06
wir Tertia-Sorte zu nennen belieben und ebenfallszu Tuchen verarbeitet werden soll.
ä) Es wird aber auch eine ebenfalls weiße, reineund lange Sorte darin gefunden, welche zu Ketten-garn versponnen werden kann, und welcher wir denNamen „Quarta-Sorte" geben wollen.
o) Es befindet sich aber auch gelbe und braune,wie auch graue Wolle darunter, welche zwar anFeinheit der Prima- und Secunva-Sorte gleichkommt,aber deswegen eine andere Bestimmung erhält undvon jenen abgesondert oder allein gesammelt werdenmuß.
k) Wir finden auch eine feine Wolle darin,welche aber wegen des vielen Futters oder Strohge-nistes und dergleichen Unreinigkeiten apart geworfenwerden muß, und ebenfalls eine eigene Bestimmungerhält.
8) Man findet aber auch ganz grobe Locken oderSpitzen darin, welche zu keinem andern Behuf, alszu Leisten an die Tuche oder auch zu ganz groberWaare gebraucht werden kann, und deswegen vonjenen Sorten allen absondirt werden muß.
tz. 96.
Kommt nun solche Wolle vor, welche zwar zueiner der oben gedachten Sorten gehört, aber etwasfest, verworren oder filzig ist, so muß sie mit denFingern der beiden Hände zerzupft oder aus einandergezogen werden; findet man aber Hunger filzigeoder zweiwüchsige darunter, so muß dieser ganzunbrauchbare Filz mit der Scheere abgeschnitten undals Abgang weggeworfen werden, weil er ein grau-piges oder knotiges Garn geben und nicht einmal zuLeistengarn gebraucht werden könnte.
Sollte die Wolle zwar schön und auch fein sein,aber an ihrer Oberfläche grobe Spitzen oder ein zu