Zusätze zur Geschichte der Germern«. r:y
Man begreift, daß für die Anwendung jeneranalytischen Methode, bey der verschiedenen undMannigfaltigen Beschaffenheit der aufgegebenen Lehr-sätze und Aufgaben, sich keine bestimmten Regeln an-geben ließen, nach denen man in allen Fällen oder inFällen von einer gewissen allgemeinen Gattung gleich-sam mechanischer Weise verfahren konnte, um dasAufgegebene immer mit Sicherheit zu erhalten. Manmußte zuförderst das, was aus dem unmittelbar Ge-gebenen bestimmt war, in aufmerksame Betrachtungziehen, anderweitige Hülfs> und Mittel-Sätze aus-sündig zu machen und in Anwendung zu bringen su-chen, um so auf eine einfache und geschickte Weisedie Analysts einzuleiten. Hier mußte alles auf einesIrden eignen Scharfsinn und glückliche Erfindungs-gabe ankommen. Allererst, nachdem von mehrerenGeometcrn auf einzelne reichhaltige Satze oder Sy-steme von Sätze» die analytische Methode mit glück- ^lichem Erfolge angewandt und an ihnen mit Sorg-falt entwickelt war; nachdem hierdurch zugleich diehöhere Geometrie und insbesondre die Theorie dergeometrischen Oerter.weitere Fortschritte gethan hatte:war der Weg auch für Ungeübtere einigermaßengeebnet; insofern jener ihrer Vorgänger Werke ihnenMuster und mannigfaltigen Stoff zu Kunstgriffendarboten, um durch das Studium derselben mitdem Geiste der Methode sich vertraut, und durchNachahmung und eigne Uebung in der Anwendungderselben zu neuen Entdeckungen eine Fertigkeit, dievon einer mechanischen dessen ungeachtet weit entferntblieb, sich eigen zu machen. Nach den gewiß ver-