Band 
Erster Theil.
Seite
168
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I. Zeitraum. 4. Capitel.

die Franzosen sie im sechsten Jahrhundert der christ-lichen Zeitrechnung erfunden haben. Andre sagen,daß sie durch die Kreuzzüge aus dem Morgenlandezu uns gebracht sind, wo sie schon aus einem ho-hen Alterthume her üblich waren, und wo man sieden Wassermühlen vorzieht, weil Quellen undFlüsse in diesen Gegenden weniger häufig sind, alsin Europa. Mögen wir sie nun erfunden odervon andern bekommen haben, so ist doch gewiß,daß der Gebrauch derselben unter uns mit vielerMühe und großer Langsamkeit eingeführt ist. Auchgeben wir von unserer Seite den Wassermühlenden Vorzug, indem diese viel bequemer ihre Dien,sie leisten und ihre Bewegung regelmäßiger ist.

Ich kann mich der beyläufigen Bemerkung»licht enthalten, daß der Mechanismus der Müh,len, insonderheit der Windmühlen, eins der Meister,werke des menschlichen Kunstsieißes ist.

Bey der Betrachtung so großer Werke, sogroßer Denkmäler des Genies, thut der gefühl-volle und dankbare Mensch die Frage: Welchewaren es, denen wir alle diese nützlichen und tief-sinnigen Entdeckungen verdanken? Welche Ehren-bezeugungen , welche Belohnungen haben dieseWohlthäter des menschlichen Geschlechtes von ihrem

gen oder wenigstens gleich beym ersten Anfange derselben In Eu-ropa gebräuchlich waren, und also nicht erst durch die Kreuzzüze«iis dem Oneut (wo man fie überhaupt selten vorfindet) zu unskönnen gebracht seyn. 8H. s. H. Bcckmann« Beyträge z. Gkschrd. Erfind, a. a. O.