Geschichte der Mechanik. 149
Kenntnisse nehmen unbestritten den ersten Platz imReiche der Wissenschaften ein. Man darf ihnen diepraktische Mechanik nicht gleichstellen, da ein Mann,der zugleich ein großer Geomcter und ein großer Me-chanischer Künstler war, auf eine so bestimmte Artsich dagegen erklärt. Diese letztere erfordert indessenoft viele Forschung und vielen Scharfsinn; und einMechanischer Künstler vom ersten Range, wie Vauean-son, ist sicher ein seltnerer Mensch, und einer grö-ßern Achtung werch, als ein bloß gelehrter Geome-ter ohne Erfindungsgeist.
Zur Vollendung der Statik war nichts weiterübrig, als die Grundlehren, welche Archimedes fürdas Gleichgewicht des Hebels gegeben hatte, weiterzu entwickeln und allgemeiner zu machen. Es leidetkeinen Zweifel, daß er selbst den Geist dieser Gründ-lehren auf die zahlreichen Maschinen ausgedehnt Hak,welche er erfunden hatte, und von denen -w keineBeschreibung hinterlassen wollte. Seine Nachfolgerthaten in langer Zeit nichts weiter, als daß sie sei-nen Fußstapfen langsam folgten; und man findetnicht, daß sie dir Statik durch irgend einen etwaserheblichen Lehrsatz bereichert hätten. Durch Zusam-menstellung bekannter Grundlchren brachten sie in-dessen von Zeit zu Zeit eine große Zahl für dieMenschliche Gesellschaft sehr nützlicher Maschinenhervor.
Mechanik oder Theorie der Bewegung.
Die Alten haben von der Theorie der Bewe-8Ung nur die allerersten Grundbegriffe gehabt. Sie