sich nichts in concreto bestimmen läßt, und daß diesesnicht immer geschehen sei, sieht man schon allein daraus:daß man die Ursache von dem Unterschiede dermittleren Geschw. eines Flusses gegen die Ge-schw., welche seinem Gefälle angehört, noch nichtgenügend hat zeigen und beweisen können; weßhalbauch einige Schriftsteller überhaupt an der Möglichkeitzweifeln, ein Gesetz aufzufinden, diese Unterschiede deut-lich zu erklären.
Wer sich über die Bemühungen verschiedener Schrift-steller, die Theorie der Geschw. des ssießenden Wassersauss Reine zu bringen, unterrichten will, der findetdieselben in Kastrier's Hydrodynamik und in BrünningöAbhandlung über die Geschw. des fließenden Wassers,und neuerlich in Hagen's Beschreibung neuer Wasser-bauwerke zusammengestellt und deutlich vorgetragen.Man wird dabei aber immer bemerken, daß, soweitauch einige Schriftsteller, wie iecchi, Zendrini, Miche-lotti, Hennert u. A. auf dem richtigen Wege schon vor-geschritten waren, ihnen vorgefaßte Meinungen (zumTheil auch Uukenntniß des Physikalischen) im Wegestanden und bei Allen die unglückliche Vermischung derGesetze des Druckes und Falles, (der Hydrostatik undHydraulik) Alles vereitelte, sie in Verwirrung brachte,und indem sie diese durch Hülfe der Analyse verbessernwollten, sie in immer größere Ungewißheit gerietben.Alle ihre Erklärnngsarten, wodurch man vorhin die Ur-sachen der Verzögerungen, der dem Gefälle angehören-den Geschw. in Flüssen zu bestimmen gesucht hat, ent-behren die hydrodynamijchen Gründe, welche erweisenkönnteir:
daß Erscheinungen so vorgehen müssen, wie wirsie in der Natur wahrnehmen, lind daß diese,unter gegebenen ähnlicheil Umständen, nie anderserfolgen können.
So kann es keine besondere Meinung von dem