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nicht mehr im Alleinbesitz dieser Kardenerzeugung,sondern sie hat sich jetzt auch über andere Lander,namentlich über mehrere deutsche Fabrikstädte, verbrei-tet. Die besten Weberkarden werden auf Hügeln,oder hochliegenden Aeckern, erbaut, und haben einengroßen Vorzug vor denjenigen, welche in den Thälernwachsen. — Wir wollen zuvörderst die Anpflanzungder Weberkarden bis zu ihrer Einsammlung, ihreZusammensetzung und Sortiments der ge-setzten Karden, so wie die technischen Kunstaus-drücke, die bei den verschiedenen Arbeiten in derAppretur stattfinden, betrachten, ehe wir weiter indas Detail der Appretur wollener Waaren eingehen.
tz. 190.
Von der Anpflanzung der Weberkarden undderen Einlamml ung.
Die Weber- oder Tuchmacher-Karden,auch Kardendistel (vipsnous sstivu«) genannt, ge-rathen am besten, wenn sie auf Anhöhen und steini-gen Aeckern, die aber gedüngt werden müssen, ange-pflanzt werden, anfänglich Regen bekommen, oder inErmangelung dessen, mit Wasser getränkt werden,und wenn sie anfangen zu blühen und zu reifen, vontrockener Witterung begünstigt werden.
Um sie selbst zu erbauen, nimmt man den Sa-men, welcher von den erkauften Karden ausfällt undleicht zu bekommen ist, und säet ihn auf ein Gar.tenbeet, um Pflanzen zu erhalten. Wenn die Pflan-zen etwa 2 Zoll lang sind, pflanzt man sie auf einenAcker der angegebenen Art, doch so, daß eine Pflanzestets 8 bis 9 Zoll von der andern entfernt ist. Nach-mals muß das Gras oder Unkraut fleißig ausgejätetwerden, um die Pflanzen nicht im Wachsthum zuhindern. Wenn die Karden ausgewachsen haben, so