In diesem Ausdrucke heifsen zum Unterschiede vomTotal-Differential du, <lie beiden Glieder
C£) dx und
beziehungsw. die partiellen Differentiale von u nach xund nach jr,. so, dafs also das T o t al -Differential aus derSumme der partiellen Differentiale besteht; welcherSatz sich überhaupt auf Functionen von jeder beliebigenAnzahl von Variablen ausdehnen und erweisen läfst, so,dafs z. B. für u = f(x, y, z ) sofort
*'> da=i (jO dx + (ir) dz
ist, u. s. w. Hieraus folgt zugleich, dafs die Differentia-tion der Functionen m e h r e r e r Variablen (indem nachund nach nur immer Eine als variabl angesehen wird) aufjener der Functionen Einer Variablen beruht, oder auf diesezurückgeführt werden kann.
§. 658 . Beispiele hierüber.
/ du\ /d u \
1) Für u = xy ist dx = y dx und yjj-^Jdy=xdy,
also nach i) des vorigen §. du = ydx x dy.
/ du\ dx
\dx/
i) Für u = — ist { —— ) dx ■.
d x x dydemnach du =- ■— -—
y yl
■ und
y
y dx —. xdy
■ y
/d u\
G i?) d '=
■ xd y
3 ) Für u = xy- sin z folgtfdu\ fdu\
v ,"dx j dx — y 2 zdx, \jciy J d y = 2x y s * nzd y
\dys
/d u\
und I — J dz = xyt cos zdz,
mithin ist nach Relat. i ) des vorigen Paragrapbes :
du = y- sin z d x -J- a xy sin z dy -J- xy ' 1 cos zdz.Anmerk. Man sieht, dafs die im l. Capitol für das Diffcrcn-tiiren der Functionen Einer Variablen abgeleiteten Kegelnauch für Functionen zweier und mehrerer Variablengelten; denn man hat z. B., ohne auf partielle Differentialeüberzugehen, nach der für (§. 620) dXX' abgeleiteten Regelunmittelbar: dxy = x dy -f- ydx, wie vorhin im 1. Bei-spiele. Dasselbe gilt auch von allen übrigen Beispielen.
BurgV, Compendturn d. höh. Math. 27