Geschichte der Astronomie. »zr
Pkolemaus gezeigt hatten, daß diese Gestirne be-ständig unter einander dieselbe sage behalten: sohatte er feste Grundlagen, wohin er die Bewegungder Planeten beziehen konnte, und er legte sich mitMehr Genauigkeit, als man es bisher gethan .harte,auf die Bestimmung der Wege, welche sie am Him-mel beschreiben, ihrer gegenseitigen Ordnungen. unyihrer Entfernungen von der Erde.
Zieht man den Schein zu Rathe, so nimmtdie Erde den Mittelpunkt der Welt ein, und alleBewegungen, die am Himmel vorgehen, geschehenum uns. Indessen hatte schon PythagoraS dieseMeynung bestritten. Er sehte die Erde unter dieZahl der Planeten, und ließ sie eben so wie denMond und die übrigen Planeten, sich um ditzSonne bewegen. Aristarch von Samos faßte nach-her diesen Gedanken des PythagoraS auf und unter-stützte ihn mit starken Gründen. Aber das Vorur-?theil zu Gunsten der Unbeweglichkeit der Erde warzu sehr eingewurzelt, entsprach zu sehr dem Zeugnißder Sinne, um so leicht einer Wahrheit zu wei-chen, welche das Genie mehr ahndete, als daß eSste beweisen oder dem großen Haufen begreiflichMachen konnte. Prolcmäus folgte der gemeinenMeynung. Er nahm an, daß um die unbeweg-liche Erde, in folgender Ordnung der vom Mittel-puncte ausgehenden Entfernungen, der Mond,Mercur, Venus, die Sonne, Mars, Jupiter undSaturn sich drehetcn. Alle seine Erklärungen vonder Bewegung der Planeren beruhten auf dieserHypothese, welche durch sem Ansehen in der Astro-