Geschichte der Astronomie. ryr
scher, Astronomen geschöpft hatte, zuzueignen ge-sucht hat?
Als unter Nebukadnezar die Juden nach Ba-bylon in die Gefangenschaft geführt wurden, musstenihre Verbindungen mit unterrichteten Völkern beyihnen einigen Geschmack für die Wissenschaften erzeu-gen. Mehrere ihrer Rabbinen singen an Geome krie,Astronomie, Optik rc. zu studiren. Diese erstenKenntnisse, so geringfügig sie auch seyn mochten,breiteten sich aus und erhielten sich. In der FolgeMachte die gänzliche Zerstreuung der Juden, nachder Zerstörung Jerusalems durch die Römer, auSihnen gleichsam ein neues Volk. Sie nahmen dieGebräuche, Beschäftigungen, Künste rc. derjenigenNationen an, zu denen sie verpflanzt wurden. Mantrifft jüdische Mathematiker in Griechenland an; die-se mischten sich unter die Araber. Sie übersetztendie Elemente des Euklides, die Werke des Archime-des, Apollonius, den Almagest des Ptolemäus.Man führt selbst mehrere Rabbinen an, welche indiesen Wissenschaften sehr geschickt waren. Manbemerkt aber nicht, daß sie in denselben jemals einefür die Fortschritte des menschlichen Geistes wichtigeund wahrhaft nützliche Entdeckung gemacht hätten.
Astronomie der Chinescr.
Die Chineser erscheinen unter einem vorthcil-haftern Lichte. Die Weisheit ihrer politischen Ein-richtungen , die Vortrcfflichkeit ihrer Moral, eineUndenkliche Uebung der freyen und mechanischen Kün-ste zum Nutzen der Gesellschaft: alles verkündigt ein