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Bei dieser wichtigen Verrichtung wird der Vließoder Pelz auf einer großen breiten Tafel ausgebrei-tet und zuvörderst werden alle Unreinigkeiten daraufabgelesen, dann die Vließe nach einander untersuchtund nach den Graden ihrer Feinheit, Oertlichkeit undsonstiger Beschaffenheit eingetheilt, wobei man daraufsehen muß, ob sie silzig oder nicht silzig, wollig oderdünn sind, ob sie lange oder kurze Locken haben, obdie Vließe weich, dick, weithaarig u. dgl. beschaffensind. Nach diesen verschiedenen Eigenheiten nunwerden sie in verschiedene Klassen eingetheilt, welchein Prima-, Secunda-, Tertia-, Quarta- und derglei-chen Sorten geordnet werden können.
tz. ?2.
Ist das Sortiren der Vließe vollendet, so nimmtman die der erstem Sorte nach einander wieder aufdie Tafel, breitet sie aus, eben so wie vorher. Nunsondert man die gelbe und rothbraune Wolle, diestarken Spitzen, und die äußeren Theile, nämlich: dieWolle des Vorderkopfes, der Schenkel des unternTheiles, des Bauches u. dgl., und überhaupt alles,was die Wolle fehlerhaft macht, davon ab. Dieübrige gute, aber noch verschiedenartige, Wolle wirdwieder in eigene Sorten, so wie die bessere der zuerstabgesonderten, getheilt, welche dann die eigentlichenPrima-, Secunda-, Tertia- und andere Sorten aus-machen. Die abgerissene gelbe, braune, futterige, fil-zige Wolle und die groben Spitzen werden gewöhn-lich Brackwolle, Brandspitzen, und die übrigenbessern Sorten Lockenwolle, Ausschußwolle,Abfallwolle, Lesewolle oder Klattenwollegenannt. Und auf diese Art verfährt man auch mitden übrigen Sorten der Vließe oder Pelze. Der-jenige Fabrikant, der also große Parthien Wolle ein-zukaufen im Stande ist, hat dann nach diesen ver-
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