nimmt die andere Mündung desselben in den Mundund zieht mit diesem die Luft aus dem Blasrohreund zugleich das Wasser durch alle Theile des aufge-spulten Garnes, so daß dabei das Wasser bis in denMund dringt. Hat man alle Spulen auf diese Artdurchnäßt, so drückt man sie zwischen den Händenstark oder nur etwas aus, je nachdem die Kette we-nig oder zu viel Leim hat.
tz. 168.
Darauf fängt man an zu weben, und wennman einen Daumen breit gewebt hat, schießt maneine Schnur, welche aus Garn- oder Leistenfäden be-stehen kann, hinein, webt wieder so viel Garn darauf,und schießt nun 16 bis 36 bunte oder weiße Leisten-fäden hinein, je nachdem das Luch fein und breit,oder grob und schmal, weiß oder farbig ist; dannwebt man, nach den nämlichen Verhältnissen, 4 bis6 Zoll breit Garn ein, und darauf wieder so vielLeistfäden wie vorher. Dieses eingewebte Garn wirdder Spiegel genannt, und dient nicht nur dazu, umdem Tuche ein schönes Ansehen zu geben, sondernauch, um hernach, wenn es fertig ist, Proben für dieMusterkarte und auf Verlangen Anderer heraus schnei-den zu können. Nun wird auf 3 bis 4 Ellen langdas schönste Garn, welches man Schlag-Garn nennt,eingewebt, wobei nur mit der Lade recht derb ange-schlagen werden muß, damit der Anfang des Tuches,welches nach der Kunstsprache der Mantel oder Um-schlag desselben genannt wird, ein vorzüglich schönesAnsehen erhält.
Ehe man aber mit dem Weben so weit fortschrei-tet, so wird die Geles-Ruthe aus der Werfte gezogenund an deren Stelle, 8 —16 Zoll hinter dem Ge-schirre, eine Sprung - Ruthe eingestellt, damit derSprung der Werfte stets recht egal werde. Wenn