Geschichte der Akustik.
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Nikomachus (I. 400 v. Chr. G.),*) der Ver-fasser der Arithmetik, erzählt, daß Pythagoras, alser einst vor einer Schmiede vorbeyging, in welcherdie Arbeiter Eisen auf einem Ambos hämmerten,Mit Verwunderung Töne vernahm, welche nach denIntervallen der Quarte, Quinte und Octave zu ein-ander stimmten; und daß er beym Nachdenken überdie Ursache dieses Phänomens urtheilte, daß dieselbevon den Gewichten der Hämmer abhänge. Er habedarauf die Hämmer wiegen lassen, und gefunden,daß wenn man das Gewicht des gröbsten Hammers,der dem Grundton entspricht, zu 1 ansetzte, die Ge-wichte der drey Hämmer, welche der Quarte, QuinteUnd höhern Octave entsprechen, sich wie die ZahlenH verhielten. Nikomachus setzt noch hinzu,Pythagoras habe bey seiner Nachhausekunst diese er-stere Erfahrung durch folgenden Versuch bestätigenwollen. Er befestigte an einem festen Puncte eineSaite, und ließ ste in horizontaler Richtung übereinen Steg gehen; durch Anhängung verschiedenerGewichte spannte er sie bald mehr bald weniger.Hierbey setzte er sie in Schwingung, und fand, daß
*) Nikomachus lebte im 2. Jahrh, näch C. G. Die folgen»Anekdote steht in f. iVlanusl. Harmonie. x»x. ro. sgg. derDteibomischen Sammlung. Wiederholt ist ste von Jamblichus inb Inttorl. in Mcomack. ^rilhm. xsA. 171. ( eä. ö. Isnnulii).
Hämmer konnten unmöglich anders, als durch ein wahresWunderwerk die angegebenen Verhältnisse richtig habe». Und
Pythagoras hätte hören können, war nicht der Ton derHämmer, sondern des Ambos oder des darauf gelegten Eisens.
E-Ferkels Sesch. d. Musik. Th. I. S. In.