eine Verletzung desjenigen, durch welches sie Königegeworden wären, und würde dem Volk Gelegenheit ge-ben, ihrer Güte zu mißtrauen." Aus dieser Spracheläßt sich von selbst die Folge ziehen: nicht blos dieGeburts-Aristvkratie, sondern auch die stehen-der, unabhängiger politischer Körperschaftenüberhaupt, der Pairskammern und Parlamente, wiejene jetzt bestehen und wie diese bis zur Revolutionorganisirt waren, ist den Thronen gefährlich. Maßre-geln, welche die Cabinette mit Pfiffigkeit ausgesonnenzu haben glauben, werden nicht selten — ich möchtesagen, immer zum Nachtheile der Throne ausfallen,wenn sie nicht an sich selbst gerecht und mit dem Zweckeder bürgerlichen Verfassung übereinstimmend sind. Carl,so weise er war oder dafür gehalten wird, hatte diesenErfolg nicht vorgesehen und er lag auch nicht in seinemSystem, als er die Reichsstände überging: aber Lud-wig XVI. mußte zum Theil eben darum auf dem Schaf-fte sterben. Alle Parlamente benutzten jede günstigeGelegenheit, um ihre Gewalt auszudehnen: und siefanden sich häufig, theils unter schwachen Königen,theils bei innern Unruhen, theils bei Eröffnung derRegentschaft und während der Minderjährigkeit derKönige. Allmählig wandelten sie das einzige Recht,das ihnen zustand, das der Gegenvorstellungen,in das der Modifikation und endlich der Verwer-fung der königlichen Ordonnanzen und Befehle um,und erlaubten sich, unter dem bescheidenen Namen vonBeschlüssen über die Geschäftsführung (Vrröts ks-xlviiivilt), die den Ministern nicht bedenklich schienen,
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