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Neue Theorie des Ufer- und Strombaues : erläutert durch die Geschichte der Wasserbauten an dem Süder-Dithmarsischen Elbufer / von W. Meissner
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welche Ecschw. und Adhäsion verlangen, am wenigsten tief,und mehr in die Breite ausgedehnt.

§. 18.

Die wichtigste Folgerung, die man aus dieser Wirkungder Adhäsion ziehen kann, ist die: daß die größte Gcschw.weder an dem Boden eines Flußbettes, noch an der Ober-stäche des Wassers sein kann, weil hier die Adhäsion andie Luft, dort die an den Boden, die Geschw. vermindern,sondern gerade in der Höhe zwischen E und G, da, wodie nach endlichen Reihen abnehmenden Wirkungen beiderAnziehungen am kleinsten sind. Diese Stelle x mag nununterhalb 6 liegen, wo sie will, so ist es wohl möglich,daß die Waffcrschichtcn unter x bis nach E hin von derAdhäsion in ihrem Fließen immer mehr aufgehalten werden,allein die zwischen G und x befindlichen Wasserthcile müssen,vermöge ihrer Cohafion, bald eine gleiche Gcschw. anneh-men, da die obern Schichten von den untern gleichsamfortgetragen werden, und die untern nicht schneller unterjenen wegstießen können, ohne daß eine Senkung der erstenerfolgte, was man aber in der Natur nie findet.

Eben diese Gleichförmigkeit des Fließens, oder der Be-harrungsstand (§. 16), verstattet dann auch die in jederStrecke, selbst in kleinen Entfernungen vorhandenen Geschw.bei Berechnung des Stoßes des Wassers mit Zuverlässigkeitzum Grunde zu legen; und es kömmt nur auf die Mittelan, diese auch genau zu messen. Daß dazu solche Mittel,welche die Geschwindigkeit unmittelbar angeben die sicherstensein müssen, und daß sie vor allen andern Erfindungen,welche die Geschw. nur relativ angeben, den Vorzug ver-dienen, bedarf wohl keines Beweises.

Um Geschw. an jeder Stelle, wo dieselben in Haupt«Meißner, Ufer- und Strombau. 2