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Neue Theorie des Ufer- und Strombaues : erläutert durch die Geschichte der Wasserbauten an dem Süder-Dithmarsischen Elbufer / von W. Meissner
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gesagt: wenn die Formeln passen sollen, so müssendiese Verhältnisse in der Natur da sein. Da diesesaber nicht ist, so bestimmt sich der Werth der For- ,meln von selbst, und ihre Urheber haben keine An-sprüche auf Nachsicht.

Daß es in der Natur ein allgemeines Gesetz gebenmüsse, nach welchem die Verzögerungen der Geschw. in denFlüssen alle auf einerlei Art geschehen, und daß diesesGesetz mit allen bekannten Erfahrungen und ausgemachtenhydraulischen Grundsätzen in Harmonie sich befinden müsse,wird kein Vernünftiger läugnen, eben so wenig, wie Je-mand wird behaupten können, daß dasselbe bereits aufge-funden sei." Denn wäre auch nur eine Ahnung von denGründen eines solchen Naturgesetzes in den Schriften überHydrotechnik vorhanden, wie sollte dieselbe nicht schon längstweiter verfolgt worden sein, und wie könnten Schriftstellerwie Kästner, Brünnings, Wiebeking u. A. an der Möglich-keit, dieses Gesetz aufzufinden, zweifeln, und alle Zuverlässig-keit nur von wirklichen Geschw. Messungen erwarten? Ichmuß daher hier meine eigenen Bemerkungen und Schlüssesubstituiren.

tz. 21.

Die durch alle Erfahrungen bestätigten Gesetze sind:daß das Wasser sich entweder nach der triangulären, odernach der parabolischen Scala richte.

1) Die trianguläre Scala gehört ausschließlich derHydrostatik an, sie giebt für jede Höhe st den hydrostati-schen Seitendruck (horizontalen) £ h 2 und hat keinenZeit-Cocfficientcn. Daher ist bei einer gegebenen Breite derseitwärts gedrückten Fläche b und dem Gewicht 1 Cub.