ken. Uebrigens ziehen wir bloß die in Deutschlandübliche Walkmühle in Betrachtung.
tz. 173.
Von -er Conktruktion der Walkmühle.
Soll eine Walkmühle so beschaffen sein, daß sienicht nur das Tuch gut wendet, reiniget und filzet,sondern daß beim Walken desselben auch Seife undZeit erspart wird, so muß sie unter Zuziehung vonSachverständigen und auf die regelmäßigste Art ge-baut werden- Die Hauptsache dabei ist die rechteLage des Walkstockes und die rechte Form der Walk-löcher und Walkhämmer derselben. Die -Wölbungder Hintern Seite der Walklöcher ist nicht so bedeu-tend, aber gleich am Boden derselben muß die Wöl-bung der vordem Seite bis oben aus viel bedeuten-der werden, und je stärker die Wölbung der vordemSeite der Walklöcher ist, desto rascher wird das ein-gelegte Tuch sich wenden, wenn der hinten auf das Tuchschlagende Hammer dasselbe gegen die Brustlehne an-drückt und an dieser in die Höhe schiebt. Bestehtaber das Gegentheil, ist die Wölbung zu flach, sokann jene Wirkung nicht erfolgen, oder sie geschiehtungleichartig, wodurch die üblen Folgen entstehen,daß das Tuch nicht gleichförmig dick und dabei vielZeit und Seift verschwendet wird; überdieß könnenleicht Löcher im Tuche entstehen. In vorzüglich an-erkannten Walkmühlen findet man die Wölbung derWalklöcber mit Kupferblech ausgeschlagen, welchesallerdings besser ist, als wenn alle Seiten des Walk-loches aus bloßem Holze bestehen, da sich dieses eherabnutzt, als jenes. Die Walklöcher sind aber vonverschiedener Größe, und nehmen in derselben zu, undzwar in der Breite, in der Höhe und Lieft immerum 1 Zoll, so daß das kleinste 1V Zoll breit, etwa