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Alle Arten der Schafwolle : ihrer Natur und Beschaffenheit nach, leicht kennen zu lernen und solche zu verarbeiten oder theoretisch-praktische Belehrungen für Tuch-, Zeug- und Strumpf-Fabrikanten, Wolleinkäufer, Wollsortirer, Wollkämmer und deren Gesellen und Lehrlinge : enthaltend: gründliche Kenntnisse von der Natur und Beschaffenheit aller Arten von Schafwolle, deren Verarbeitung zu Garnen, Tuchen und Zeugen... / herausgegeben vom Tuchfabrikanten, Kunst- und Schönfärber Carl Friedrich Scherf
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Sandelbraune Kette, gelbe, rothe, weißeund hellblaue Leistenstreifen zu 8—10 Fädenbreit.

Königsblaue Kette, gelbe, hellblaue, weißeund rothe Leistenstreise zu 8—iv Fäden breit.

Dunkelblaue oder schwarzmelirte Kette,die Hälfte gelbe und die zweite Hälfte hell-blaue Leistfäden.

Hellmelirte Kette, weiße und rothe, oderauch gelbe, aber weniger rothe Leistfäden.

Die Leisten werden allein und nicht mit derKette zugleich geleimt oder gestärkt. Das Leimen derLeisten geschieht in dünnerem Leim als der zur Kette,sonst würden sie zu spröde werden. Die einmän-nischen Tuchmacher legen die Leisten gleich mit andie Kette, wenn sie getrocknet wird, und bäumen siemit auf, die zweimännischen aber befolgen dasGegentheil.

tz. 156.

Von der Conttruktion der Weberltühle.

Wir haben zweierlei Tuchweberstühle zubetrachten, nämlich: den einmännischen undden zweimännischen. Hinter dem erstem be-findet sich bloß eine Person, welche webt oder wirket,und wenn das Tuch auch 5 Ellen breit sein sollte,weßwegen diese Arbeit sehr beschwerlich und für Vielesogar gefährlich ist. Daher ist es gar nicht Unrecht,daß man das Weben ebenfalls maschinenmäßig ein-gerichtet hat und solches fast überall mit dem Schnell-werke verrichtet. Hinter dem zweimännischenStuhle befinden sich hingegen 2 Mann zur We-bung, es mögen breite Tuche oder Flanelle oder Friesezu weben sein, das bleibt sich gleich, und der ein-männische Tuchmacher hält diese Erscheinung