§usay zur Geschichte der Hydrodynamik. ,75
Wassers zum Ocl wird angegeben, wie ro : y;des Wassers zum Honig, wie 2:3. Füllt manzwey gleich große und gleich schwere Gefäße mitverschiedenen Flüssigkeiten, so wird das mit derdichtem Flüssigkeit gefüllte mehr wiegen. NimmtMan gegentheils von zwey verschiedenen Flüssigkeitendem Gewichte nach gleich viel, so wird die dünnereFlüssigkeit einen größern Raum einnehmen. Zu-gleich wird die Beschreibung eines Jnjkmmerits bey-gefügt, welches das Verhältniß der Schweren ver-schiedener Flüssigkeiten zu finden dient. Es ifi einhohler Cylinder, in dessen untere Grundfläche einkleiner Kegel von Metall eingefügt ist, so daß DerCylinder in die Flüssigkeit eingetaucht, aufrecht
Diese Worte verstehe ich mit Hrn. Salverte (in Xnnvls, äs 61»-wio, V. XXVII. x. HZ — H7.) so, daß sie heißen sollen:durch den Scharfsinn ebendesselben Mannes er-funden; und eigne ohne Bedenken auch jene Erfindung demArchlmcdes zu, so lange sich nicht für irgend einen andern Ma-thematiker des Alterthums gegründetere Ansprüche auf dieselbedarthun lasten.
Ehemals war man der Meynung, daß die Wafferprob« vondir Hypatia, der berühmten Tochter des Thron, erfunden sey;Und berief sich deefalls auf den fünfzehnten Brief des Synssius,den man in der Ausgabe der Werke des Syneflus von Petav*640, auch j„ VVolüi lrsgrnent» mulisrum ArLvoLruin. Oosc-1739, nachlesen kann. Allein Synesin» beschreibt bloß indiesem Briefe genau eben dieses Jnsirnment, und bittet die Hy«batia, ihm dasselbe verfertigen und ankaufen zu lassen. Dieumständliche Beschreibung, welche er von dem Instrumente gibt,beweiset eher, daß er bey der Hypatia die Kenntniß desselben'"cht einmal gewiß velaussetzte.