Nun gießt man ungefähr zwei Walkeimer gutgelöste und gereinigte Walkerde zu, hierauf läßt mansie drei Viertelstunden unaufhörlich walken, bis zuder Zeit, wo es sich überall gleichmäßig unter denHämmern dreht. Hierauf nimmt man die Waareaus dem Walkloche, und untersucht, ob sie überallErde hat, um ihr solche zu geben, wo sie fehlt.Dann läßt man sie wieder ungefähr 1 Stunde langwalken, bis man an einem Theile der Waare, worausman das Wasser windet, sie als rein erkennt. Hier-auf spült man sie rein, indem man mit dem Walkenfortfährt, wobei nach und nach mehr Wasser zugelas-sen wird, und die Löcher des Walkloches verstopft.Wenn man sieht, daß die Walkerde gut gelöst, über-all von dem Wasser durchdrungen und im Begriffeist, die Fettigkeit aufzunehmen und aus der Waarezu entfernen, so zieht er die Waare zurück, dehnt sieaus, wechselt die Falten, faltet sie wieder, giebt ihrnun wieder Wasser im Ueberfluß und bearbeitet siewieder so lange, bis es klar abläuft; dann wird dieWaare herausgenommen, zusammengetafelt, zugerolltund hingestellt.
tz. 181.
Vorn Matchen und walken der Tuche u. dgl.mit altem Urin oder Äet;tauge und Seite.
Um 1 Stück Tuch von cire» 44 Pfd., oder nochschwerer, zu waschen und zu walken, gießt man ent-weder 6—8 Walkkannen kochendes Wasser in einegroße Wanne, mischt 8—4 Walkkannen alten Urinoder 2—3 Walkkannen scharfe Aetzlauge (tz. 77.) hinzu,und läßt das Tuch 4 Stunde darin weichen; oderman steckt es sogleich trocken in das Walk- oder Wasch-loch (Z. 174.), gießt einige Walkk. von dergleichenLaugen darauf und läßt das Werk arbeiten, jedoch