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r. Zeitraum. 5. Capitel.
Seneca zu huldigen. Vermöge einer über die Be-griffe seines Zeitalters erhabenen Philosophie, stimmteer den angenommenen Vcrrrtheilen über die Naturder Kometen nicht bey. In seinen lVatuial. t^nasstt.(lib. VII, eax. 22, 24-u. 2Z.) sagt er: „Ich stim-„me unsern Philosophen nicht bey; denn'ich halte„einen Kometen nicht für ein kurz wehrendes Feuer,„sondern rechne ihn zu den ewig dauernden Werken
„der Natur.-Warum sollten wir es so
„wunderbar finden, daß die Kometen, ein so selt-„nes Schauspiel der Schöpfung, noch nicht bestimme„rcn Gesehen unterworfen sind; und daß wir den„Ansang und das Ende ihrer Bahnen nicht kcn-„nen, da sie aus so ungeheuren Räumen wiederkeh-ren? -Einst werden die Zeit und langer
„fortgesetzte Nachforschungen das, was jetzt verbor-gen ist, aus tzicht ziehen. — Einst werden unsere„Nachkommen sich verwundern, daß wir so offenbare„Wahrheiten nicht gewußt haben."
Die von Pythagoras in Italien gestiftete Schu-le machte ein besondres Studium aus der Astrono-mie. Pythagoras, unterstützt von seinen erstenSchülern, bewies mit Evidenz die runde Gestalt derErde, welche AnaximanDer nur gemuthmaßk hatte. *)Da sie bemerkt hatten, Laß ein und derselbe Sternfür einen Reisenden, der von einem Orte nach einemandern etwas entfernten sich begibt, sich zu erhebenoder zu senken scheint: so schloffen sie, daß, gegen
*) Nach den sehr unsicher» Nachrichten des Diogenes Lae»tiuS (lib. vm. s«zm. 2z.).