Band 
Erster Theil.
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Geschichte der Astronomie. 248

Charakters und wegen seines bürgerlichen Gebens.Er war ein berühmter Stoiker, der die größteVerehrung in seinem Vaterlande, und die allge-meine Hochachtung der Römer genoß. Als Pom»pejus nach der Beendigung des Mithridatischen Krie-ges durch Rhodus reisete, besuchte er ihn, und ver-bot seinen Victoren, wie es sonst Gebrauch war, andie Thüre zu klopfen; und, setzt Plinius *) hin-zu, der Thüre eines Gelehrten huldigtendie Fasces desjenigen, dem der OrientUnd Occident gehuldigt hatten. DieStrenge der stoischen Grundsätze deö Posidonius istdurch einen merkwürdigen Zug bekannt. In einemVortrage, den er ebenfalls vor dem Pompejus hielt,Wurde er plötzlich von einem so gewaltsamen An-griff des Podagra befallen, daß der Schweiß ihmstromweise aber das Gesicht floß. .Er ertrug an-fangs diesen schrecklichen Schmerz mit Muth, ohnesich zu beklagen, ohne den Ton zu> verändern undvhne ch in seinem Vortrage stören zu lassen. Daindkffn endlich die Natur die Oberhand behauptete:so entschlüpfte ihm folgender vyn dem philosophischenStolze aber sogleich unterdrücktes Ausruf: Schmerz,du wirst mich nicht besiegen! .Nie werde ich geste-.den, daß du ein Uebel bist!

Etwas später lebte Kleomedes, der uns ein

*) ?Iin. Hisr. N->t. lib. Vtt- osx. Zo. (eäit. Hsräiiini v»p.ÄI.). Die folgende Anekdote, die übrigens hier in derEr.ählungdes Vers. etwas entstellt ist, findet sich rusonl. Oisx. lid. H,24,