thode findet solches eine weit ausgedehntere Anwen>düng. In England z. B. macht man mit Bürstenschon gleich nach dem Äuswaschen vor dem Festwal»ken den Anfang, um das Haar in den Fäden des Ge-webes aufzulockern und zum Filzen in der Walke vor-zubereiten, und man gebraucht dabei Bürstmaschinen,deren Walzen nicht nur mit Bürsten, sondern zumTheil auch nach Art der Kratzen mit Drahtzähnen,oder gleich den Rauhmaschinen, mit Karden besetzt sind,so daß hiermit ein wirklicher Anfang des Rauhens vorder Walke stattfindet. Der spätere Gebrauch vonBürstmaschinen, welche blos Bürsten enthalten, findettheils nach dem Rauhen, theils zwischen und nach demScherren statt, worüber keine allgemein gültige Regelaufgestellt werden kann, da nach der Qualität der Tucheund nach andern zufälligen Umständen die Wiederho-lungen und die Zeitpuncte des Bürstens mehr oderweniger der Willkür unterliegen.
Die Construction einer Bürstmaschine ist bereitsweiter oben (tz. 264 c.) mitgetheilt worden.
tz. 216.
Vondemkaltenund warm enpreltender Tuche.
Tuche von sehr zarten Farben, z. B. Scharlach-roth, Rosenroth u. dgl., welche durch die Erhitzungleicht Schaden leiden, und die schwarzen Tuche undtuchartigen Zeuge, welche ein sammtartiges Ansehen undGefühl erhalten sollen, bekommen nur die kalte Presse,indem keine eisernen Platten angewendet werden. Alleandere Tuche aber, die ein schönes, glänzendes An-sehen erhalten sollen, werden nach vollendetem Schee-ren und Bürsten warm gepreßt.
Das Tuch wird zuvörderst so zusammengelegt,daß die appretirte Seite und die Saalleisten ganz ge-nau über einander zu liegen kommen. Ist dieß ge-