7» I. Zeitraum. 2. Capitel.
ein Instrument, welches aus zweyen Linealen zusam»wengesent ist, deren eines sich in paralleler Lage vondem andern entfernt, indem es sich in den Fugenzweyer auf dem erstem Lineal lothrecht aufgestelltenPerpenbiculären bewegt. Aber diese Auflösung warmechanischer Art, und leistete den Wünschen der Geo-Meter keine Genüge.
In einer andern Untersuchung, die durchausneu war, war er glücklicher. Vor ihm war derKreis die einzige krumme Linie, welche in der Geo-metrie betrachtet wurde. Er führte in dieselbe dieTheorie der Kegelschnitte ein, dieser berühmten krum-men Linien, welche sich auf der Oberfläche eines vonEbenen in verschiedenen Lagen durchschnittenen Ke-gels bilden. Durch eine aufmerksame Untersuchungder Erzeugung dieser krummen Linien entdeckte ermehrere Eigenschaften derselben. *) Diese ersten Be-griffe, welche er in seiner Schule verbreitete, wurdenin derselben gar schnell weiter ausgeführt. Seinevorzüglichsten Schüler und Freunde, Aristäus, Eu-dyxus, Menächmus, Dinostratus rc. drangen sehrtief in diesen Zweig der Geometrie ein. Bald brei-tete dieser sich in dem Grade aus, daß er eine ei-gene 'Abtheilung von einer höher« Ordnung, als diegewöhnliche Geometrie, ausmachte. Man nannte
*) Ueber den Antheil, welchen Plato vermuthlich an diesenErfindungen hatte, sehe man Aus. II. ^aß Arifiäus, wie derVe-s- sage, een Schüler und Zeitgenosse der Plans gewesen sey,fiii e» mau nirgends bestätigt. Wahrscheinlich lebte er kurz«Zeit v»r Euklide?.
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