Band 
Erster Theil.
Seite
222
JPEG-Download
 

S2L

r. Zeitraum. 2 - Capitel.

Gallier hierher. Cäsar (Lonim. äs dello läi.Vl. saji. 14.) berichtet, daß die Druiden in demUnterrichte, den sie der Jugend gaben, ihr besor>Vers dasjenige mittheilten, was die Bewegung dcrGestirns und die Größe des Himmels und dcr Erdebetrifft, d. h. die Astronomie und Geographie. Ha-ben die Gallier auch keme Beobachtungen hinterlassen,oder hat did Zeit dieselben vernichtet: so wissen wirLoch wenigstens, Laß sie in der Schiffskunst, welchewesentlich mit der Astronomie verbunden ist, sehr er-fahren waren. Dominieus Casstni in seinem bl 883 isur l'oriostnL st les äs l'sncisnns ^stro-

DOMis inE. äs I'acaä. tonn VIll ) meldet,

daß sie Colonicn an den Küsten Spaniens, am Pon-tuS Euxinus, und in mehreren andern Ländern gestif-tet hatten.

Pythcas, ein berühmter, aus Marseille gebür-tiger Astronom (I. Zgo. v. Ch. G.) beobachtete indieser Stadt die Meridianhöhe der Sonne zur Zeitder Solstitien, vermittelst eines Gnomons. *) Aus

*) Kirsdo lid. I. (xs§. 4Z> 73 u. §2.) PytheaS Beobach-tung der größten Sonnenhöhe zu Marseille kennen wir nur auffolgende Art. Pythcas hatte behauptet, daß die Sonnenhöhe zuMarseille und Byzanz einerley befunden sey. (Dies zeigt schonwenig Genauigkeit in der Beobachtung, da beyde Orte um zweyGrade in der Breite verschieden sind). Hipparch nahm dieseBehauptung des Pytheas an, und seine Beobachtung der Son-nenhöhe zu Vnzau>- die Strabo mittheilt, kann man für die dc«Pytheas z» Marseille annehmen. Darnach hätte also PythraSdas Verhältniß des Schattens zum Gnomon am längsten Tagezu Marseille gefunden, wie 120 : 41Daß eine solche Beob»