Geschichte der Hydrodynamik,
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Allein Vitruv *) der damals lebte, sagt in seinerBeschreibung derselben keineswegs, daß sie nocheine neue Erfindung wären. Sie waren also wahr-scheinlicherwcise lange vorher bekannt.
Die Windmühlen sind viel später in Gebrauchgekommen.**) Einige Schriftsteller behaupten, daß
*) Vitruvs Beschreibung findet man Ilb. X. oax. ro. ESist ein Schöpfrad, an dessen Welle noch ein bezahntes Rad verti-kal stehend befestigt ist. Neben diesem vertikalen Rade ist eingleichfalls bezahntes horizontales Rad angebracht, an dessen Areoben die Haue befestigt ist, welche den Läufer faßt und bewegt.Von der Erfindung der Wassermühlen handelt H. Teckmann ins. Beyträgen zur Geschichte der Erfindungen. 2. B- i. St.Wenn gleich unter August und den folgenden Kayfern die Wasser-mühlen in Rom schon gebräuchlich waren, so blieben doch, beyder großen Anzahl Sklaven und deren wohlfeilen Unterhaltung,die Hand- und Roßmühlen noch über dreihundert Jahre nachAugust sehr gemein. Erst nach Einführung des Christenthums,da die Sklaven seltner wurden, hörte m in allmählich auf, Müh-len von Menschen treiben zu lassen. Unter Honorius rn.o Arca-dius um« I. ZY8 kommen die ältesten Gesetze vor, trrl)» zumSchutz der Wassermühlen, als einer noch neuen öffentlichen An-stalt gegeben wurden. Als im I, 536 Belisariu« von Vitiges,dem Könige der Bothen, in Rom belagert ward, und dieser dieWasserleitungen Roms, welche auch die Mühlen trieben, ver-stopfen ließ, machte Belisarius zuerst den Versuch, Schiffmüh.ken auf der Tiber anzulegen, welche pom,Strome getrieben wur-den; welche« vollkommen gelang. Hierdurch wurde der Ge-brauch der Wassermühlen sehe erweitert, und sie wurden baldüber ganz Europa bekannt.
**) Höchst wahrscheinlich waren den Römern die Windmühlen«och nicht bekannt. Wo sie zuerst eingeführt find, ist. nicht aus-gemacht. Gewiß ist es indessen, daß fie schon vor den Äreuzzü-