheim in Meisten, dienteums jähr 1662. der Cron Schweden als Obrister; er hat ge-dachten Ritter-sitz verlaustet, und soll sich in Schweden an-säßig gemacht haben. Sein brnder Melchior Ehrenfried besaß-Schweickershayn nicht weit von Kriebenstein, hat aber keine be-ständige posterität nach sich gelassen. Gegen ausgang des VII.isscull florirte diese ansehnliche familie, insonderheit auf denRittcr-güthern Silberstraß und Nieder-Schleina bey Zwickau,und Kreupitzsch im Amt Eckertsberga.
An. 160,. kaufte Christoph von Creutz aus Preussen, dasRitter-guth Froburg bey Ältenburg, hinterließ aber bey seineman. i6io. erfolgten tode von seiner gemahlin, Bernhardt vonCreutz tochter aus Meisten, keine männliche erben; hingegenaber drey drüber, welche waren 1.) Andreas, ein vatter Han-sens, dessen söhn George Chur-Trierischer Cammer - Junckerworden, und George Wilhelms, Preußischen Hof-Gerichts-Raths. 2.) Wolf, vatter- Wolf Friedrichs, Chur-Säch-sischen Oberst-Lleutenants, und Abraham Iosaphats, Preußi-schen Appellatwns-Raths und Hof- Marschalls. George,ein vatter Melchior Ernsts, Preußischen Hof-Gerichts-Raths.Vor diesem hat eine alte adeliche familie, die Rreutzer zu wer-temberg und Ryanngprunn genannt, in Kärndten floriret,
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und ist deren stamm-reihe von an. 1458. bis zu deren abgang, si>ohngefehr zu ansang des XVII. ts-cuü geschehen, bey dem L«ce-k. II. Ltemmgi. p. 105. zusehen.
Creutz , (Carl von) ein Meißnischer von Adel, nahm d»eCatholische religion an, und begab sich zu Vilna in Litthanenan. 1627. in die Soc. JEsu. Nachgehends war er zu DantzigMeauch an andern orten Prediger, und gab unterschiedliche stremschriften wider die Lutheraner heraus. Er starb an. i6üo. in dem5;. jähre seines ülters. hibl. 8. st. äisr. biogr.
Creutzberg , eine Hessen-Casselische stadt mit einem Amt odereiner Vogtey, an dein fluß Vach ohngefehr 2. meilen von E>Anach, gelegen. Philippus, ein jüngerer bruder Caroli, desan. i7;o. verstorbenen Landgrafen von Hessen-Caffel, hat es z»seiner appanage bekommen, und sich daselbst ein schloß gebauenwelches er Philippsthal genennet. .
Creutzberg eine stadt und Amt in Thüringen , an dem WWerra, an den Heßischen grentzen gelegen, ist an. 1176. durwkauf von dem Stift Fulda an die Landgrafen von Thurinaewgekommen, und gehöret jetzo dem Hertzoge von Sachsen-Elpnach zu. In den innerlichen kriegen von an. 1259. und iry;'ist der ort reine ausgebrannt, auch an. 1652. von den Pappcwheimischen trouppen ausgeplündert worden.
Lulä. lopogr. 8ax. fax.
Creutzberg, oder Lreutzburg, lat. Lreutrbergs, odckLrusiburgum, eine stadt mit einem Weichbilde in dem Fürstcwthum Brieg in Schlesien, liegt sieben meilen von Brieg, jenMder Oder an der Polnischen grentze in einer lustigen und fruEbaren gegend, an dem flusse Trimictz. Sie hat ein schloßamwelchem ein Amts-Verwalter über die dasigen Cammer-gütye»wohnet. An. 125;. habenHenricus undUladislaus, HertzEin Schlesien, nebst ihrer Mutter Anna, gebohrner Königl. Pr>^tzeßin aus Böhmen, denen Creutz-Herren mit dem rothen si^"bey St. Matthiä bey Breßlau verstattet, in denen ihnenschenckten güthern eine stadt und marckt, Creutzburg genau«»nach Teutschem recht auszusetzen, und ist es bey den Breßl.,Liegnitzischen Fürsten geblieben, bis an. 1294. der Hertzog HAricus V. er2Üu8, um aus der gefangenschafft seines vetternHertzogs von Glogau los zukommen, Creutzberg nebst andtz-lorten demselben abtreten müssen; doch au. i;i9- hat HenrA
- - - - - - - ^ Oels, a>^
V. söhn Boleslaus es dem Hertzog Conrado I. von
es
vorgedachter Glogauischen linie, wieder abgeklungen, und ^dem Briegischen Fürstenthum einverleibet. An. 1428.
es von den Hußiten eingenommen, und an. 14; i. von
des
Schlesiern belagert, üiä. kolon. 8iles. 0-
Luc. Schles. chron.
Creutzburg, eine stadt in Liefland in der provintz Letten,weit von Düna, gehört sonst dem Teutschen orden, kam aber a>'1261. in der aufrührischen Preussen, und an. 1414. in dergemalt. Zeillers beschr. von Polen, rc. roxogr. 8ilev^'
Creutzburg, eine adeliche familie in Thüringen, von weeher Eckard, Casiellan des schlosses Grimmenstein zuum das jähr 1242. floriret. Nachgehends wird Burchard « ^1458. unter die Aebte zu Reinhardsbrunn gezehlet. Andre ^ist an. 1542. mit dem guthe Bercka belieben worden.von Creutzburg hat an. 156;. die lehn über die güther SAmenshaustn, Scherbeda, Franckenroda, rc. erhalten.fange des XVI. üeculi stand einer von Creutzburg, als Scy'AHaüptmann zu Weissenfels, bey seinem Hertzoge in grossen s"den. Korba äixlom.
* Creutzen, eine Grafschafft in Ober-Oesterreich, weMverschiedene Ritter-mäßige lehen zu verleihen hat. Siedem den Grafen von Hordeck, sodann den Herren von ^ ^ckersdorf, ferner denen von Schweinböck, und hernach denAMeggau gehöret, bey denen sie aeblieben, bis sie nach abwv^Leonardi Helfriedi, Grafen von Meggau, durch dessen lvwMariam Ännam an Carolum Gottfridum Grafen vonner gefallen, von dessen erben sie Sigismundus Ludovicu-von Dietrichstein, und von denen hinwiederum an. i 7 <"-^«eö/Carolus Graf von Cauriani an sich gebracht. Von Hohe"beschreibung von Oesterreich.
Creutzen ach , lat. Lrucinacium, eine stadt nebst olneni 8amte in der Unter-Pfaltz, dem Churfürsten zu Pfaltz osSie ist die Haupt-stadt in der Grafschafft Sponheim , ."AstFdem fluß Nabe, der sie von einander theilet, und h^/E.ä veNtberg-schloß, Rausenberg oder Ganerbenburg, wE ^Churfürsten von der Pfaltz und dem Marggrafen vonmeinschaffllich zustehet. Diese stadt ist schon zu desCaroli N. zeiten bekannt gewesen, und findet man em awwelches Ludovicus kius an. 8;c>. daselbst datiret. NaE »soll sie den Hertzogen von Francken zugehört haben, posfchenckung des Kaysers Henrici lV. an Erharden, B«>A '^41.Speyer, gekommen seyn, dessen Nachfolger Conrad w „/Miss.an Conradum, Grafen von Sayn und Sponhelw/ ^gratSie war ehemals eine Pfaltzgräsiiche residentz, und ^ gxsuULudovicus Henricus Mauritius hat in der mitte des ^ ^ sie vonallhier ein neues schloß aufbauen lassen. An. r6ro. w vonden Spaniern, an. 1652. von den Schweden, «"'s^yserlich^den Sachsen-Weimarischen, an. 1641. von denund an. 1644. von den Franzosen erobert, welche van. 1689. übel gehauset. Kill. ksl. x>. 60. sev«kaäsrb. cüron. HirsauZ. sä su. 1241. * zskk"