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Neue Theorie des Ufer- und Strombaues : erläutert durch die Geschichte der Wasserbauten an dem Süder-Dithmarsischen Elbufer / von W. Meissner
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einläßt, das; dieselben beinahe gleiche Schwere mit dem um-gebenden Wasser haben, dazu gebrauchen. Die Letzten ver-bindet man im Verhältniß der Tiefen mit kürzeren oderlänger» Stangen von 1 Linie starkem Eisendraht, so daßdie untere Kugel etwas schwerer ist, die obere leichtere abernur um f ihres Durchmessers, unter die Oberfläche desWassers hcrabsinkt und ^ derselben, über dem Wasser sicht-bar bleibt. Die auf diese Art zusammcnvcrbundcnen Kugelnnehmen, wenn sie eine kurze Zeit in dem Wasser sich be-funden haben, die Geschw. des Stromstrichs, in welchemsie fortfließen, an, und behalten dieselbe so lange stetig,als keine Veränderung in der Geschw. des Ersten vorkommt.

III. Um nun eine verlangte Strom-Geschw. vermit-telst derselben zu untersuchen, darf man nur an dem Uferdes Flusses 1)6 (Fig. 6.) (oder auch wenn es ein sehr brei-ter Strom wäre, auf vor Anker gelegten Booten,) einegerade Linie 1)6 ausmesscn, und auf dieselbe in gemessenenEntfernungen I)L, L6... rechtwinklichte Ordinatcn Dm,Lrn, 6m, mit Zeichenstäbcn ausstcckcn, in deren Richtungenauch die Entfernungen in dem Stromstriche 116; 1IK1)L;KG = L8 liegen.

Läßt man nun in einiger Entfernung oberhalb II inden Stromstrich I1G die Kugeln in das Wasser ein, welchedann bei H ihre stetige Geschw. schon angenommen haben,und beobachtet ferner nach einer Secunden-Uhr, die Zeit,welche Kugeln gebrauchen, um von II nach II und von Knach G zu kommen, so ist die in Fußen ausgedrückte Länge66 HG, dividirt durch die gefundene Anzahl der See.,die Geschw. des Stroms in einer Secunde.

Z. B. 1)6 sei 30 Ruthen rheinl. 360 Fuß, dieZahl der Secunden, in welcher die Kugeln von II nach GAkci si»er, Ufer- und Strombau. 3