k. Zeitraum. 2. Capitel.
„als Aesel'ylns Trauerspiele schrieb, die Dekorationen„des Theaters gemacht, und hierüber eine Schrift„hinterlassen. Durch sein Beyspiel veranlaßt, bä-hen DcmokrituS und Anaxagoras über denselben„Gegenstand geschrieben, wie nämlich, eme gewisse„Stelle als GestchtSpuncr angenommen, im Ver-hältniß zu der Scharfe des Auges und der Aus-„dehnung der Lichtstrahlen, Gegenstände in Linien,„den natürlichen Entfernungen gemäß, dargestellt„werden müssen; so daß von einem undeiuliMen„Gegenstände deutliche Bilder scheinbare Gebäude„in der Scenen - Mahlerey erzeugen, und auf ge-„raden und ebenen Flachen gezeichnete Gegenstände„theils zurückweichend, theils vorspringend erschei-nen." In dieser Stelle ist nach meiner Meynungdie Linear - Perspecnv sehr deu-lich bezeichnet.
In Rücksicht auf die Lust - Perspecrio hingegen,.welche vom Contrast und der Abstussung der Farbenabhängt, ist die Frage nicht so leicht zu beantwor-ten. Einige Neuere behaupten, daß von dieser dieAlten nur unvollkommene Begriffe hatten, die nuraus einer gewissen Gewohnheit beruhten. Allein ichgestehe, daß die Gründe mich sehr überrascht haben,welche der Graf ve Caylus für das Gegentheil an-führt. Das Folgende ist daher als ein Auszugaus der Abhandlung anzusehen, worin dieser gelehr-te Kritiker den Gegenstand untersucht. *) „Bon
»2y. Die neueste Untersuchung ist vom H. Pros. Fiorillo (KleineSchritten artistischen Inhalts. Göklüig. 130z. X Adl'dlg.).
*) ÜLsua. gs s'Xvitll. äes UoUe» I.srr. Dom. XXIH. x->A. 32Z»