anfangen kann. Bei verhältnismäßig gegen die Weite deSuntern Bettes zureichender Waffermenge, ist eine solche Höheschnell erreicht, und jemchr dieselbe von der Höhe des Durch-schnitts BE (Fig. 2.) wegnimmt, oder je größer oE wird,desto eher gleichen sich untere und obere Gcschw. gegeneinander aus.
Von dieser Erscheinung kann man sich nicht nur beiallen Uebcrfallcn, Kolken, Wehten und solchen Ausflüssen,welche eine größere innere Höhe haben, unterrichten, sondernman kann dieselben bei einem jeden Graben, der mit Was-ser gefüllt ist, unter seinen Augen vorgehen lassen, und diegenannten Veränderungen der Geschw. beobachten. Dennwenn man in einem solchen Graben einen Theil des Wassersdurch einen Damm aufhält und das untere Wasser ablaufenläßt, dann den Damm an seiner Oberfläche eröffnet, daßdas obere Wasser in den untern Graben parabolisch fallenkann; so wird man sogleich sehen, daß zuerst die Gcschw.an der tiefsten Stelle des Falles am größten ist, daß diesesich vermindert, so wie bei dem Aufsteigen des sich ansam-melnden Wassers die Höhe des übcrfallenen Wassers ab-nimmt; daß dessen Fallgeschw. unmittelbar vor der para-bolischen Linie des Strahles gänzlich vernichtet ist, und dasWasser in dem untern Graben, mit der Gcschw., welchedurch die größere Höhe des aufgesammelten Fallwaffcrsüber dem Boden des Grabens verursacht wird, fortfließt.Leistet dabei der Boden des Grabens mit seiner Harte undZähigkeit keinen hinreichenden Widerstand, so wird man nachkurzer Zeit auch die Vertiefung unter demselben, welche derStoß des fallenden Wassers gemacht hat, finden.
VI. Diese Vertiefungen können aber niemals mehrbetragen, als der Unterschied zwischen dem niedrigsten Stande