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§. 18 ».
Vom Watrhen und Fettn» alkrn der tag«nanntenLoden oder Watchtuche.
Vor einigen Decennien wurde eine Art Tuchunter dem Namen „Loden, Lodentuch" fabricirt,das an andern Orten Waschtuch genannt wurde.Es ist zu bedauern, daß man die Manier, wie jeneTuche behandelt wurden, wieder aufgegeben, denn siewar nicht ohne besondere Vortheile, im Vergleich mitdenjenigen Tuchen, welche erst nach der Walke ge-färbt und höchstens dann noch in der Walkmühle mitWasser ausgespült werden; oder im Vergleich mitdenjenigen, die man in der Wolle färbt.
Der erste Vortheil bestand darin, daß sie nichtnur bis in das Innerste der Fäden durchfärbt waren,sondern auch nicht im Geringsten abfärbten, und zwardeshalb, weil sie nach der Wäsche gefärbt und dannerst zu Tuch festgewalkt wurden. Um diese Tuchevor den auf gewöhnliche Art gefärbten auszuzeich-nen, auch ihnen ein schöneres Ansehen zu geben,wurden die Leisten nach dem Färben, und je nachdemes die Farbe erforderte, mit weißem oder gefärbtemGarne, mittelst der Tampourinnadel, streifenweisdurchnäht und hierauf mit fest gewalkt. Da aber beialler Vorsicht der Loden in der Wäsche öfters mehrfilzt als gewünscht werden kann, so muß die zumNähgarn erforderlich: Wolle die Eigenschaft des Fil-zens in einem hohen Grade besitzen.
Der zweite Vorzug dieser Art Luche warder, daß das weiße Garn viel feiner gesponnen wer-den konnte, als das aus gefärbter Wolle, und auchmehr Gleichheit und Haltbarkeit besaß, woraus sich»giebt, daß auch das Lodentuch von besserer Quali-tät sein mußte als jene Tuche, die aus gefärbterWolle fabricirt werden.
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