Geschichte der Optik. »67
Uer gewissen Genauigkeit, umnöalich. UsberdiesWürde er nur eine unzureichende Menge von Sonnen-strahlen verschafft haben; und wenn mau Zur Ver-mehrung dieser Menge die Ausdehnung des Spiegelsvergrößert hätte, so würden alsdann die Sonnenstrah-len nicht mehr sinnlich gleichlaufend über einen grö-ßer,, Raum sich verbreitet, und nach Verhältniß vonihrer Dichtigkeit und Kraft vcrlohrcn haben. Endlichwürde man in diesem Falle, wie im erster», nur ei-nen Spiegel allein haben anwenden können.
Stellt man die Untersuchung auf diese Art an,so ist es gewiß, daß Deseartes vollkommen Recht be-halten wird. Aber warum will man bey den Spie-geln Krümmungen annehmen, welche nur einen einzi-gen Brennpunkt zulassen, und die Verbindung meh-rerer Spiegel ausschließen? Ist es nicht möglich,eine große Zahl kleiner ebener Spiegel in Verbindungzu bringen und auf solche Weise zu stellen, daß sie dieSonnenstrahlen auffangen, und nach einem und dem-selben Puncte oder kleinen Raume hin zurückwerfen,ru hinreichender Menge, um Holz-, Tau - und aride- 'res Takelmcrk anzuzünden? Wenigstens ist nach derTheorie hierin keine Unmöglichkeit. Und was dieAusführung anlangt, läßt sich denken, daß ein sol-cher Mann, wie Archimedes, welcher den Geist derErfindung in der Mechanik im höchsten Grade besaß,Um die Erfindung eines Mittels hatte verlegen seynkönnen, mehrere Stücke Glas untereinander zu ver-binden, sie durch Bewegungen eines Gewindes agi-ern, und beliebig verschiedene Neigungen, nach Er-svrderniß der Fälle, annehmen zu lassen? Es scheint