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Neue Theorie des Ufer- und Strombaues : erläutert durch die Geschichte der Wasserbauten an dem Süder-Dithmarsischen Elbufer / von W. Meissner
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Masse des Waffcrs ausdehnen, sie wird der Theorie nach,zwar erst an der Oberfläche aufhören, in der Natur aberschon in geringer Höhe über dem Boden des Flußbettes,unmcrklich werden.

Fig. 3. sei ABJD der Durchschnitt eines Canals undEF die Höhe, woselbst die Kräfte der Anziehung, des Bo-dens JD, und MR QP die Weiten, in welchen die An-ziehungen der Seitenwände AJ und BD aufhören, einenbemcrklichen Einfluß auf die Geschw. des in dem Canalefließenden Waffcrs auszuüben.

Man sieht: daß in den Ecken QJT und SDR dieAnziehung, sowohl von JT und SD, als auch von QJund RD geschieht, und daß dieselbe also SD 2 + RD 2RS 2 sein müsse. Dies hat die Folge: daß die bei QJ undRD am meisten verzögerte Geschw. daselbst auf das Materialdes Bodens nicht so stark wirken kann, wie in FE, unddaß hier die Tiefe sich erhalt oder vermehrt, wenn sie dortabnimmt, wonach, wegen der zusammenhängenden Wirkungder Waffcrthcile, der Boden sich in zwei Flächen von Enach R und von E nach Q ausgleicht.

Daß das vollkommenste Verhältniß, wo die Anziehungam wenigsten wirkt, die Geschw. zwischen E unb R oderE und Q am wenigsten verzögert wird, und das Materialdes Bodens einen gleichförmigen Widerstand leistet, in QERkeine geraden Linien, sondern krumme concave Linien erzeuge,sieht man in der Natur häufig, und in den günstigstenFällen ist QER immer eine Hyperbel. Daher sind inzähen festen Boden die Flußbetten tief und schmal, bei leich-ter anzugreifendem Material schon flacher, und bei Sand-grunde, der sich in der kürzesten Zeit in die Lagen begiebt,