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Alle Arten der Schafwolle : ihrer Natur und Beschaffenheit nach, leicht kennen zu lernen und solche zu verarbeiten oder theoretisch-praktische Belehrungen für Tuch-, Zeug- und Strumpf-Fabrikanten, Wolleinkäufer, Wollsortirer, Wollkämmer und deren Gesellen und Lehrlinge : enthaltend: gründliche Kenntnisse von der Natur und Beschaffenheit aller Arten von Schafwolle, deren Verarbeitung zu Garnen, Tuchen und Zeugen... / herausgegeben vom Tuchfabrikanten, Kunst- und Schönfärber Carl Friedrich Scherf
Entstehung
Seite
57
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5?

tz- 78.

Hat man die Lauge aus der oben angegebenenQuantität Soda oder Pottasche bereitet, so könnendamit 75 Pfund Hanföl, Leinöl, oder an deren Stelleauch Fisch- oder Härinqsthran in Seife verwandeltwerden; würde man aber diejenige Lauge anwenden,welche man durch die obige Menge Holzasche erhält,so würde man wahrscheinlich nur 19 Pfund genann-ter Substanzen nehmen müssen, um sie in Seife ver-ändern zu können, weil die Oele bei einerlei Gewichteine viel stärkere Lauge erfordern als der Talg. DieErfahrung wird hierbei der beste Lehrmeister werden.

tz- 79.

Das Siedegetchäkt.

Die erhaltene Soda- oder Pottaschenlauge wirdin einen kupfernen Kessel geschüttet, 75 Pfund Hä-ringsthran, Leinöl oder Hanföl hinzugegossen, dieMischung mit einem hölzernen Spatel gut unter ein-ander gerührt, Feuer unter den Kessel gemacht, unddann unter beständigem langsamem Umrühren dieMasse so lange gekocht, bis sie nur noch einen Raumvon 199 Pfund Wasser einnimmt, worauf sie heraus-genommen, in ein Gefäß gefüllt und aufbewahrtwird. Auf diese Art wird mdn eine flüssige Seifeerhalten, welche aus dem alkalischen Salze der Sodaoder Pottasche und der angewendeten Fettigkeit erzeugtworden ist.

Berechnung dieser Seife-55 Pfund Schönebecker Soda (LCtr. 8 ^) / 4 — S-/75 „ Thran (L Ctr. 7 F) „ 4 24 „

199 „ Kalk ungefähr „ —15 „

Für Holz und Mühe „ — >5 „

8 nmms: ^ 9 24 S 4