ten, zum Theil filzigen, Zustand, geringere oder fei-nere Beschaffenheit vor den übrigen auszeichnen, unddie äußere Bedeckung der Haut der verschiedenenSchafracen ausmachen, einer Lhiergattung, welcheursprünglich aus Afrika abstammt, jetzt fast in allenWelttheilen einheimisch geworden ist, und in den cul-tivirten Ländern besonders gepflegt wird. Die Wolleist für die Industrie und den Handel ein überauswichtiges und schätzbares Naturprodukt, welches ehe-mals fast überall jährlich 2 Mal, aber seit der Ver-edelung derselben nur 1 Mal gewonnen und mittelsteiner zu diesem Zwecke verfertigten Scheere den Scha-fen abgeschoren wird.
tz. 29.
Außer der oben erwähnten markigen Substanzder Haare überhaupt ist das Aeußere der Wolle auchnoch mit einem seifenartigen, im Wasser aber lösbaren,Schweiß überzogen, welchen die Wolle aber so langebehalten muß, bis man sie verarbeitet, weil er dieselbe,bei einer langen Aufbewahrung, vor den Mottenschützt. Dieser Schweiß besteht, der chemischen Ana-lysis zufolge: 1) aus einer animalischen Kaliseife, diedarin den größten Theil ausmacht; 2) aus einer merk-lichen Quantität essigsauren Kalis; 3) aus etwas über-schüssigem kohlensaurem Kali; 4) aus etwas ungebun-dener Kalkerde; 5) aus ein wenig salzsaurem Kali,und 6) aus einer thierischen Substanz, welche derWolle den besondern Geruch ertheilt, beim Verbrenneneinen stinkenden Geruch verbreitet und bei der Destil-lation derselben merkliche Spuren von Ammoniumzeigt. Je feiner die Wolle ist, desto mehr enthält sieSchweiß.