I. Zeitraum. 2. Capitel.
betriebsames/ kunstfleißiges und in den Wissenschaf- .ten seit einer langen Reihe von Jahrhunderten wohlerfahrnes Volk. Die Astronomie insonderheit zogzuerst ihre Aufmerksamkeit an, indem das Klima,das sie bewohnen, zu Beobachtungen sehr günstig ist.Aber die Chineser, mit einem ehrenvollen und durchdie Geschichte bestätigten Alterthume nicht zufrieden,haben dasselbe so sehr vergrößert, daß man ihm un-möglich Glauben beymessen kann, selbst wenn eSdurch so feste und zuverlässige Beweise begründetwäre, als diese in der That unhaltbar und erdichtetsind. Ich sehe mich daher genöthigt, Anmaßungenzu bestreiken, die man nicht annehmen kann, ohnevor unwiderleglichen Wahrheiten, denen sie wider-sprechen, die Augen zu verschließen.
Erstlich enthalten die alten Jahrbücher der Chi-rieser nur eine Menge ungereimter Fabeln, welche sie.selbst haben aufgeben müssen. Indem sie sich aberauf die Wahrhaftigkeit einiger ihrer Schriftsteller,die sie für sehr unterrichtet halten, verlassen, behar-ren sie in der Behauptung, daß die chinesische Na-tion, schon in einem blühenden Zustande, unter demKayser Aao, 2320 Jahre vor der christlichen Zeit-rechnung, angefangen hat, die Bewegungen derhimmlischen Körper kennen zu lernen. Sie sehenum dieselbe Zeit die Gründung des berühmten Tri-bunals der mathematischen Wissenschaften an, wel-ches, ungeachtet der Unfälle, die es in einer so lan-gen Reihe von Jahrhunderten erfahren hat, immer-fort bestanden seyn soll. Die Missionäre, welche,gegen das Ende des siebzehnten Jahrhunderts, zur