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oder gerichtet ist, so werden die Locken nach und nachvorgelegt und zu groben Fäden gesponnen, welchedann auf der Feinspinn - Maschine erst verfeinertwerden.
Die verschiedenen Grade des Garnes richten sichnach der Feinheit der Wolle, und ob es zur Ketteoder zum Einschlag bestimmt ist, und zwar nach denschon oben (tz. 115—117.) angegebenen Verhältnissen.Um die Grade der Feinheit des Garnes und die An-zahl der Strähne oder Zahlen auf I Pfund richtig zutreffen, muß der Fein-Spinner seine Maschine soeinrichten, daß er mit der geöffneten Presse tes Spinn-wagens wenig oder viel Vorspinngarn auffassen kann;faßt er z. B. die Fäden des Vorgespinnstes 4 Ellelang, so wird es noch ein Mal so fein, als wenn erdie Fäden desselben 1 Elle lang auffassen würde.Wir haben uns dabei überzeugt, daß aus mancherWolle auf Verlangen nicht mehr als 6 Zahlen, aberaus der allerfeinsten auch 24 Zahlen aus dem Kra-merpfunde gesponnen worden. Das Einschlaggarnmuß leicht und wenig gedreht werden, damit es weichund geschmeidig werde und sich leicht und fest an ein-ander weben läßt; ist es aber zu gelind gesponnenund zu wenig gedreht, so ist die Folge davon die,daß es beim Weben öfters reißt, was dem Tuche unddem Weber zum Nachtheil gereicht. Die Kette da-gegen muß fest gedreht werden, weil sie durch dasGeschirr und öftere Anschlagen mit der Lade beimWeben viel zu leiden hat. Hat das Garn zur Ketteaber zu wenig Drath beim Spinnen, so wie zu we-nig Stärke oder Leim erhalten, so entstehen vielKettenfäden-Brüche, welches ebenfalls Schaden ver»ursacht.